Die Wahrheit zu israelischen `Siedlungen´

Die Wahrheit zu israelischen `Siedlungen´


Resolution 2334 des UNO-Sicherheitsrats hat israelische Gemeinden, die nach 1967 in den umstrittenen Gebieten gebaut wurden, als `Siedlungsvorhaben´ herausgegriffen und auf sie als zentrales Hindernis für Frieden im Nahen Osten verwiesen – nicht der Verfall von Tunesien und Libyen, auch nicht die Unruhen in Ägypten und dem Irak, ebenso wenig die mörderische Hetze der palästinensischen Autonomiebehörde oder die gewalttätig organisierte antiisraelische Einseitigkeit der europäischen Linken oder gar die Jihad-/Völkermordaktivitäten der Kräfte des Islamischen Staats.

von Frieda R.F. Horwitz

 

Nein, die Gewalt und das Fehlen von Frieden im Nahen Osten ergeben sich einzig aus dem Wunsch jüdischer Israelis in ihre historische Heimat in den umstrittenen Gebieten zurückzukehren. Offenbar ist eine internationale Amnesie eingetreten, so dass Land, das von Israel 1967 gewonnen wurde und das in der UNO-Resolution 242 als „umstrittene Gebiete“ bezeichnet wird, heute in UNO-Resolution 2334 „besetzt“ genannt wird. Nach dem Völkerrecht können daher die umstrittenen Gebiete, die von 1948 bis 1967 unter jordanischer Jurisdiktion standen und seit der Auflösung des Osmanischen Reichs nie souveränes Territorium irgendeines Staates waren, nicht als „besetzt“ betrachtet werden. Dieses Land war nach 1918 nie Teil eines souveränen Staates; Jordanien annektierte dieses Land nach 1948 nicht, auch wurde Arabern, die dorthin flohen, nachdem sie im Krieg von 1948 kämpften, nicht die Staatsbürgerschaft gewährt.

 

Einfach ausgedrückt: Es gibt kein anderes umstrittenes Gebiet in der Welt, das nie als unabhängiges Souveränität bekannt war, das international als „besetzt“ bekannt ist – außer Land, das aktuell unter der Kontrolle des Staates Israel steht. Gershon Baskin erklärte früher dieses Jahr, dass das schwierigste Thema zwischen den Israelis und den Palästinensern eines des Narrativs ist. Aber Narrative haben leider nichts mehr mit Fakten zu tun – nur persönliches Narrativ, so theoretisierte Michel Foucault, revolutionieren die Geschichte, als er erklärte, dass es keine fakten gibt, sondern nur persönliches Narrativ.

 

Aber um nur ein furchtbares Beispiel eines falschen Narrativs anzuführen: Die PA nannte den 29-jährigen amerikanischen Ex-Soldaten Taylor Force einen israelischen Siedler! Trotz der Tatsache, dass der beim Terroranschlag in Jaffa getötete US-Bürger als amerikanischer Student identifiziert wurde, wurde er Siedler genannt, um seine Ermordung zu rechtfertigen! Das heißt: jeder, der als Siedler bezeichnet wird, kann aufgrund seines Wohnortes berechtigterweise ermordet werden. Und es gab keinen Aufschrei in der europäischen Presse oder durch die Obama-Administration – weil das palästinensische Narrativ zu  Siedlern und Besatzung als wahre Tatsachen, nicht als Meinung akzeptiert wird.

 

Ein weiteres völlig falsches Narrativ war die Grundlage für das Leitungsgremium der UNESCO und seine Abstimmung am 28. April 2016 und erneut 2017. Die Abstimmung bestreitet jegliche Beziehung der Juden oder des Judentums zum Tempelberg; er wurde nur mit dem islamischen Begriff „Haram al-Scharif“ benannt. Die Resolution bestreitet die Gültigkeit der Bibel, des Neuen Testaments und des Koran. Tatsächlich vermerkt ausgerechnet der Koran selbst die jüdische Verbindung zum Tempelberg und gewährt dem jüdischen Volk Rechte im Heiligen Land.

 

Aber um US-Senator Daniel Moynihan zu zitieren: „Jeder hat den Anspruch auf seine eigene Meinung, aber nicht auf seine eigenen Fakten.“ Das aktuelle, verquaste palästinensische Narrativ zur Besatzung ist Meinung, nicht Fakt. Es gab vor 1948 kein palästinensisches Gebilde. So wie Territorien des Osmanischen und des Österreich-Ungarischen Reiches in Europa in separate Staaten unterteilt wurden, wurde es auch mit Territorien des Osmanischen Reichs in der Region des Nahen Ostens gemacht. Diese Ländereien wurden 1918 der Kontrolle des britischen Mandats übergeben und in der Folge von den Vereinten Nationen in drei Teile geteilt: 67% des Mandats Palästina östlich des Jordan wurden zum haschemitischen Königreich Jordanien; dem zionistischen Staat Israel wurden 18% des britischen Mandats Palästina gegeben und der Rest für arabische Bewohner reserviert, die vor 1948 in diese Gegend kamen.

