Jerusalemer Tunnelfriedhof für internationalen Design-Preis nominiert

Jerusalemer Tunnelfriedhof für internationalen Design-Preis nominiert


Ein Jerusalemer Tunnelfriedhof ist für einen internationalen Design-Preis nominiert. Die Stätte, die ähnlich wie ein Bienenstock aufgebaut ist, soll Platz für mehr als 20.000 Gräber bieten. Damit ist sie auch Lösung für ein nicht zu unterschätzendes Problem Jerusalems.

Jerusalemer Tunnelfriedhof für internationalen Design-Preis nominiert

Eine Ruhestätte der besonderen Art: Der sich derzeit im Bau befindliche Tunnel-Friedhof im Har Hamenuhot-Friedhof im Jerusalemer Viertel Givat Schaul kommt international gerade groß raus. Das Konstrukt ist im Finale eines Design-Wettbewerbs für unterirdische Bauten in der Kategorie Innovation. Die Konkurrenten sind ein Lager-Masterplan für den Hong Konger Untergrund und eine Bahnhaltestelle untertage in Istanbul. Das berichtet das israelische Wirtschaftsmagazin „Globes“.

 

Der Friedhof im Untergrund der israelischen Hauptstadt soll eine Kapazität für 23.025 Gräber bieten. Damit kann er Jerusalem helfen, den Bedarf an Ruhestätten vorübergehend zu lindern, da der Platz immer knapper wird. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf 50 Millionen Dollar.

 

Projekt in der Umsetzungsphase

 

Die International Tunneling and Underground Space Association (ITA), der internationale Dachverband für Tunnel- und technischen Untertagebau, ist auf jeden Fall begeistert von dem Projekt, dessen Bau 2015 begann. Am 15. November will die Gesellschaft bei der ITA-Konferenz in Paris den Gewinner bekanntgeben.

Der unterirdischen Bestattungskomplex ist eine gemeinsame Initiative der Jerusalemer Bestattungsgesellschaft und dem Unternehmen Rolzur Tunneling, das sich zuvor auf Untergrundbau für das Verteidigungsministerium spezialisiert hatte.

 

Arik Glazer, der Leiter von Rolzut Tunneling, erklärte in einem Gespräch mit der Tageszeitung „Jerusalem Post“, dass die Bestattungen in bereits rund einem Jahr beginnen könnten. „Das Projekt schreitet planmäßig voran. [...] Mehr als 60 Prozent des Tunnels sind bereits ausgegraben. Das Design ist fertig und in Kürze werden wir die verschiedenen Bauten innerhalb der Höhlen errichten.“ 

 

Die Wände des Schachtes werden in der Art eines Bienenstockes für die Bestattung verwendet. Öffnungen am Fuße des Hügels erlauben den direkten Zugang zu dem 15 Meter hohen Netzwerk von Grabtunneln. Durch den Tunnel kann man sich zu Fuß bewegen, kleine Golfwagen sollen auch denjenigen einen Transport ermöglichen, die schlecht zu Fuß sind.

 

 

 

Von: mab - israelnetz / Foto: Jüdischer Friedhof auf dem Ölberg: In Israel fehlt zunehmend der Platz für Gräber. Eine Lösung sind Friedhöfe untertage.
Foto: Israelnetz/Elisabeth Hausen


Dienstag, 07 November 2017






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