`Ohne mich´, sagte die Biene zum Bienensterben

`Ohne mich´, sagte die Biene zum Bienensterben


Es wird mal wieder gestorben. Im Dienste einer guten Sache.

So wie das letzte Mal, vor gut 30 Jahren, als der deutsche Wald rettungslos verloren war. Fünf Jahre gab ihm der „Spiegel“ damals noch, Mitte der 80er-Jahre. Erst stirbt der Wald, dann der Mensch, hieß es. Eigentlich sei es ja schon zu spät, eine Chance hätten wir nur, wenn wir ganz schnell alles ausschalten, was die Industriegesellschaft ausmacht. Das Waldsterben als Waffe gegen die moderne Welt, gnadenlose Übertreibung ist erlaubt, der Zweck heiligt die Mittel. Heute wissen wir: Allenfalls punktuell ging es dem Wald schlecht, die filterlosen Industrieschornsteine in den sozialistischen Planwirtschaften (dort auch die Diesel, die noch „richtige“ Diesel waren) setzten ihm zu. Dann kamen Schutzmaßnahmen, der Osten wurde westlichen Umweltstandards unterworfen – und heute redet keiner mehr über einen sterbenden Wald. Die dramatischen Bilder von damals waren – trotz sauren Regens gnaden- und haltlos überzogen, der Wald hätte auch drei weitere Jahrzehnte Sozialismus überlebt.

 

 

 

Foto: Foto: Rudy Duboue CC-BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons


Mittwoch, 16 August 2017