Evangelische Volkskirche (EKD) zur Christenverfolgung Weghören, Wegsehen, Wegducken

Evangelische Volkskirche (EKD) zur Christenverfolgung

Weghören, Wegsehen, Wegducken




Ökologismus und Kulturrelativismus statt Nächstenliebe predigen* Auf der Webseite Christen und Christinnen bei den Grünen steht folgender Satz:

„Christliche Ethik als Leitlinie alltäglichen, verantwortlichen Handelns gebietet es geradezu, sich an den Maximen grüner Politik zu orientieren“

 Lesen Sie das Zitat noch einmal genau durch! Wer orientiert sich da an wem? Unglaublich.

 Doch nun zum Thema : Ich traute meinen Ohren kaum, als ich vor zwei Tagen im MDR hörte, dass die Mitteldeutsche Kirche der EKD über ihre politisch äußerst korrekte Bischöfin Ilse Junkermann (Bildmitte bei ihrer Amtseinführung 2009, links Bayerns Landesbischof Johannes Friedrich [„Gewalt bringt keinen Frieden“] **, rechts Ulrich Fischer, Vorsitzender des Präsidiums der Union Evangelischer Kirchen (UEK); Quelle verlautbaren lies, sie wolle zu einer Ethik des Genug finden.

 

Doch gemach : Mit Ethik des Genug war nicht gemeint, dass es endlich genug sei mit dem Schweigen der Kirche zum Abschlachten ihrer Glaubensgeschwister weltweit durch konsequent agierende Anhänger der „Religion des Friedens“.

 

Nein, es ging vielmehr darum, dass man in der EKD Mitteldeutschland ein Programm starten will, das durch einen geringeren Energieverbrauch den Ausstoß von einer Million Kilogramm Kohlendioxid einsparen soll.

 

Hallelujah!

 

Das Klima will sie also retten, die selbstgerechte EKD.

 

Wenn man schon keine Erkältung verhindern kann muss man wenigstens eine Pandemie eindämmen. Das ist immer noch wohlfeiler und wesentlich bequemer, als mittels des eigenen feisten Bauches und dessen Resonanzfunktion ein Wort über ermordete Christen weltweit im islamischen Machtbereich seit Jahrzehnten zu verlieren.***

 

Passte auch gut zu Silvester, denn der schweflig-moralinsaure Sermon des alljährlichen Aufrufes Brot statt Böller war in der Vergangenheit auch ein ganz tolles Unterfangen, das angeblich die Menschen zum Innehalten ermahnen sollte. Schließlich gönnt man sich selbst ja sonst vieles und seinen Angestellten wenig bis nichts, oder irre ich mich da?

 

"Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan" (Mt 25, 40)

 

Die EKD (nicht die [evangelischen] Christen allgemein!) versagt hier seit Jahrzehnten auf ganzer Linie, was den Einsatz für ihre Geschwister weltweit betrifft - mit einer lobenswerten Ausnahme diesmal, auch wenn man wie Präses Schneider anlässlich des mörderischen Anschlags auf Kopten in Ägypten wieder faselt, dass Hunger und Armut Ursache für Christenverfolgungen in islamischen Ländern wären.

 

Bei der EKD verweist man gerne auf „Stille Diplomatie“, wenn sie auf ihre Feigheit angesprochen wird, was mutiges Eintreten für Mitchristen weltweit betrifft. Ex-EKD-Chef Huber kennt sich da besonders gut aus. Lesen Sie mal hier nach, wie er seine Mullah-Gastgeber hofierte.

 

Und Präses Schneider, Nachfolger Margot Käßmanns im „Amt“, hat natürlich wieder eine geniale Antwort, die uns in die Untiefen sozialen Elends der islamischen Hemisphäre führt :

 

Wie schrecklich entlarvend doch dieser Blick auf unsere westliche "Sklavenhalterkultur" ist!

 

Nostra Culpa!

 

In Frustration und Depression vieler Menschen aufgrund schlechter Lebensverhältnisse sieht der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, einen Nährboden für die zunehmende Verfolgung von Christen.

 

Unbedingt gebotener Perspektivwechsel, lieber Glaubensbruder Schneider :

 

Die Laxheit und flaggelantische Selbstverliebtheit der EKD hat Tradition - angefangen vom Schweigen und Mitmachen im Dritten Reich, der feigen Hintergehung und des schäbigen Verrats ihrer in kommunistischen Gefängnissen dahinsiechenden und zu Tausenden ermordeten Glaubensgeschwister bis hin zur immer noch ausbleibenden und längst überfälligen Benennung des türkischen Genozids an den Armeniern, die ja "nur" Orthodoxe“ waren, also nicht einmal halb so viel wert wie alle anderen Glaubensschafe in den eigenen Reihen, die man sogar der Euthanasie preisgab.