 

Aber Resolution 2334 des UNO-Sicherheitsrats erklärt kategorisch, dass die UNO „keinerlei Veränderungen zu den Linien vom 4. Juni 1967 anerkennen wird, einschließlich bezüglich des besetzten Jerusalem, wenn die Seiten sich nicht über Verhandlungen darüber einigen.“ Das mit lautet die Forderung an Israel zu den Waffenstillstandslinien von 1949 zurückzukehren, die nie als anerkannte Grenzen betrachtet wurden.

 

Die Europäische Union und die Obama-Administration der USA nannten alle nach 1967 gebauten jüdischen Gemeinden „illegale Siedlungen in besetztem Land“, einschließlich Vierteln im Jerusalem nach 1967. Doch nach Angaben der türkischen Volkszählung von 1875 bildeten Juden bereits damals eine Mehrheit der Bevölkerung Jerusalems; bis 1905 stellten sie zwei Drittel der Einwohner der Stadt – eine Realität, die bis 1949 fortbestand. Aber in dieser UNO-Resolution wurde kein Unterschied für die uralte jüdische Gemeinde in Jerusalems Altstadt gemacht, die dort seit Jahrhunderten eine überwältigende Mehrheit stellte. Tatsächlich wurden jüdische Häuser in der Altstadt von arabischen Familien aus Hebron 1949 illegal besetzt, die als illegale Hausbesatzer dort einzogen – diese muslimisch-arabischen Personen sollten von der gerade zitierten internationalen Definition „illegale Siedler“ genannt werden – nicht die 1967 wiederhergestellte jüdische Gemeinde, die nach keiner Definition „Besatzer“ genannt werden können.

 

Resolution 2334 traf keine Unterscheidung für das Viertel Silwan, das 1885 von jemenitischen Juden gegründet und Schiloach genannt wurde. Von den Briten in den 1930-er Jahren infolge arabischer Gewalt gewalttätig vertrieben, werden ihre Häuser heute an Juden zurückgegeben, ebenso die dortige uralte Synagoge. Die Resolution machte auch keinen Unterschied für das Land der Gemeinde N’vei Yaakov, leeres Land, das die amerikanischen Mizrachi-Frauen 1924 kauften.

 

Egal, dass das heute als Gilo bekannte leere Land von einer Gruppe junger jüdischer Anwälte, darunter Dov Yosef (später einer der Berater David Ben-Gurions) vor dem Ersten Weltkrieg gekauft wurde. Als das Land 1967 von den Jordaniern zurückgewonnen wurde, wurde es seinen Eigentümern zurückgegeben. Plötzlich ist Gilo, integraler Bestandteil Gesamtjerusalems, als jüdische Siedlung betrachtet. Diese Resolution gründet eindeutig auf einem verzerrten, kurzsichtigen Narrativ – das seine Grundlage weder in Fakten noch irgendeiner historischen Realität hat.

 

Wenn wir uns dem Rest des Mandats Palästina zuwenden, können wir die Statistiken der Encyclopedia Britannica von 1910 verwenden, die die Bevölkerungszahl [Jerusalems] für dieses Jahr als 60.000 angibt, von denen 40.000 Juden waren. Juden kauften Land abwesenden Landbesitzern Land im Jesreel-Tal, das 1897 zwei Personen gehörte, eine davon der türkische Sultan.

 

Im Palestine Royal Commission Report (S. 279) veröffentlichte Statistiken deuten auf ein bemerkenswertes Phänomen hin: Palästina, bis dahin ein Gebiet arabischer Auswanderung, rückte erst nach dem Ersten Weltkrieg in den Blickpunkt für arabische Einwanderung; Grund war die jüdische Entwicklung [des Landes], die attraktive neue Arbeitsplätze schuf. Der Bericht gibt keine präzisen Gesamtzahlen zu arabischer Immigration zwischen den beiden Weltkriegen, aber Schätzungen schwanken zwischen 60.000 und 100.000. (Für diese Information habe ich dem Gatestone Institute zu danken.)[1]

 

Selbst der Gazastreifen, nie ein sonderlicher Ort für zionistische Besiedlung, hatte seit Jahrhunderten  jüdische Gemeinschaften und mindestens zwei kleine, alteingesessene jüdische Gemeinden: Gaza Stadt und Kfar Darom, die während der Zeit des britischen Mandats (1917 – 1948) gegründet und nach 1967 wiederhergestellt wurden. Sowohl Juden als auch Araber, von der osmanischen Armee während des Ersten Weltkriegs evakuiert, kehrten hinterher zurück. Die jüdischen Einwohner verließen sie erst 1949 – macht das nicht alle arabischen Einwohner, die sich auf Land von Kfar Darom niederließen, zu „illegalen Siedlern“?

