Offener Brief von Dr. Nathan Warszawski: Antisemitismus und Aachener Friedenspreis

Offener Brief von Dr. Nathan Warszawski:

Antisemitismus und Aachener Friedenspreis




Sehr geehrter Herr Peikert,

 

vielen Dank für den aufrichtigen und bewegenden Brief.

Sie schreiben, dass Frau Veronika Thomas-Ohst, die stellvertretende Vorsitzende des Aachener Friedenspreises, eine Position bezogen habe, die außerhalb der Friedensbewegung und der antifaschistisch-demokratischen Bewegung liege. Sie habe Israel des Faschismus bezichtigt, was eine sträfliche Verharmlosung des Faschismus und seiner Vollstrecker ist, und dies sei die Legitimation aller Kriege gegen Israel, um den Nahen Osten vom "Faschismus zu befreien".

Sie schreiben, dass Sie in alter Verbundenheit und als Gründungsmitglied dem Aachener Friedenspreis die schnellste Trennung von Frau Veronika Thomas-Ohst empfehlen. Anders könne der Aachener Friedenspreis keine Zukunft haben.

Zunächst ist die Tatsache, dass Frau Veronika Thomas-Ohst Israel des Faschismus bezichtigt nicht so sehr eine Verharmlosung des Faschismus, sondern eine ungeheuerliche Beleidigung. Ein Vergleich des Aachener Friedenspreises mit der NSDAP wäre ebenfalls keine Verharmlosung des Nationalsozialismus.

Die Feinde der Juden, die Israel vernichten wollen, beabsichtigen keinesfalls, den Nahen Osten vom Faschismus zu befreien. Sie wollen den Faschismus stärken, weil sie Faschisten sind! Um dem Westen zu gefallen, verstellen sie sich und geben vor, den Faschismus zu bekämpfen.

Ich stimme nicht mit Ihnen überein, dass die Position des Aachener Friedenspreises der seiner stellvertretenden Vorsitzenden widerspricht. Ein Friedensaktivist ist ein Mensch, der primär den Frieden will. Das bedeutet nicht, dass er ein Gegner der Menschenrechte oder ein Anhänger der Tyrannei ist. Auch muss ein Friedensaktivist den Genozid nicht gutheißen. Doch wenn er nur eines wählen darf, so wird der Friedensaktivist sich für den Frieden und gegen die Menschenrechte aussprechen, was jedem einsichtig wird, der die Aktivitäten Aachener Friedensorganisationen verfolgt. Dass die Zeiten schlecht sind und man sich nur für Eines entscheiden darf, belegt schon die Tatsache, dass es Friedensaktivisten gibt.

Betrachtet man unvoreingenommen die Aachener Friedensszene, so stellt man fest, dass die verbale Sehnsucht nach Frieden mit dem Hass auf Israel, vulgo Antisemitismus, gepaart ist. Friedenssehnsucht und Antisemitismus scheinen sich gegenseitig zu bedingen, zu stützen. Deshalb halte ich Ihre Aufforderung an den Aachener Friedenspreis, sich von Frau Veronika Thomas-Ohst zu trennen, da sie eine Position bezogen habe, die außerhalb der Friedensbewegung liege, nicht für schlüssig. Die Position von Frau Veronika Thomas-Ohst ist ein integraler Bestandteil der Aachener Friedensszene! Die Zukunft des Aachener Friedenspreises wird durch Frau Veronika Thomas-Ohst nicht gefährdet, sonder gesichert!

Viele Aachener halten den Aachener Friedenspreis für eine friedliebende unterstützenswerte Organisation. Weniger, weil sie durch ihre Verfasstheit nicht anders können, mehr, weil sie auf Grund ihrer gesellschaftlichen Position nicht anders wollen, unabhängig ihrer Religionszugehörigkeit.

Die Trennung von Frau Veronika Thomas-Ohst würde dem Aachener Friedenspreis helfen, wenn Sie das Beispiel des Kinderschänders vor Augen haben, der durch Kastration von seinen Leiden befreit wird. Ziehen Sie einem Tiger einen Zahn, wird er nicht zum Vegetarier mutieren.

 

Mit friedlichen Grüßen

Dr. Nathan Warszawski

Jüdischer Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Aachen


Samstag, 26 November 2011






Diese inferioren Bettelbriefe gewisser staatlich subventionierter Partikularkreise zeigen, wie sehr Frau Thomas-Ohst ins Schwarze getroffen hat.



hey links äh eichman auch wieder unterwegs, stimmt es eigentlich, das dein von dir verehrter opa im kz-dachau lagerleiter war?