Veranstaltung zum deutsch-israelischen Jugendaustausch

Veranstaltung zum deutsch-israelischen Jugendaustausch




Eines der wichtigsten Fundamente der deutsch-israelischen Beziehungen ist der Schüler- und Jugendaustausch. Das wurde bei der Veranstaltung "Wir bauen Brücken" am Dienstag in der Katholischen Liebfrauenschule einmal mehr deutlich: Im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit kamen dort Vertreter Berliner Schulen zusammen, die seit vielen Jahren mit Schülern nach Israel reisen und im Gegenzug israelische Schüler in Berlin begrüßen.

 

Pädagogen der Liebfrauenschule, des Canisius-Kolleges und der Berthold-Brecht-Oberschule berichteten von ihren Erfahrungen. Schüler, die kürzlich an einem Austausch teilgenommen haben, waren ebenso anwesend wie Alumni von Reisen in den 70er Jahren sowie Schüler, die sich erst in Zukunft auf den Weg nach Israel machen werden. Einigkeit herrschte darüber, dass Israel junge Menschen in den Bann zieht und das zukünftige Leben nachhaltig beeinflusst.

 

Da der Schüleraustausch solch nachhaltige Effekte hat, waren auch ehemalige Freiwillige der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste eingeladen. Sie erzählten nicht nur von ihren Erlebnissen in Israel, sondern ermutigten die Schüler auch, ihnen nachzueifern und ein freiwilliges Jahr in Israel zu verbringen. "Mich hat Israel so stark beeinflusst, dass ich nicht nur Theologie studiere, sondern dass ich am Liebsten auch für längere Zeit dorthin zurückkehren möchte", sagte Katharina Troppenz, die ein Jahr in Tel Aviv gelebt und gearbeitet hat.

 

Auch wenn die Veranstaltung einen fröhlichen Anlass hatte - die Begegnung junger Menschen -, wurde sie von dem kaltblütigen Mord an der Familie Fogel in der Siedlung Itamar im Westjordanland überschattet. Michael Brinkhoff, Lehrer der Liebfrauenschule und Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, drückte den Vertretern der Botschaft das große Mitgefühl seiner Lehrerkollegen und der Schüler aus: "Dieser hinterhältige Mord an einer schlafenden Familie am Schabbat ist - ungeachtet aller politischen Einstellungen - nicht zu verstehen und zu tolerieren. Wir verurteilen diese Tat auf das Schärfste und bitten Sie, dies auch dem Botschafter und den anderen Mitarbeitern der Botschaft zu übermitteln."

 

Lala Süsskind, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, hat in einer Pressemitteilung die Weltöffentlichkeit dazu aufgefordert, den Mord an der Familie Fogel einstimmig zu verurteilen: http://www.jg-berlin.org/beitraege/details/wo-bleibt-der-aufschrei-der-weltoeffentlichkeit-i405d-2011-03-14.html

 

Newsletter der Botschaft des Staates Isdrael in Berlin


Mittwoch, 16 März 2011