`Palästina´ oder Israel? Der Waschsalon für Geschichte

`Palästina´ oder Israel?

Der Waschsalon für Geschichte




Dr. Reuven Berko, Israel Hayom, 20. Januar 2013

Damals, zur Zeit des britischen Mandats, sagten die jüdischen Gemeindeältesten gerne scherzhaft, die Palästinenser seien „ein Bankert, geboren aus einem zionistischen Schoß und von einem britischen Vater“. Wenn man nach den Sendungen geht, die jetzt vom Voice of Palestine-Radio ausgestrahlt werden, hat das Land Israel jedoch nie eine jüdische Mutter gehabt.

Nach Angaben der Archäologen von Voice of Palestine gehört das Land den Palästinensern, weil sie die Nachkommen der Nationen sind, die es bewohnten, bevor „Banditen und Mörder“ dort einfielen, die willkürlich mit Moses hierher kamen und unter dem Namen „Habiru“ oder „Apiru“ bekannt waren. Diese Leute seien als kurzlebige Nomaden und Diebe dokumentiert; Berichte über sie tauchen sogar in den während der Zeit des Neuen Königtums in Ägypten geschriebenen Amarna-Briefen auf.

In Israel werden die Palästinenser nicht angeprangert. Es gibt diejenigen, die auf die jüdische Herkunft ländlicher Palästinenser hinweisen, die zum Islam konvertierten. Einige postulieren, dass es einen genetischen Link zwischen Juden und Palästinensern gibt. Andere heben den Zustrom von Arbeitern aus der gesamten arabischen Welt hervor, die herkamen, um von der prosperierenden Wirtschaft der Zionisten zu profitieren. Historiker des Nahen Ostens deuten auf die arabische Eroberung im siebten Jahrhundert, während europäische Besucher das Land als öde und von Seuchen heimgesucht beschrieben.

Auf der anderen Seite lehnen die Palästinenser uns grundsätzlich ab. Der Radiosender Voice of Palestine arbeitet an einer erfundenen Geschichte eines palästinensischen Volks, das in keinem historischen Dokument auch nur erwähnt wird, nicht einmal im Koran.

Das Problem ist: Wenn man die falsche palästinensische Darstellung übernimmt, dann ist das abhängig davon, dass das historischen Rechte der Juden am Land Israel abgelehnt werden, die als flüchtige Episode dargestellt werden, während diese Rechte in islamischer Prophetie, christlicher Geschichtsschreibung und natürlich im Buch der Bücher, der Bibel verankert sind.

Yassir Arafat erneuerte als größter historischer Dieb aller Zeiten das palästinensische „Start-up“. Auf der Höhe der Friedensverhandlungen stritt er alle Verbindungen der Juden zum Land Israel und Jerusalem ab; er ist auch derjenige, der palästinensische Geburtsurkunden schuf, indem er erklärte, die Nachkommen der Jebusiter, des kanaanitischen Stammes, der vor seiner Eroberung durch König David Jerusalem bewohnte.

Arafats Nachfolger propagieren eine Version der Geschichte, in der Jesus von Nazareth – von seiner jüdischen Mutter Maria geboren – der „arabisch-palästinensische Messias“ ist.

Die Al-Jazira-Dokumentationsserie „Unsere Geschichte in ihrem Archiv: zionistischer Terrorismus“ stellt Israel als fiktives Gebilde dar, das auf einer falschen Ansammlung von Dokumenten und Morden und im Gegensatz zum unbestreitbaren historischen Recht der Palästinenser aufgebaut ist.

In Israel haben mehrere ausgefuchste Journalisten sich zu Vorsitzenden politischer Parteien ernannt. Ihre Pressesprecher beschreiben die „primitiven und leidenschaftlichen“ Rechten als brutale Leugner der „definitiven“ palästinensischen Sehnsucht nach Frieden. Sie glauben, dass nur die Linke führen kann und dass nur sie mit den Eigenschaften universaler Gerechtigkeit, Menschenrechte und sozialer Gleichheit, Pluralismus und Sozialismus ausgestattet ist. Sie prangern große Teile der Nation an, die die Realität der Lage korrekt sehen und ihr eigenes „plebejische“ Gespür den himmlischen Erwartungen des Intellekts vorziehen.

Der naive Wähler könnte die Sache durcheinander bringen: Macht die Linke sich selbst etwas vor oder auch der Öffentlichkeit? Hat sie es geschafft ein weiteres Friedensabkommen mit den Palästinenser einzuschmuggeln, dessen sie sich selbst nicht bewusst sind und nicht unterschreiben wollen?

Im Gegensatz zum jüdischen Handlungskodex – der sofortige Genugtuung anstrebt, Frieden jetzt und glaubt, dass ein wenig Demagogie die Palästinenser dazu bringen wird ganz Palästina abzutreten – schreibt der auf Arabisch formulierte palästinensische Handlungskodex der Hintergedanken vor, dass „Geduld der Schlüssel zum Sieg ist“ und mit den Juden entsprechend des arabischen Erbes umgegangen werden muss: „Nimm und verlange dann mehr.“

Im Gazastreifen, Judäa und Samaria und der palästinensischen Diaspora sind das Rückkehrrecht und die Vernichtung Israels nicht aufgegeben worden. Jeder, der Voice of Palestine hört, begreift, dass die Palästinenser weiterhin in der Sprache des Friedens zur Welt sprechen, auf Arabisch aber ihr aufhetzendes Verlangen singen und skandieren, durch die Macht des Gewehrs „nach Palästina zurückzukehren, einschließlich nach Haifa, Akkko, Jaffa und Safed.

 

Übersetzung: Heplev

 

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Donnerstag, 24 Januar 2013