 

Alles in allem expandierte das nichtjüdische Element in Palästinas Bevölkerung (ohne die Beduinen) zwischen 1922 und 1929 um mehr als 75 Prozent. Diese Araber sollten aufgrund derselben Regeln, die auf jüdische Israelis angewandt werden, als „illegale Siedler“ betrachtet werden. Damit haben sehr wenige sogenannte palästinensische Araber langjährige historische Verbindungen zu diesem Land, außer in ihrem politisierten, verlogenen Narrativ.

 

Während des Zweiten Weltkriegs nahm die arabische Bevölkerung weiter zu, wie das Review Information Paper No. 6 der UNRWA (vom September 1962) belegt: es konstatiert, dass man weiß, dass – insbesondere während des Zweiten Weltkriegs – beträchtliche Zuzüge von Menschen stattfanden. Während die arabische Bevölkerung in mehrheitlich arabischen Gemeinden zwischen den beiden Weltkriegen nur leicht (wenn überhaupt) anstieg, schoss die arabische Bevölkerung in jüdischen Städten in Palästina in dieser Zeit in die Höhe, weit über die Rate der natürlichen Zunahme hinaus: Jerusalem berichtete eine Zunahme von 97 Prozent; Jaffa hatte eine Steigerung um 134 Prozent; und Haifas arabische Bevölkerungsexplosion verzeichnete eine Zunahme um 216 Prozent.

 

Wie konnten also 20.000 arabische Einwohner im Jahr 1910 in vermutete 600.000 arabische Flüchtlinge im Jahr 1948 explodieren? Welche verzerrten Statistiken werden genutzt, um diese unrealistische Zahl zu erklären, die sich in eine dritte und vierte Flüchtlingsgeneration vervielfacht hat, mit denen ein enorm aufgeblasenes UNRWA-Budget gerechtfertigt wird? Keine anderen Flüchtlinge der Welt sind je in die dritte und vierte Generation unterhalten worden – gewiss nicht die von der UNO oder irgendeiner anderen Organisation unterstützten.

 

Tatsächlich lebten 1967 in Jerusalem 200.000 Juden und 66.000 Araber. 2016 hatte Jerusalem 870.000 Einwohner, davon 37% Araber. Wie viele muslimische Araber in Jerusalem könnten illegale Siedler genannt werden, wendet man die Bestimmungen für jüdische Personen an, da sie nach 1967 gekommen sind? Ist jede Gemeinde eine Siedlung?

Typischerweise wird eine Stelle, die zuvor unbewohnt war, wo eine neue Gemeinde angesiedelt wird, manchmal als eine Gemeinde definiert, die auf Land gebaut wird, an dem die Bewohner keinen rechtlichen Anspruch haben.

 

„Siedler auf besetztem Land“ muss auf jedermann angewandt werden, ungeachtet der Rasse oder Religion; oder auf niemanden – da das nur zu einem einseitig-rassistischen, diskriminierenden Begriff geworden ist, der den Aussichten auf einen verhandelten Frieden im Nahen Osten schadet. Nur von palästinensischen Araber genutzt, um die Morde an den Familien Schijveschurrder, Hatuel und Fogel oder Kindern wie Kobi Mandel und Yosef Ischran und Shalhevet Pass zu genehmigen, ist er zu einem Zerrbild geworden und muss aus dem zivilisierten Dialog getilgt werden.

 

[1] s. auch: Joan Peters: From Time Immemorial. The Origins oft he ARab-Jewish Conflict Over Palestine.

 

 

Übersetzt von Heplev


Mittwoch, 08 November 2017





Recht oder Unrecht ist für die UNO, ganz besonders aber für die Moslems, eine Sache der Deffinition und nicht des Rechts. Das Recht ist für Moslems eine biegsame Angelegenheit die nach den jeweiligen Bedürfnissen verbogen wird wie man es braucht. Man denke einfach an Nordzypern, da kann die UNO mal versuchen ihr "Recht" durchzusetzen, viel Spaß, aber die beschäftigen sich ja lieber damit den Tempelberg als moslemisches Heiligtum seit Menschengedenken zu titulieren.