Reaktion des Westens auf Giftgaseinsatz in Syrien: Die Pataphysik des Mordens

Reaktion des Westens auf Giftgaseinsatz in Syrien:

Die Pataphysik des Mordens


Der wissenschaftliche Dienst des Bundestags in Berlin stuft den von Deutschland unterstützten Militärschlag der USA, Großbritanniens und Frankreichs gegen Syrien als völkerrechtswidrig ein. `Der Einsatz militärischer Gewalt gegen einen Staat, um die Verletzung einer internationalen Konvention durch diesen Staat zu ahnden, stellt einen Verstoß gegen das völkerrechtliche Gewaltverbot dar´, heißt es in dem Gutachten, das von der Linksfraktion in Auftrag gegeben wird.

Von Dr. Nathan Warszawski

 

Siehe zuvor die Einführung in die Pataphysik:

 

 

Nun darf man vom wissenschaftliche Dienst des Bundestags in Berlin nicht allzu viel erwarten. Die Mitarbeiter sind keine Philosophen oder zumindest Professoren, sondern gewöhnliche kleine Angestellte und unbedeutende Juristen, die sich ihre Informationen von wo auch immer zusammenklauben, wenn pataphysische Fragen anfallen, die sie nicht verstehen und auch nicht richtig beantworten. Nicht nur die Linksfraktion stellt Anfragen, die nicht dem Erkenntnisgewinn, sondern der eigenen Unwichtigkeit und Überheblichkeit dienen.

 

Der wissenschaftliche Dienst des Bundestags in Berlin greift bei solchen Fragestellungen auf vergangene politische Ereignisse zurück und überträgt sie in die Gegenwart. Nachweislich, wenn auch nicht allgemein bekannt, haben die alliierten Feinde Hitlerdeutschlands keine KZs und keine Vernichtungslager angegriffen, obwohl sie 100.000-e jüdische Leben hätten retten können. Die Gründe für das Versagen der Alliierten liegen jedoch nicht in der Einhaltung internationaler Konventionen, sondern im Bruch der menschlichen Ethik, wenn es um Juden und anderen lästigen Minoritäten geht. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestags in Berlin benutzt das unethische Verhalten der Alliierten und überträgt es auf die Einwohner Syriens, obwohl diese keine Juden sind. Das Vergasen von Menschen kann laut wissenschaftlichem Dienst des Bundestags in Berlin kein Unrecht sein, da selbst die vorbildlichen Amerikaner beim Krieg gegen Hitlerdeutschland nicht dagegen eingeschritten sind.

 

Die Kurzsichtigkeit des wissenschaftliche Dienst überrascht selbst die Linksfraktion, die die Integrität des wissenschaftlichen Dienst des Bundestags in Berlin weit überschätzt.

 

Ein anderes geschichtliches Ereignis bestärkt ebenfalls die fleißigen Berliner: Der Genozid an den Armeniern und anderen Nicht-Muslimen im Reich der Osmanen vor 100 Jahren. Hohe Offiziere des deutschen Kaiserreiches haben die verschiedenen Völkermorde wohlwollend beobachtet, ohne einzuschreiten. Es dauert 100 (sic!) Jahre bis sich der Bundestag in Berlin bequemt, die Genozide zu verurteilen, selbstverständlich ohne politische und rechtliche Konsequenzen.

 

Vor 75 Jahren widersetzen sich die letzten lebenden Juden im Warschauer Ghetto der SS. Erst nach vier Wochen verlieren die wenigen, schwachen und verhungerten Juden den aussichtslosen Kampf. Würde der wissenschaftliche Dienst des Bundestags in Berlin gefragt werden, so wird er den Jüdischen Aufstand im Warschauer Ghetto als völkerrechtswidrig einstufen.

 

 

Numeri 24 : 9 - Foto: Syriens Diktator Assad (Foto: By DonkeyHotey (Bashar al-Assad - Caricature) [CC BY 2.0  (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons)


Dienstag, 24 April 2018