Chronik der vergangenen 30 Jahre: Terror und Gewalt gegen Juden in Frankreich

Chronik der vergangenen 30 Jahre:

Terror und Gewalt gegen Juden in Frankreich




Seit über 30 Jahren wird die jüdische Gemeinschaft in Frankreich immer wieder zum Ziel von Angriffen

 

Le Figaro vom 19.03.2012

Brandanschläge auf Synagogen und Schulen, Gläubige und Schüler die angegriffen werden...

In den letzten Jahren wurden (in Frankreich, Anm. des Übersetzers) mehrere jüdische Einrichtungen Ziel von Angriffen.

19. März 2012: Vor der Sekundarschule Ozar-Hatorah in Toulouse eröffnet ein Mofafahrer das Feuer - 4 Tote, davon 3 Kinder, ein Schwerverletzter.

8. September 2009: Ein Brandsatz wird in die jüdische Schule des 10. Bezirks von Marseille geworfen, es entsteht Sachschaden.

05. Januar 2009: Ein PKW wird gegen das Gitter einer Synagoge in Toulouse gefahren und in Brand gesetzt.

19. April 2007: Der Rabbiner einer Gemeinde im Nord-Pas-de-Calais, Elie Dahan, wird von einem jungen Mann am Pariser Nordbahnhof brutal zusammengeschlagen.

25. Mai 2005: Zwei junge Leute werfen drei flaschen Salzsäure auf eine jüdische Schule im 18. Bezirk von Paris.

15. November 2003: Eine jüdische Schule in Gagny (Seine-Saint-Denis) wird von einem Feuer komplett zerstört.

17. Oktober 2003: Der Rabbiner Michel Serfaty wird in Ris-Orangis (Essonne) ins Gesicht geschlagen.

08. Juli 2003: Schüler von Beth Loubavitch in Paris werden mit Eisenstangen angegriffen

22. März 2003: Zwei Mitglieder der Hachomer Hatzair Bewegung werden im 3. Pariser Bezirk angegriffen.

10. April 2002: Ein Schulbus wird in der Piatstraße Paris mit Steinen beworfen, eine Schülerin wird leicht verletzt.

01. April 2002: Die Or Aviv Synagoge in Marseille wird bei einem Feuer zerstört. Später wird festgestellt, dass es Brandstiftung war - zu dieser Zeit fand eine Welle von Molotowcocktail-Würfen auf Synagogen statt.

31. Dezember 2001: Ein Klassenzimmer der Ozar-Hatorah Schule Créteil wird bei einem Brandanschlag zerstört.

08. September 1995: Vor der jüdischen Schule Lyon Villeurbanne (Rhône) explodiert eine Autobombe - 14 Verletzte.

29. März 1985: In Paris geht beim jüdischen Filmfest im Le Rivoli Beaubourg Kino eine Bombe hoch - 18 Verletzte

17. September 1982: Ein israelischer Diplomat wird in Paris von einer Autobombe schwer verletzt. Zu dem Attentat in der Cardinet Straße im 17. Bezirk bekennen sich die Bewaffneten Libanesischen Revolutionsfraktionen

09. August 1982: Das Rue de Rosier - Attentat im 4. Bezirk. Ein Kommando von 5 Mänern eröffnet das Feuer und wirft Granaten in das Restaurant Goldenberg: 6 Tote und 22 Verletzte. Es handelt sich um den schwersten antisemitischen Anschlag in Frankreich seit der Befreiung.

03. April 1982: Der israelische Diplomat Yacov Barsimantov wird in seinem Wohnhaus in der Pariser Kopernikusstraße im 6. Bezirk ermordet.

27. März 1979: Einen Tag nach der Unterzeichnung des israelisch-ägyptischen Friedensabkommens fordert eine Explosion in der Medicisstraße im 6. Pariser Bezirk in einem israelitischen Heim 33 Verletzte.

20. Mai 1978: Am Flughafen Orly schießen 3 Männer im Einsteigebereich von El Al um sich. Es kommt zu 4 Toten und 5 Verletzten. Zu dem Attentat bekennt sich eine unbekannte libanesische Organisation namens "Die Söhne des Libanon".

 

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Dienstag, 19 Februar 2013






Diese Aufstellung hatte ich schon einmal wo gelesen, und auch da fiel mir auf, daß Ilan Halimi (heute in meinem Provinzblatt als "Hassan Halimi" erwähnt), bestialisch gefoltert und am 13. Februar 2006 daran verstorben, einmal mehr ausgelassen wird. Habt Ihr die Daten vom CRIF? Der hat sich nämlich seinerzeit nicht sehr freundlich gegenüber den Angehörigen des Opfers verhalten, wenn ich mich recht erinnere. Soll des Ilan Halimi nicht mehr gedacht werden?



Hallo Gudrun, es ist eine Übersetzung einer Auflistung beim Figaro, welche Quelle die benutzt haben ist leider nicht angegeben. Das Ilan fehlt ist wirklich unverständlich, deshalb ist er auch gleich bei "Lesen Sie hierzu auch" als erster verlinkt.



@Gudrun Danke für den Hinweis... und den Adrenalinstoss: als ich Ihren Namen lass - - bis zum "E" - - in diesem Zusammenhang ist mir erstmal ganz anders geworden

Ja, stimmt, die habe ich gestern im Figaro gelesen, und zwar in der Papierausgabe, da waren die Kommentare nicht dabei. Was ich an der Liste aussetze, das ist, wie weit sie entfernt ist, auch nur annähernd die antisemitischen Taten zu erfassen. Nicht, daß eine vergessen wird, aber Ilan Halimi, da tobt gegenwärtig der Prozeß gegen Fofana&Co, der Skandal des Versailler Justizanstaltschef, der mit dem Lockvogel im Knast ein Verhältnis hatte und darüber ein Buch verfaßt und seine Tat vermarktet hat. Wen es interessiert, der setze auf meinem Blog in die Suchfunktion: "Ilan Halimi. Der Gefängnisdirektor und die Blume des Orients".



Liebe Gudrun, dann posten Sie doch mal einen Link auf Ihren Blog! Gruß