Sechstagekrieg: Amerikanische Waffen und erfundene Vertreibungen

Sechstagekrieg: Amerikanische Waffen und erfundene Vertreibungen


Schreiben von MENAwatch an den österreichischen Kurier zu einem Bericht über den Sechs-Tage-Krieg.

Sechstagekrieg: Amerikanische Waffen und erfundene Vertreibungen

Sehr geehrter Herr Kramar,

 

in Ihrem Kurier-Artikel über den Sechstagekrieg („Triumph mit Folgen“) schreiben Sie, der israelische Sieg über die arabischen Armeen sei „als Folge konsequenter militärischer Planung und natürlich amerikanischer Waffen“ nicht überraschend gewesen. Das ist nicht zutreffend: Bis zum Sechstagekrieg spielten Waffen aus den USA für die israelische Armee nur eine untergeordnete Rolle. Primärer Waffenlieferant war vielmehr Frankreich, das im unmittelbaren Vorfeld des Sechstagekrieges in einem ersten Schritt der Abwendung von Israel, dem noch weitere folgen sollten, ein allgemeines Waffenembargo über den Nahen Osten verhängte. Unter dem hatte in erster Linie Israel zu leiden, während arabische Staaten wie Ägypten und Syrien weiter umfangreiche Militärhilfe aus der Sowjetunion erhielten. Erst nach 1967 stiegen die USA zum wichtigsten Waffenlieferanten für Israel auf. Weiters schreiben Sie von einer „Vertreibung Hunderttausender Palästinenser aus dem Westjordanland“. Auch das stimmt nicht: Zwar gab es einige Fälle, in denen Araber zum Verlassen ihrer Wohnorte gezwungen wurden, eine „Vertreibung Hunderttausender Palästinenser“ hat aber schlicht nicht

 

stattgefunden.

Mit freundlichen Grüßen,
Mag. Florian Markl
Mena Watch – der unabhängige Nahost-Thinktank


Dienstag, 13 Juni 2017






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