Neues Wissenschafts- und Restaurierungszentrum in Potsdam eingeweiht

Neues Wissenschafts- und Restaurierungszentrum in Potsdam eingeweiht


Grütters: `Zentrum steht für gelebten Kulturföderalismus´

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat heute bei der Einweihungsfeier des Wissenschafts- und Restaurierungszentrums der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) in Potsdam die Bedeutung der SPSG für den Erhalt des preußischen Kulturerbes gewürdigt: „Wenn Decken und Fußböden bröckeln, Tapeten Falten schlagen oder in den prachtvollen Gemächern buchstäblich die Fetzen fliegen, sind sie gefragt: Die ‚Schönheitschirurgen der Schlösser‘ tragen dazu bei, dass die Residenzen und Einrichtungen so originalgetreu wie möglich erhalten bleiben, um nachfolgenden Generationen preußische Geschichte und das Hofleben der Hohenzollern an Originalschauplätzen zu vermitteln. Um optimale konservatorische und restauratorische Voraussetzungen für den Erhalt unseres preußischen Kulturerbes zu schaffen, wurde das neue Wissenschafts- und Restaurierungszentrum errichtet, unter dessen Dach Werkstätten und Archive aus verschiedenen Schlössern und Nebengebäuden der Stiftung zusammengeführt sind. Bei der Jahrhundertaufgabe der Sanierung der Schlösser und Gärten ist nun ein weiterer Meilenstein erreicht.“

Finanziert wurde der Neubau mit einem Gesamtvolumen in Höhe von rund 31 Millionen Euro aus dem Sonderinvestitionsprogramm für die preußischen Schlösser und Gärten. Dies hatte der Bund gemeinsam mit den Ländern Brandenburg und Berlin für die Jahre 2008 bis 2017 aufgelegt, um bedeutende Denkmäler der Berliner und Potsdamer Schlösserlandschaft vor dem Verfall zu retten, aber auch um die Depot- und Arbeitsstättensituation zu verbessern.

 

Mit Blick auf die erfolgreiche Kooperation zwischen Bund und beiden Ländern betonte die Staatsministerin: „Das ‚Sonderinvestitionsprogramm‘ für die Preußischen Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburgs steht vorbildhaft für einen gelebten Kulturföderalismus: Vor zehn Jahren haben wir mit insgesamt 155 Millionen Euro gemeinsam damit begonnen, den jahrelangen Investitionsstau aufzulösen und schon einigen Schloss- und Parkanlagen zu neuem Glanz verholfen. Weil sich der Bund auch weiterhin zu seiner Verantwortung für den Erhalt des preußischen Kulturerbes bekennt, verhandeln wir gerade mit den Ländern Berlin und Brandenburg über ein Folgeabkommen. Dank der großen Unterstützung meiner Kolleginnen und Kollegen im Deutschen Bundestag wird der Bund dafür bis zu 200 Millionen Euro zur Verfügung stellen – vorausgesetzt, Berlin und Brandenburg geben zusammen dieselbe Summe dazu.“


Das Wissenschafts- und Restaurierungszentrum in Potsdam wurde seit September 2013 denkmalgerecht auf dem Gelände des ehemaligen Hans-Otto-Theaters errichtet. Das Gebäude fasst künftig auf rund 10.000 Quadratmetern verschiedene wissenschaftliche Einrichtungen, Archive und Restaurierungswerkstätten der SPSG an einem Ort zusammen.

 

Der Entwurf für den Neubau geht auf den Berliner Architekten Volker Staab zurück. In Anwesenheit der Kulturstaatsministerin Monika Grütters und der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Dr. Martina Münch, übereichte Volker Staab heute feierlich den Schlüssel an den neuen Hausherren, dem Generaldirektor der SPSG, Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh.

 

Weitere Informationen: www.spsg.de


Donnerstag, 08 Juni 2017