Grütters zur Eröffnung des Theatertreffens 2017

Grütters zur Eröffnung des Theatertreffens 2017


Theater sind Spiegelrume gesellschaftlicher Auseinandersetzungen und kultureller Werte

Anlässlich der Eröffnung des 54. Theatertreffens im Haus der Berliner Festspiele am Samstag erklärt die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters:

„Das Theatertreffen bekräftigt einmal mehr die große gesellschaftliche Bedeutung des deutschen Theaters mit einer virtuosen und innovativen Schauspiel- und Inszenierungskunst. Diese künstlerische Vielfalt, wie wir sie hier erleben, ist immer stärker als populistische Einfalt. Wo Popuplisten aus der Abwertung Andersdenkender politischen Profit für ihre nationalistische Ideologie schlagen wollen, kann auf der Bühne sichtbar werden, was Menschen bei aller Verschiedenheit verbindet. Gerade in Zeiten von Hassparolen und ‚fake news‘ können Theater als Spiegelräume der Gesellschaft öffentlich kritische Debatten führen, Konflikte verhandeln, unsere kulturellen Werte mit der Wirklichkeit konfrontieren und so zur Toleranz und Verständigung beitragen.“

Grütters weiter: „Wie reich und vielfältig unsere Theaterlandschaft in Deutschland ist, habe ich einmal mehr bei meiner jüngsten Theaterreise durch ostdeutsche Länder erlebt. Auf diesen Schatz kann die Kulturnation Deutschland stolz sein – und es gilt ihn unbedingt zu pflegen und zu bewahren. Dazu werde ich auch in diesem Jahr den Theaterpreis des Bundes vergeben – als Unterstützung für kleine und mittlere Bühnen, die mit viel Herzblut und persönlichem Einsatz dafür sorgen, dass es auch in der sogenannten Provinz ein großartiges Kulturangebot auf hohem professionellen Niveau gibt.“

Das Theatertreffen präsentiert seit 1964 jährlich die zehn bemerkenswertesten Theaterinszenierungen der Saison im deutschsprachigen Raum. Die Auswahl aus rund 400 Inszenierungen trifft eine unabhängige Jury. Das Festival, das von den Berliner Festspielen veranstaltet wird, findet in diesem Jahr vom 6. bis 21. Mai statt. Es eröffnet mit der Aufführung des Stückes „Drei Schwestern“ von Anton Tschechow, einer Produktion des Theaters Basel, in der Inszenierung von Simon Stone. Das Theatertreffen wird jährlich mit 1,9 Mio. Euro über die Kulturstiftung des Bundes gefördert.


Samstag, 06 Mai 2017