Seenotrettung? Nein, Schlepperei!

Seenotrettung? Nein, Schlepperei!


Am Wochenende hat es wieder Demonstrationen gegeben mit der Forderung, die sogenannte Seenotrettung meist deutscher Privatunternehmen als humanitären Akt anzuerkennen und ihnen das Privileg zuzubilligen, sich an kein Gesetz und kein Recht halten zu müssen. Was die Demonstranten wollen, ist eine Art humanitärer Totalitarismus zur Beförderung von Empathie und Humanität.

Von Vera Lengsfeld

 

Jeder, der schon einmal ein Foto der Schlauchboote gesehen hat, die randvoll mit “Flüchtlingen” bepackt manövrierunfähig im Mittelmeer herumtreiben, kann sehen, dass sie nicht seetüchtig sind, sondern nur auf die Abholung durch die “Retter” warten. Hierzu hat Boris Palmer eine Gastbeitrag für kath.net verfasst:

http://www.kath.net/news/mobile/64275

 

„Das ist bewusst geschaffene Seenot, keine Rettung“!

 

Tübingen (kath.net) “Je mehr die Linke uns beleidigt, desto mehr Bürger geben uns die Stimme” – Salvini, Lega Chef, Hafen-Schließer

 

Die Lega hat historische Siege in den Rathäusern der Toskana errungen, die immer links regiert waren. Wie Siena, das ich 2007 mit dem Rad besucht habe, weil es fast Tübingens Partnerstadt geworden wäre.

Das Phänomen ist leider überall in Europa gleich. Links meint man im Besitz der Wahrheit über Humanität und Flucht zu sein und treibt damit die Leute den Rechten so lange zu, bis sie die Macht haben.

 

In Berlin gibt es gerade Demos für Seenothilfe gegen Seehofer. Origineller Text. Aber am Rand wurde ich dreimal hintereinander erst erkannt und dann sofort beschimpft: “Palmer verpiss dich!” “Hau ab, du scheiß Rassist!” “Verschwinde, du rassistisches Arschloch!”


Da kann man nur Tucholsky zitieren: Denn sie wissen nicht, was sie tun. Sofort-Beschimpfung mit anschließender Gesprächsverweigerung. Angeblich human begründete moralische Überlegenheit als Immunisierung gegen Argumente.

 

Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen der deutschen Hypermoral, die Boote im Mittelmeer finanziert und dem Sieg der Rechten in Siena und der Toskana: Die so genannten Rettungsschiffe kreuzen kurz vor der lybischen Küste und nehmen dort die Migranten auf, die von Schleppern in Boote gesetzt werden, die keine 20km fahren können. Das ist bewusst geschaffene Seenot, keine Rettung. Es soll eine Situation geschaffen werden, die dazu zwingt, die Überfahrt nach Europa zu gestatten.

 

Deshalb fahren diese Boote nach Italien, berufen sich auf internationales Recht und überlassen die Migranten den Marktplätzen und Parks Italiens. Und das haben sie jetzt so lange gemacht, bis Siena fiel und Salvini Minister wurde. Nichts anderes ist die Ursache. Wer es nicht glauben will: Der Wahlkampf in Italien drehte sich nur um Flüchtlinge. Seit Salvini die Häfen sperrt, explodiert die Zustimmung zur Lega.

 

Moralisch mag das ja alles von höchstem Wert sein. Aber die Resultate sind ein Desaster. Und übrigens: Frankreich und Spanien lehnen es ab, statt Italien der Hafen für diese Schiffe zu werden. Frankreich weist auch Asylbewerber zurück, die von Italien kommen.

 

Seenotrettung statt Seehofer ist also in Wahrheit ein Plädoyer, so lange auf dem moralischen Ross weiter zu reiten, bis so viele Staaten und Städte in die Hände der Rechten gefallen sind, dass Europa nicht mehr wieder zu erkennen ist.

 

Wollt ihr das?

