Holocaust-Verharmlosung: Nein, Muslime sind nicht `die neuen Juden´

Holocaust-Verharmlosung: Nein, Muslime sind nicht `die neuen Juden´


Synagogen müssen von Polizisten beschützt werden - Moscheen nicht.

Von Dushan Wegner

Wer Islamkritik mit der industriellen Ermordung von Juden vergleicht, der hat im „besten“ Fall „den Schuss nicht gehört“ – im schlimmsten Fall versucht er hier, mittels „jew-washing“ reale interkulturelle Probleme zu verschleiern.

Haben Sie davon gehört – Vorsicht, bitte, es folgt bitterste, uneigentlich gemeinte und verzweifelte Ironie! – haben Sie also davon gehört, als in Nizza ein Jude mit dem LKW in Menschen hineinfuhr, weil er ein Zeichen gegen die Verderbtheit des Westens setzen wollte? Oder der Jude in Berlin, der in den vollbesuchten Weihnachtsmarkt fuhr? Nervt es Sie auch, dass nun überall Beton-Poller aufgestellt werden, weil man fürchtet, dass immer wieder einzelne Juden ihren Glauben missverstehen und daraufhin mit dem LKW in Menschenmengen fahren? Ist Ihnen auch aufgefallen, wie viele Juden jeden anderen Menschen zum Judentum missionieren wollen, doch in Ländern, wo es ihnen gelingt, es dann regelmäßig zu Armut und Gewalt kommt, so dass Juden in andere Länder migrieren, wo einige von ihnen dann wieder missionieren? Irritiert es Sie auch, wie Frauen, die eine liberale Synagoge aufmachen, unter Polizeischutz arbeiten müssen, zum Schutz vor anderen Juden? Haben Sie auch gemerkt, wie das Glaubensbekenntnis der Juden, „Schma Jisrael“, manchen Nicht-Juden zusammenzucken lässt, weil es leider immer wieder der tödlichen Gewalt gegen „Ungläubige“ vorangeht?

 


Mittwoch, 17 Oktober 2018