Abbas zu den Ereignissen in München: Heuchler

Abbas zu den Ereignissen in München:

Heuchler


Mit Bestürzung soll Abu Mazen auf das reagiert haben, was am vergangenen Abend München erschütterte und auch über die Stadtgrenzen hinaus noch einige Zeit bewegen dürfte. Wie die amtliche Zeitung Al-Hayat Al-Jadida berichtet, verurteilte der »Palästinenserpräsident« die Bluttat und versicherte Überlebenden und Angehörigen der Opfer sowie Deutschland seiner Anteilnahme.

Wie schon nach der Mordfahrt eines Attentäter im französischen Nizza versucht der Chef des Regimes in Ramallah auf diese Weise, um Sympathien für sich zu werben. Er stellt sich als Mensch dar, der mitfühlt, wenn andere leiden, als Staatsmann, der – natürlich – terroristische Gewalt ablehnt. Tatsächlich entlarvt seine prompte Anteilnahme den wahren Charakter Abu Mazens.

 

So sehr er sich nämlich müht, als Mensch wahrgenommen zu werden, der Achtung vor Gesundheit und Leben anderer hat, so wenig kann er verbergen, daß er genau das nicht ist. Trotz zahlreicher Bitten israelischer und anderer Politiker hat Abu Mazen nämlich noch immer nicht den Mord eines »Palästinensers« an einer Dreizehnjährigen in Kiryat Arba vor drei Wochen verurteilt.

 

Während Experten für die Bekämpfung von Terrorismus überzeugt davon sind, der »Präsident« der PA könne mit einigen deutlichen Worten zumindest zu einer Stagnation antijüdischen Terrors beitragen, weigert Abu Mazen sich nachgerade demonstrativ, auf entsprechende Bitten zu reagieren – eine Verweigerung, die erst recht auffällt, kommentiert er blutige Ereignisse in Europa.

 

Und so entlarvt sich der Despot, der in Israel inhaftierte Terroristen als »Kämpfer für Freiheit und Frieden« feiert und mit seiner PLO auch finanziell seine Wertschätzung ihrer Verbrechen zum Ausdruck bringt, immer wieder als Heuchler. Bedauerlich ist zugleich, daß sich niemand die Anteilnahme dieses »Engels des Friedens« verbittet. Sie entwürdigt die Opfer und verhöhnt sie.

 

 

tw_24


Samstag, 23 Juli 2016