 

Und weil es sonst hier wieder ausartet: Diejenigen, die alle Migranten als Invasoren beschimpfen, die von einer Marionettenregierung reden, für die Flüchtlinge automatisch Vergewaltiger sind, die über Umvolkung reden und von 5% Muslimen in Deutschland den Untergang des Abendlandes ableiten, die machen genau denselben Fehler: Sie verweigern die Diskussion und die Wahrnehmung der komplexen Wirklichkeit und besorgen damit das Geschäft ihrer Gegner. Die Extreme rechts und links schaukeln sich gegenseitig immer weiter auf, ohne Rücksicht auf Verluste und eigene Ziele.

 

Lasst uns endlich zur Vernunft kommen und nüchtern über Probleme und Lösungen diskutieren! Wir können uns diese Auseinandersetzungen nicht mehr leisten.

 

Boris Palmer ist Politiker beim Bündnis 90/Die Grünen. Vor seiner Zeit als Oberbürgermeister von Tübingen (Baden-Württemberg) war er Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg gewesen.

 

Buchtipp


Wir können nicht allen helfen
Ein Grüner über Integration und die Grenzen der Belastbarkeit
Von Boris Palmer
Hardcover, 256 Seiten
2017 Siedler
ISBN 978-3-8275-0107-3
Preis Österreich: 18.50 EUR

 

 

Link zum Thema:

 

Vera Lengsfeld, Publizistin, war eine der prominentesten Vertreterinnen der demokratischen Bürgerrechtsbewegung gegen die "DDR"-Diktatur, sie gehörte 15 Jahre dem Deutschen Bundestag als Abgeordnete der CDU an. Vera Lengsfeld publiziert auch in der Achse des Guten und in der Jüdischen Rundschau.

 


Dienstag, 10 Juli 2018






Sehr geehrter Boris Palmer, wo ist die Alternative? "Wollt Ihr Das?", ja natürlich, wenn es der einzige Weg ist das uns bescherte Chaos zu egalisieren wollen wir das.

Männer, die ihren (blondhaarigen Töchtern) zum 18. Geburtstag und zum bestandenen Abitur ein Auto vor die Tür stellen können und sie somit unterwegs in Sicherheit wissen, können sich auch den Luxus leisten, über (muslimische) Migration zu diskutieren. Männer deren (blondhaarige) Töchter an Bushaltestellen stehen um zu ihrer Ausbildungsstelle zu gelangen und dort schon am frühen Morgen oder am späten Abend, wenn sie von der Schicht kommen, übelst beleidigt werden (und das schon lange vor 2015 und mitten in Bayern!) Väter dieser Töchter bleibt nichts anderes übrig als zu wählen. Die diskutieren nicht mehr. Worüber auch? Sie versuchen auf ihre Art den "Einzelfall" Tochter zu verhindern. Ich wünsche den Grünen und auch Boris Palmer noch einen weiteren glücklichen Aufenthalt in ihrer Heidi-di-deidi-Welt.Besser wäre es, sie würden rechtzeitig aufwachen und die Sorgen aller Menschen, die ihnen durch ihr Regierungsamt anvertraut sind, ernst nehmen.

