Eine Wahrheit, die manche gar nicht gerne hören wollen: Antisemitismus früher – Antisemitismus heute

Eine Wahrheit, die manche gar nicht gerne hören wollen:

Antisemitismus früher – Antisemitismus heute




Vielleicht sollte man bei dieser Gelegenheit auch noch einmal die Arbeitsdefinition des damaligen EUMC (European Monitoring Center against Racism and Xenophobia, heute European Union Agency for Fundamental Rights) vom 28. Januar 2008 erinnern:

Der Sinn dieses Dokuments ist eine praktische Anleitung für das Identifizieren, das Sammeln von Angaben und die Unterstützung der Umsetzung und Durchsetzung von Gesetzen, die vom Antisemitismus handeln.

Antisemitismus ist eine gewisse Vorstellung zu Juden, die als Hass gegen Juden ausgedrückt werden kann.

Rhetorische und physische Ausbrüche von Antisemitismus sind gegen Juden und nicht-jüdische Individuen gerichtet, und/oder gegen ihr Eigentum oder gegen Institutionen jüdischer Gemeinden und religiöse Einrichtungen.

Zusätzlich können solche Ausbrüche auch den Staat Israel zum Ziel haben, wenn er als jüdisches Kollektiv gesehen wird.

Antisemitismus beschuldigt Juden oft, mit Verschwörungen der Menschheit schaden zu wollen. Oft werden Juden für alles verantwortlich gemacht, “was falsch läuft”. Das wird in Worten, schriftlich, visuell und mit Taten ausgedrückt. Verwendet werden finstere Stereotypen und negative Charakterzüge.

Zeitgenössische Beispiele von Antisemitismus im öffentlichen Leben, in den Medien, Schulen, am Arbeitsplatz und im religiösen Bereich können folgende Elemente enthalten, unter Berücksichtigung des Kontextes. Die Liste ist allerdings nicht vollständig:

  • Im Namen einer radikalen Ideologie oder einer extremistischen religiösen Sicht aufrufen, helfen oder rechtfertigen, Juden zu töten oder ihnen zu schaden.
  • Das Äußern verlogener, entmenschlichender, dämonisierender oder stereotyper Vorurteile über Juden, wie etwa die Macht der Juden als Kollektiv, der Mythos einer jüdischen Weltverschwörung oder Behauptungen über jüdische Kontrolle der Medien, der Wirtschaft, der Regierung oder anderer gesellschaftlicher Einrichtungen.
  • Juden als Volk zu beschuldigen, oder Juden für reale oder vermeintliche Vergehen einzelner jüdischer Personen oder Gruppen verantwortlich zu machen oder gar wegen Vergehen zu beschuldigen, die Nichtjuden begangen haben.
  • Die Tatsache, den Umfang, die Mechanismen (etwa die Gaskammern) oder die Absicht des Völkermords am jüdischen Volk zu verleugnen, der durch die
  • Täterschaft des nationalsozialischen Deutschland, seiner Unterstützer oder Komplizen während des Zweiten Weltkriegs begangen wurde. (Holocaust)
  • Die Juden als Volk oder Israel als Staat zu verklagen, den Holocaust erfunden oder übertrieben (dargestellt) zu haben.
  • Jüdische Bürger zu beschuldigen, zu Israel oder den vermeintlichen weltweiten Prioritäten von Juden loyaler zu sein als den Interessen ihrer eigenen Nationen.

Beispiele, wie sich Anti-Semitismus zum Staat Israel manifestiert in einem umfassenden Kontext:

  • Dem jüdischen Volk das Recht auf Selbstbestimmung abzusprechen, etwa durch die Behauptung, der Staat Israel sei ein rassistisches Vorhaben.
  • Die Anwendung eines doppelten Standards, indem an Israel Verhaltensansprüche gestellt werden, wie an keine andere demokratische Nation.
  • Eine Charakterisierung Israels oder der Israelis unter Verwendung von Symbolen und Bildern des klassischen Antisemitismus wie dem Vorwurf, Juden hätten Jesus getötet oder Blutslegenden.
  • Der Vergleich der heutigen Politik Israels mit der Politik der Nazis.
  • Juden kollektiv für das Verhalten des Staates Israel verantwortlich zu machen.

Allerdings gilt Kritik an Israel, wie sie in vergleichbarer Weise auch gegenüber andere Länder geäußert wird, nicht als antisemitisch.

*Eine Inoffizielle Übersetzung des englischen Originals von Ulrich W. Sahm.
Das Englische Original kann auf den Seiten der The European Union Agency for Fundamental Rights (ehemals EUMC) nachgelesen werden, unter:
WORKING DEFINITION OF ANTISEMITISM (PDF)

————————–

Eine relativ einfache Alternativdaumenregel zum Thema “Antisemitismus” stellte Nathan Scharansky auf*:

Der Kampf gegen Antisemitismus ist keine genaue Wissenschaft. [...] Dazu müssen klare Kriterien entwickelt werden. Ich schlage dazu die Kriterien vor:

Der Antisemitismus war immer an der Dämonisierung von Juden zu erkennen, dem Doppelstandard, mit dem Juden gemessen wurden, und der Delegitimierung von Juden. Tritt der Antisemitismus heute im Deckmäntelchen antiisraelischer Kritik auf, lässt er sich mit Hilfe dieser Kriterien von legitimer Israel-Kritik klar unterscheiden. Wird Israel dämonisiert, mit doppeltem Maßstab gemessen oder stereotyp delegitimiert? Dann ist es keine politische Kritik, sondern Antisemitismus, der sich “political correct” gebärden will…“

 

Heplev

 

Link zum Thema:

 

Lesen Sie hierzu auch:

 

 

haOlam.de - Interaktiv und zum mitgestalten

haOlam.de - die `Gefällt mir´-Seite bei Facebook - immer ich Echtzeit informiert werden, wenn neue Artikel und Meldungen bei haOlam.de online erscheinen

haOlam.de - Dein Magazin - die Facebook-Gruppe zum diskutieren der Artikel und zum vorschlagen von Themen und Artikeln für haOlam.de - und zum diskutieren rund um haOlam.de und die Themengebiete des Magazins.


Montag, 04 November 2013





Auch ganz interessant, ARD-Doku über Judenhass in DE....

http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/799280_reportage-dokumentation/17842046_antisemitismus-heute-wie-judenfeindlich-ist



Hab im Net ein gar köstlich Spruch gefunden. "Antisemitismus gilt nur für christliche Deutsche. Bei Moslems fällt das unter Religionsfreiheit."  Schade, nicht von mir.



@2, steve, trotzdem gut.

tja, und in dhimmistan wird jetzt st martin abgeschafft um die gefühle muslimischer kinder nicht zu verletzen. jo
leider KEIN witz



@3 tja, verehrteste obby, da hat sich der beflissene Dhimmi-Linkspartei-Politiker Rüdiger Sagel (Abkürzung für Sargnagel?) wohl etwas zu tief bzw. zu früh in den Staub geworfen. Kritik hagelt es von allen Seiten. Selbst der Vorsitzende des ´Zentralrates der Forderer´ A.Mazyek sagte,"das Leben des St.Martin sei vorbildlich, auch für Moslems". Da war der gute Sargnagel doch etwas zu übereifrig. Ar*******!!!

http://www.ksta.de/politik/-nrw-linkspartei-skurriler-streit-um-aus-fuer-st--martin,15187246,24910568.html