Documenta 14 eröffnet in Kassel

Documenta 14 eröffnet in Kassel


Grütters: `Zeitgenössische Kunst- Seismograph des Zustandes der Welt´

Ab morgen lädt die 14. documenta an ihrem traditionellen Standort in Kassel zum Ausstellungsbesuch ein. Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärte vorab: „Alle fünf Jahre eröffnen uns die internationalen Künstlerinnen und Künstler auf einer der weltweit bedeutendsten Ausstellung für zeitgenössische Kunst die enorme Bandbreite ihres aktuellen und kreativen Schaffens. Sie konfrontieren uns hier unmittelbar mit den drängenden Fragen unserer Zeit. Inspirierend, verstörend, aufrüttelnd: all diese Eindrücke hinterlässt die documenta bei ihren Besuchern – so sind sie Spiegel all derjenigen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen, vor denen die Welt steht. 


Die 14. documenta geht dabei noch einen Schritt weiter und trägt uns an ihrem zweiten Schauplatz in Athen seismographisch hinein in die gesellschaftspolitischen, sozialen und wirtschaftlichen Verwerfungen, die es für uns alle in Europa und der Welt zu überwinden gilt. Und weil es richtig ist, dass Kreative immer wieder den Finger in die Wunde legen, aufdecken und anmahnen, ist es wichtig ihnen Raum zu bieten, genau diese künstlerischen Standpunkte darzulegen.“

 

Rund 200 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt zeigen auf der documenta an 35 in ganz Kassel verteilten Ausstellungsorten ihre Arbeiten. Die Kulturstaatsministerin wird sich auf einem gemeinsamen Rundgang mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, dessen griechischen Amtskollegen Prokopis Pavlopoulos, dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier und der griechischen Kulturministerin Lydia Korniodou ein Bild von dem hunderttägigen Ausstellungsparcours machen.

 

Die documenta zählt zu den bedeutendsten Ausstellungen für zeitgenössische Kunst weltweit. Seit ihrer ersten Ausgabe im Jahr 1955 findet sie in einem Turnus von fünf Jahren statt. Künstlerischer Leiter der aktuellen Ausgabe ist Adam Szymczyk. Das Motto der Schau lautet „Von Athen lernen“. In Athen ist die Ausstellung bis zum 16. Juli, in Kassel bis zum 17. September 2017 zu sehen. Die von der

Kulturstaatsministerin finanzierte Kulturstiftung des Bundes fördert die documenta 14 mit 4,5 Millionen Euro.
Weitere Informationen unter www.documenta14.de


Sonntag, 11 Juni 2017