Die EU und das Abbas-Regime: Mitverantwortung

Die EU und das Abbas-Regime:

Mitverantwortung


Die Europäische Union nimmt das Ende des Ramadan zum Anlaß, mit einer erneuten Großspende ihre Verbundenheit mit den »Palästinensern« zu demonstrieren. Angeblich für besonders arme Menschen hauptsächlich in Gaza bestimmt, hat Brüssel dem Regime in Ramallah 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt: »Für Menschen in einer schwierigen Lage in angespannten Zeiten«.

Den Europäern scheint in ihrer Großzügigkeit allerdings ein Fehler unterlaufen: Sie stellten sich ganz offensichtlich nicht die Frage, ob der Despot in Ramallah diese Finanzspritze überhaupt braucht. Denn tatsächlich spart sein Regime derzeit doch mächtig auf Kosten der ärmeren Teile der Bevölkerung Gazas. So weigert die PA sich seit Monaten, medizinischen Nachschub zu beschaffen.

 

Und seit ein paar Tagen herrschte in Gaza eine noch größere Stromnot, wären nicht gegen den erklärten Willen Ramallahs die Ägypter eingesprungen, mit Kraftstofflieferungen jene Ausfälle ein wenig zu kompensieren, die von Abu Mazens Behörde in Israel bestellte Kürzungen der Versorgung Gazas mit Strom verursachen. Wer also so spart, sollte selbst die Mittel für Geschenke haben.

 

Und ohne Zweifel könnte Ramallah noch mehr sparen: Nach Schätzungen des Jerusalem Center for Public Affairs gab das PLO-Regime allein 2016 über 303 Millionen Dollar aus, um in Israel inhaftierte »palästinensische« Terroristen und Familien von »Märtyrern« zu »entschädigen«, was übrigens beinahe einem Drittel (29,6%) der internationalen Hilfen im gleichen Zeitraum entspricht.

 

Mit ihren Millionen lindert die Europäische Union Nöte, die Ramallah alleine bewältigen können müßte. Wer dreistellige Millionenbeträge für Terroristen ausgeben kann, sollte Sozialprogramme für wirklich Bedürftige locker finanzieren können. Wer die PA, die ganz offen für ihre Terror-Prämien wirbt, dennoch finanziell unterstützt, macht sich zum Komplizen, zur Komplizin dieser Praxis.

 

 

tw_24


Sonntag, 25 Juni 2017