Merkel: Weiter enge Zusammenarbeit mit Großbritannien in Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik

Merkel: Weiter enge Zusammenarbeit mit Großbritannien in Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik


Der Austritt Großbritanniens bedeute eine große Veränderung in der Europäischen Union, denn bisher sei noch nie ein Land ausgetreten, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem neuen Video-Podcast. Die verbleibenden 27 Mitgliedstaaten hätten sich vorgenommen, "aus dieser Krise auch eine Chance zu machen und die Europäische Union stärker und handlungsfähiger zu entwickeln", so Merkel.

Mit Großbritannien gehe ein wirtschaftlich wichtiges und starkes Land aus der EU, das auf Wissenschaft, Forschung und Innovation setze. "Deshalb hoffe ich, dass da auch eine Partnerschaft und eine zukünftige Zusammenarbeit bleibt", sagt die Kanzlerin. Fehlen werde der Einsatz Großbritanniens für freien Welthandel, Multilateralismus und auch Bürokratieabbau.

 

Wie die Beziehungen in der Außen- und Sicherheitspolitik künftig aussehen, hänge auch von den Vorstellungen Großbritanniens ab. Klar bleibe aber: "Wir werden in der Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik weiter sehr sehr eng zusammenarbeiten", sagt Merkel, sie werde alles dafür tun, dass "wir weiter als Partner in der Welt auftreten". Dies betreffe die gemeinsame Mitgliedschaft in der NATO, aber auch gemeinsame Positionen beim iranischen Nuklearabkommen oder bei den Minsker Gesprächen für Sanktionen gegenüber Russland. "Und wir brauchen uns als Sicherheitspartner beim Außengrenzenschutz und auch bei vielen Missionen in Afrika."

 

 

Foto: Angela Merkel (Foto: By א (Aleph) [CC BY-SA 2.5 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], from Wikimedia Commons)


Samstag, 30 Juni 2018