Grob geschätzt - zuverlässiges Zahlenmaterial habe ich nicht gefunden - kamen letztes Jahr über 150.000 Migranten über das Mittelmeer nach Europa, wovon etwa 2%, also etwa 3000 arme Seelen ertranken, die vorher noch viel Geld für die Überfahrt bezahlten. Der schwedische Volkswirt Tino Sanandaji vertrat schon Ende 2015 in einem seiner Vorträge (leider nur auf Schwedisch in Youtube) über die Kosten der Flüchtlingswellen eine markante These. Er bezeichnete dieses System aus angeblich humanitärer Flüchtlingspolitik, menschenverachtenden Schlepperbanden und einer als Seenotrettung kaschierten Fluchthilfe schonungslos und treffend als "Todes-Lotterie". Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sowohl die verantwortlichen Politiker als auch die NGOs, die sich als Taxidienst an dieser angeblichen Seenotrettung beteiligen, des einfachen Zusammenhangs nicht bewusst sind. Wären sie an der Rettung von Menschenleben wirklich interessiert, würden sie die Migranten auf kürzestem Weg sofort wieder in Afrika an Land bringen, womit sich die Zahl der Flüchtenden - und damit der Toten - drastisch reduzieren würde. Statt 3000 Tote jährlich in Kauf zu nehmen, wäre es in letzter Konsequenz humaner ein Kontingent von beispielsweise 100.000 Einreisevisa zu verteilen, mit denen die Migranten sicher, bequem und vergleichsweise kostengünstig per Flugzeug nach Europa einreisen könnten. Es spräche dann kaum etwas dagegen als Einreiseschwelle Visum-Gebühren in der Größenordnung der andernfalls anfallenden Kosten für die Flucht zu verlangen. Aber die Politik will das nicht. Denn dann erscheint es zu offensichtlich, dass wirtschaftliche Gründe für die Flucht einer eh schon wirtschaftlich besser gestellten Schicht der Hauptgrund sind, wobei sich die wirklich Armen und Hilfsbedürftigen eine Ausreise überhaupt nicht leisten könnten. Und es fehlen vor allen Dingen die dramatischen und heroischen Bilder auf der Mattscheibe, welche die Hilfsbedürftigkeit durch Krieg und Verfolgung suggerieren sollen. Es ist der Wahnsinn eines Systems einer durch Sensations-Journalismus geförderten Politik, die den Tod abertausender Menschen offenbar billigend in Kauf nimmt, um sich anschließend mit humanitären Großtaten brüsten zu können. Wer versucht Zusammenhänge aufzudecken, muss als Reflex mit dem moralisierenden Vorwurf des Rassismus und Populismus rechnen. Um eine echte Hilfe für Afrika geht es offenbar überhaupt nicht.

Seenotrettung!?? Das ist keine Seenotrettung, das ist Schlepperei in Reinkultur! Ich bin nicht gewillt für Gäste, die ich nicht eingeladen habe zu bezahlen! Sollen doch die, die so begeistert dafür stehen, die Zeche übernehmen! Nicht wahr Herr Palmer!

Die 5% sind ja wohl ein Witz. Unter den Neugeborenen in NRW Grossstaedten duerften wohl schon 30% muslimische Eltern haben - und im Ruhrgebiet noch mehr (siehe Zahlen des statistischen Landesamts). Und das noch mit steigender Tendenz. Wie kann man das nicht als "Umvolkung" bezeichnen? Ob uns das Wasser derzeit nur bis zur Oberkante Unterlippe reicht - oder schon weit hoeher steht kann ich nicht beurteilen. Grund, den Untergang des Abendlandes zu befuerchten, haben wir jedenfalls allemal.

@5Volker: " Wie kann man das nicht als "Umvolkung" bezeichnen?" Manche finden das dufte. "Umvolkt uns! Warum das deutsche Volk abgeschafft werden sollte.-Niemand, der einigermaßen alle Maschen am Zaun hat, würde ihm eine Träne nachweinen." Hätte der "Autor" solch Dünnschiss in irgendeinem anderen Land von sich gegeben...Standgericht! Link: https://www.huffingtonpost.de/entry/umvolkt-uns-deutsches-volk-muss-abgeschafft-werden_de_5b439482e4b048036ea12cf8

Übrigens, die Schwachmaten die Samstags in Berlin und anderswo für die "Seenotrettung" der Asyltouristen auf die Strasse gegangen sind, hatten einflussreiche Gönner..."„Seebrücke“-Demos von Bundesregierung und Soros gesponsert" Link: https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/seebruecke-demos-von-bundesregierung-und-soros-gesponsert-a2489743.html?text=1

Hier mal ne richtige Seebrücke. Und die endet? na? Richtig! Im offen Meer. Ein Schelm, wer....https://www.google.de/search?hl=de&biw=1093&bih=460&tbm=isch&sa=1&ei=VeVEW-n4EubO6AThlLPYCg&q=seebr%C3%BCcke+zingst&oq=seebr%C3%BCcke&gs_l=img.1.5.0i67k1j0l9.34732.34732.0.37195.1.1.0.0.0.0.131.131.0j1.1.0....0...1c..64.img..0.1.129....0.5acQoNFyDOg#imgrc=bExLISW0UodRXM: