Was ist so wichtig an Jerusalem?

Was ist so wichtig an Jerusalem?


Am 9. Av 586 v.Chr. zerstörte Nebukadnezar, der König von Babylon, die Stadt Jerusalem und den ersten Tempel. Vor 41 Jahren, am 28. Iyar 1967, im Sechstagekrieg, gewann Israel die Kontrolle über das biblische Ostjerusalem wieder, einschließlich des Tempelbergs.

von Tzemach News Service

 

Israel hatte zum ersten Mal nach mehr als 2000 Jahren die vollständige Kontrolle über die gesamte Stadt. Innerhalb weniger Tage gab Verteidigungsminister Moshe Dayan die Kontrolle über den Tempelberg zurück an die Muslime, während Israel die Souveränität über ihn behielt. Dreizehn Jahre später verabschiedete Israel das „Grundsatzgesetz Jerusalem“, in dem es erklärte: „Jerusalem, vollständig und vereinigt, ist die Hauptstadt Israels.“

 

Wenn das oben Angeführte in irgendeinem anderen Staat geschehen wäre, hätte es nicht viel Aufmerksamkeit im Rest der Welt angesammelt. Aber es geschah nicht in irgendeinem anderen Staat. Es geschah in Israel. Deshalb ist die gesamte Welt in Aufruhr.

 

Am 29. November 1947 – sechs Monate vor der Ausrufung des Staates Israel – verabschiedete die UNO die Resolution 181 (II). Einer der Hauptpunkte dieser Resolution war die Einrichtung Jerusalems als ein „corpus separatum“ (eine „separate vertragliche Körperschaft“). Das bedeutete im Grundsatz, dass die UNO die Stadt Jerusalem vom Rest der Welt abtrennte und eine separate Verwaltung für sie schaffte. Das ist nie vorher in der Geschichte getan worden. 1950 verabschiedete die UNO das „Statut für die Stadt Jerusalem“, in dem die Regularien für die Verwaltung Jerusalems durch die UNO festgesetzt wurden. Sie würde eine „internationale Stadt“ sein; sie würde keine Verbindung zu einem Staat oder einer Regierung haben und von ihr kontrolliert werden außer durch die UNO.

 

Warum sollte die Welt um eine alte Stadt wie Jerusalem so besorgt sein? Sie liegt etwa 50km von der Küste entfernt. Sie hat keine natürlichen Ressourcen. Sie ist zum größten Teil auf den Ruinen früherer Bauwerke gebaut. Was macht sie so wichtig, dass die UNO sie von allen anderen Städten oder Staaten der gesamten Welt absetzen würde?

 

Interessant ist der Aspekte, dass Jerusalem für andere Staaten nie wichtig gewesen ist, außer wenn sie wichtig für Israel war. Als Israel begann im späten 19. Jahrhundert in großer Zahl in das Land zurückzukehren, begannen die Nationen sich zu regen. Nur etwas mehr als 50 Jahre später verabschiedete die UNO sein „Statut für Jerusalem“.

 

Die Bedeutung Jerusalems liegt in seinem spirituellen Aspekt, nicht in seiner physischen Gestalt. Es ist eine Stadt, die für den Heiligen Israels lebt und auf Ihn antwortet. Gott erklärt Hesekiel, wie Er Gnade mit Jerusalem hatte, wie er es segnete und einen Bund mit ihm schloss (Hes. 16,6-14). Jeremia beklagt das Elend und das Leid, nachdem Gott es richtete (Klagelieder 1,1-22). Trotzdem erklärte Gott, dass Er Jerusalem nicht vergessen wird; Er wird einen ewigen Bund mit ihm schließen (Hes. 16,60-63). Jerusalem ist nach Gottes Wort das Zentrum der Erde (Hes. 5,5). Seine ganze Existenz belegt ständig, dass es einen Gott gibt und dass Er jedermann richten und für seine Taten verantwortlich machen wird.

 

Gott hat erklärt, dass Jerusalem der Ort ist, von dem aus Er regieren wird: „Zu jener Zeit wird man Jerusalem nennen ‚Des HERRN Thron‘“ (Jer. 3,17). Es ist Jerusalem, zu dem Jesus in der Herrlichkeit des Vaters zurückkehren wird (Apg. 1,11; s. auch Hes. 43,1-4). Der Herr sagt, dass Er „von Liebeseifer für Jerusalem und Zion entbrannt“ ist (Sach. 1,14). Viele der Propheten sprachen von der Rückkehr des Herrn nach Jerusalem. Der Herr erklärte durch Sacharja: „Ich will mich wieder Jerusalem zuwenden mit Barmherzigkeit, und mein Haus soll darin wieder aufgebaut werden, spricht der HERR Zebaoth“ (Sach. 1,16a; s. auch Sach. 2,12 und 8,3). Vor mehr als 4000 Jahren verstand Abraham die Bedeutung der Stadt, als er erklärte, dass der Berg Moriah, im Zentrum Jerusalems, der Ort sein würde, wo man den Herrn sieht (1. Mose 22,14).

 

Aber Gott verkündete auch, dass Jerusalem ein Problem für die Nationen der Welt sein werde: „Siehe, ich will Jerusalem zum Taumelbecher zurichten für alle Völker ringsumher, und auch Juda wird’s gelten, wenn Jerusalem belagert wird. Zur selben Zeit will ich Jerusalem machen zum Laststein für alle Völker. Alle, die ihn wegheben wollen, sollen sich daran wund reißen; denn es werden sich alle Völker auf Erden gegen Jerusalem versammeln.“ (Sach. 12,2-3) Der Herr gab auch die Warnung seines Gerichts gegen die, die gegen Jerusalem ziehen: „Und zu der Zeit werde ich darauf bedacht sein, alle Heiden zu vertilgen, die gegen Jerusalem gezogen sind“ (Sach. 12,9); „Und dies wird die Plage sein, mit der der HERR alle Völker schlagen wird, die gegen Jerusalem in den Kampf gezogen sind: ihr Fleisch wird verwesen, während sie noch auf ihren Füßen stehen, und ihre Augen werden in ihren Höhlen verwesen und ihre Zungen im Mund.“ (Sach. 14,12)

 

Jerusalem ist dem Heiligen Israels wichtig. Es ist der Ort, den Er gewählt hat um inmitten seiner Schöpfung zu verweilen. Es ist auch der Ort, an dem er die Nationen richten wird.

 

Klingt dieses Szenario bekannt? Es sollte. Es geschieht in unserer Zeit. Buchstäblich alle Nationen der Welt versammeln sich gegen Israel. Die Linie ist im Sand gezogen. Es ist das Volk Gottes, das gegen alle Nationen der Welt steht. Auf welcher Seite wirst du sein? Dies ist nicht die Zeit, sich auf dem Zaun aufzuhalten. Jetzt ist die Zeit, Stellung zu beziehen. Bete für den Frieden Jerusalems, denn durch seinen Frieden wird der Frieden in die Welt kommen. Zieh in die Schlacht; zieh die volle Rüstung Gottes an. Bezieh Stellung und sieh das Heil des Herrn.

 

 

 

Übersetzt von Heplev - Foto: Soldaten der IDF beten an der Kotel ("Klagemauer"), nachdem im Sechs-Tage-Krieg 1967 die israelischen Streitkräfte des Ostteil Jerusalems sowie die Landesteile Judäa und Samaria von der jordanischen Besatzung befreien konnten (Foto: By Israel Defense Forces (IDF Soldiers at the Western Wall) [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons)


Sonntag, 11 März 2018