Elham Manea: Der alltägliche Islamismus

Elham Manea: Der alltägliche Islamismus


Elham Maneas lesenswerte Buch hat knapp 300 Seiten, die gelesen werden wollen. An vielen Beispielen erklärt sie dem interessierten Europäer den lebenswichtigen Unterschied zwischen Islam und Islamismus mit dessen Untergruppen: den gewaltlosen und den gewaltbereiten Islamismus.

Von Dr. Nathan Warszawski

 

Kurz zusammengefasst ist der Islam eine Religion, die wie jede andere Religion den Gläubigen einen Halt im Leben geben soll, ohne dass sie die Gesetze des Staates verletzen, in dem sie leben. Islamismus ist der politische Islam, d.h. eine Ideologie, die die politische Herrschaft des Islams, genauer: der Scharia, durchsetzen will, die die Verfassung des Staates ersetzen soll. Um den Islamismus durchzusetzen werden Muslime radikalisiert. Die Ziel der Gewalt verherrlichenden Radikalisierung ist der gewaltbereite Islamismus, der Weg dahin ist die Indoktrination oder der gewaltlose Islamismus. Gewaltlos deshalb, weil Propaganda, die Gewalt vorbereitet, in Europa rechtlich zulässig ist.

 

Zu den wichtigen Punkten:

 

Für Islamisten sind die einfachen gläubigen Muslime, die die Gesetze des nicht-islamistischen Staates befolgen, keine echten Muslime, da sie einen verdorbenen Islam praktizieren. Dieser Zustand der Unwissenheit und des Fehlglaubens heißt „Dschahiliyya“, und entspricht dem Unglauben, wie er vor dem Islam und vor Mohammed in Arabien geherrscht hat.

 

Der politische Mord ist erlaubt, wenn die Scharia ihn fordert. Sadat beispielsweise muss ermordet werden, da er mit Israel, dem Feind des Islams, Frieden schließt. Sadat hat mit den Juden daran gearbeitet, den Islam zu vernichten. Sadat hat somit den Tod verdient. Im Zentrum des islamischen Hasses steht nicht Israel, sondern die Juden, also alle Juden. „Israel“ und „Juden“ sind somit nicht identisch und Islamisten sind Antisemiten, die die Juden ausrotten wollen, denn die Juden sind die Macht des Bösen.

 

Die Feinde des Islam sind Juden, Kommunisten (Russen) und Kreuzfahrer (Christen). Es stört nicht, dass Russen auch Christen sein können. Zwei Jahrzehnte vor der Gründung Israels, im Jahre 1928, gründet Hasan al-Banna die Muslimbruderschaft. Somit kann der islamistische Judenhass der Muslimbruderschaft und des Islamismus kein Hass auf Zionismus oder Zionisten (Juden, die Israel lieben) sein. Doch al-Banna wird bald Hitlerbewunderer und somit Antisemit. Sowohl der gewaltbereite, wie der gewaltlose und Gewalt verherrlichende Islamismus sind der Hass auf Juden und Judentum.

 

Männer und Frauen sind allah-gewollt biologisch verschieden, haben somit auch verschiedene Rechte. Ansonsten hätte Allah sie gleich erschaffen. Die beiden Geschlechter müssen getrennt werden, das Kopftuch dient den Frauen als Schutz vor Männern und ist somit ein Symbol des politischen Islams, des Islamismus. Homosexualität ist bei Allah nicht vorgesehen und deshalb bei Todesstrafe verboten.

