Kulturstaatsministerin Grütters begrüßt Maria Böhmer als Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission

Kulturstaatsministerin Grütters begrüßt Maria Böhmer als Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission


Immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet

Die Staatsministerin a.D. Maria Böhmer ist heute zur neuen Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission gewählt worden. Die 78. Hauptversammlung der Deutschen UNESCO-Kommission traf die Entscheidung heute in Bamberg.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärte: „Es ist eine gute Entscheidung der Mitglieder der Kommission, mit Maria Böhmer eine kundige und bestens vernetzte Fürsprecherin für Kultur und Bildung an die Spitze der Deutschen UNESCO-Kommission zu berufen. Als vormalige Staatsministerin im Auswärtigen Amt und Sonderbeauftragte für UNESCO-Welterbe, Kulturkonventionen und Bildungs- und Wissenschaftsprogramme bringt sie hervorragende Voraussetzungen für ihr neues Amt mit. Einschlägige Erfahrungen sammelte sie auch in ihrer Zeit als Präsidentin des UNESCO-Welterbekomitees. Vielen ist Maria Böhmer als langjährige Staatsministerin im Bundeskanzleramt bekannt, die das schwierige Feld der Integrationspolitik umsichtig mitgestaltete. Die Mitglieder der deutschen UNESCO-Kommission haben eine kluge Wahl getroffen, die dieser wichtigen Arbeit neue Impulse verleihen wird und deren Bedeutung unterstreicht.“

Monika Grütters dankte Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, die dieses Amt in den letzten vier Jahren innehatte und gratulierte Prof. Dr. Christoph Wulf und Prof. Dr. Hartwig Lüdtke zu ihrer erneuten Wahl als Vizepräsidenten.

Ebenfalls in Bamberg sind sieben Traditionen und Wissensformen in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden, darunter die künstlerischen Drucktechniken des Hoch-, Tief-, Flach- und Durchdrucks, der Further Drachenstich – ein fast 500 Jahre altes Volksschauspiel – sowie die Amateurmusikpflege in Baden-Württemberg und das Bauhüttenwesen als Beispiele guter Praxis zur Erhaltung Immateriellen Kulturerbes. „Die Vielfalt an kulturellen Traditionen und Ausdrucksformen in Deutschland ist sehr beeindruckend“, betonte Staatsministerin Grütters. „Umso wichtiger ist es, dass wir diesen Schatz bewusst machen, ihn pflegen, aber auch neu interpretieren und innovativ weiterentwickeln.“

Der UNESCO gehören gegenwärtig 195 Staaten an.
Die Bundesrepublik Deutschland ist seit 1951 Mitglied der Organisation. Die Deutsche UNESCO-Kommission wirkt als nationale Verbindungsstelle zur UNESCO und Bindeglied zwischen Staat und Zivilgesellschaft. Arbeitsschwerpunkte sind die Förderung hochwertiger und chancengerechter Bildung sowie Schutz, Erhalt und nachhaltige Entwicklung des Kultur- und Naturerbes (www.unesco.de). Die Geschäftsstelle Immaterielles Kulturerbe bei der Deutschen UNESCO-Kommission wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

 

 

Foto: Monika Grütters (Foto: By Olaf Kosinsky [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons)


Sonntag, 10 Juni 2018