 

Was soll man da schon viel an Empathie und entschlossenem Eintreten für Christen weltweit von Vertretern einer offiziellen Evangelischen Kirche erwarten, die jeden Jota ihrer so genannten Verkündigung für eine marktgerechte Sebstinszenierung verwendet?

 

Hat sie noch immer nicht verstanden, was ihre Gemeinde will - nämlich die klare Verkündung des Evangeliums und keine pädagogisierende Couch-Potato-"Theologie", die nur daran ausgerichtet ist, so viel Feministen wie möglich ins Pfarramt zu bringen und damit der 68-er-Theologie zum Durchbruch zu verhelfen, die sich das "exegetische" Motto Gott ist tot an die Fahnen ihres unsäglich peinlichen "Wir-machen-mit-und-sind-bunt"- Säkularismus an die Fahnen geheftet hat?

 

Abschließend noch ein Wort zu Bischöfin Junkermann :

 

Es steht mir hier nicht zu, ihre Person zu bewerten. Ich würde auch nicht zulassen, wenn andere Menschen bei mir ähnlich verfahren würden; und es wäre auch nicht fair.

 

Aber eine Frage muss erlaubt sein :

 

Warum spricht Frau Junkermann über ihr Lieblingsthema Klima [kterium] ausgerechnet dann, wenn ihre Mitchristen in Alexandria von Muslimen abgeschlachtet werden?

 

Vielleicht darum und deshalb?

 

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*Ich beschäftige mich hier nach dem Motto „Zuerst vor der eigenen Kirchentüre kehren“ in erster Linie mit Versäumnissen und Lieblosigkeiten meiner eigenen Kirche. Was bei der katholischen Kirche und den Orthodoxen passiert, dürfen/sollen andere Leser und Blogschreiber kommentieren, auch wenn’s mich da ebenfalls gehörig in den Fingern jucken würde.

 

**An das Bayerische Sonntagsblatt und Bischof Friedrich hatte ich damals einen offenen Brief geschrieben, der leider unbeantwortet blieb.

 

Ich hatte Friedrich gefragt, ob etwa eine Million GI’s, die in beiden Weltkriegen ihr Leben für die Befreiung Europas gelassen hatten, das ähnlich sehen würden wie er und der Gewalteinsatz dieser Menschen, die als zukünftige Familienväter (im Schnitt 21 Jahre alt und die Zukunft noch vor sich) nicht auch seiner und unserer Zukunft gedient hätten.

 

***Ich nehme hier ausdrücklich evangelische Freikirchen aus, möchte aber hinzufügen, dass manche Freikirchen aggressive Missionsarbeit in Israel betreiben, was auch nicht in Ordnung ist.

 

Hier noch eine Google-Suche zur Christenverfolgung

 

Bernd Dahlenburg


Freitag, 07 Januar 2011






Ich selbst mit Mitglied einer evangelischen Landeskirche und bedaure ebenfalls die Ignoranz vieler -gut dotierter- leitender "Amtsträger" in Bezug auf Christenverfolgungen und Israels Probleme. Herr Schneider sollte sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, was Sklavenhaltung anbetrifft: In etlichen diakonischen Einrichtungen und Kirchengemeinden werden "Ein-Euro-Jobber" beschäftigt, denen man keine Festanstellung in Aussicht stellen kann....

Bin Presbyter einer Kirchengemeinde und erschrocken darüber, wie viele andere Presbyter und auch Pfarrer ihr Amt als "Job" wahrnehmen. Sie könnten ebenso gut in einem Verein oder einer Partei sein. Mit einem persönlichen Verhältnis zu Jesus Christus wollen/können sie nichts anfangen. Der Fairness halber muss ich ausdrücklich sagen, dass dies nicht in allen Kirchengemeinden so ist. Andernorts gibt es geistig sehr lebendige Gemeinden.

Leider rennt die Volkskirche häufig der Politik, sprich der Welt, hinterher und versucht sie auch noch zu überholen.....



Immer noch besser als weltfremd der eigenen reinen Lehre zu huldigen.

Taliban gibt es in jeder Religion. Und überall mehr als genug.



Nozrim schrieb:

<i>Leider rennt die Volkskirche häufig der Politik, sprich der Welt, hinterher und versucht sie auch noch zu überholen.....</i>

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Stimmt. genau so ist es. Lauwarm halt...

Viele Amtsträger haben auch Angst um ihre "Reputation" und letztendlich um ihren Arbeitsplatz.

Aber das lasse ich als Argument nicht gelten, auch wenn sich die Kirchen diakonisch respektive karitativ effektiv einsetzen.