 

Ein Kopftuchverbot erhöht nachweislich die Sicherheit von Mädchen in den Schulen, insbesondere in Klassen mit einer größeren Anzahl muslimische Jungen, die islamistisch indoktriniert werden. Schulen sollen ein sicherer Ort für Schüler sein und keine Brutstätte für religiöse Konflikte, weshalb das Kopftuchverbot unbedingt durchgesetzt werden muss. Schulen, die das Kopftuchverbot nicht durchsetzen, gefährden muslimische Mädchen. Wer würde (nicht muslimischen) Fundamentalisten und Anhängern des Totalitarismus die Leitung eines Kindergartens anvertrauen? Eine Kontrolle der Verbreitung an Kindern von gewalttätigen Gedankengut ist zwingend notwendig. Ansonsten werden dem Islamismus oder dem Rechtsextremismus Tür und Tor geöffnet. Die Folge ist das Ende der bisherigen Demokratie. Der islamistische Lehrplan in arabischen Schulen und in vielen deutschen Moscheen lautet: Juden sind die Feinde Gottes, Juden sind von allem Bösen gezeichnet, denn sie sind Feiglinge, Verräter und jedes Vertrauens unwürdig. In der Schule sollen Rechte und Pflichten gelehrt werden! Außer bei Religionslehrern sollten religiöse Symbole in der Schule verboten sein. Nur der laizistische Staat ist frei von religiösen Übergriffen.

 

Details:

 

Elham Manea behauptet, dass arabische Israelis Bürger 2. Klasse sind. Sie zeigt, dass auch sie Opfer des gewaltlosen Islamismus ist. Zudem glaubt sie, dass Geert Wilders unter dem Holocaust Antisemit gewesen wäre, was eine unbeweisbare These ist.

 

Der IS ist genauso islamisch wie die Inquisition katholisch ist.

Die böseste Religion der Welt ist derzeit der Islam.

Im Islam gehört jedwede Religion in die selbe Kategorie wie Hautfarbe, die man nicht wechseln kann. Religion kann man im Islam (und im Islamismus) nicht wechseln, außer zum Islam. Dies ist deshalb möglich, weil alle Menschen nach dem islamischen Glauben als Muslime geboren werden.

 

Islamismusforscher vergleichen Nahost und Zentralasien mit Pariser Vororten.

Mohammed predigt Frieden, bis er stark genug wird, um siegreich zu kämpfen. Dann predigt er Krieg.

Das politische System der Kuffar (= Ungläubige, Christen, etc.) ist die Demokratie. Die Demokratie ist für den Erfolg der Dawa (Islam-Mission) günstiger als die Diktatur.

 

Ein Islamist ist immer ein Opfer. Gewaltfreie, also verbal gewaltverherrlichende Islamisten profitieren in der westlichen Welt von dieser verbreiteten Annahme. Die Radikalisierung geht immer von Moscheen als gewaltloser und gewaltverherrlichenden Islamismus aus.

 

Der Islam kennt nur Gruppenrechte, keine westlichen Individualrechte und Freiheiten.

Der Islam verfolgt die Entfremdung von westlichen Werten. Der Islam beharrt auf folgende Werte, die der Demokratie widersprechen: Gruppenrechte, Minderheitengesetzgebung und Minderheiten-Bevorzugung, Patriarchat, Glaube an Allah, Zensur, Fixierung des historischen Unrechts, konservativer Multikulturalismus. In diesen Unwerten wird er meist von (alten) Linken unterstützt.

 

Die Palästinenserfrage ist für den Islam sehr wichtig, da nützlich. Islamische Studien über Juden ergeben, dass die Juden Feinde der Muslime und der Menschen sind. Der Judenhass wird bestärkt und jegliche Koexistenz mit Juden verweigert.

 

Bis 1964 sind Sklavenmärkte in Saudi-Arabien nachgewiesen (Youtube)

 

Islamismus ist Hass auf Andersgläubige, der unweigerlich zum Dschihad (heiligen Krieg) führt.

Elham Manea:


Der alltägliche Islamismus: Terror beginnt, wo wir ihn zulassen

 

Kösel-Verlag (2. April 2018)


ISBN-10: 3466372127


ISBN-13: 978-3466372126

 

Originaltitel: We are ISIS

 

Gebunden: 20 €


Kindle-Edition: 15,99 €

 

 

Numeri 24 : 9


Freitag, 18 Mai 2018






Der Unterscvhied von Islam/Islamismus stört mich hier. Im Arabischen wird das nicht unterschieden. Zu Recht: "Islamisten" sind einfach besonders schrifttreue Muslime. Die anderen sind schlicht nicht mehr oder nur teils islamisch.