Nahost: Status quo

Nahost:

Status quo


Auf Aussagen prominenter »Palästinenser« sollte man sich nicht ohne Skepsis verlassen.

Status quo

Das mußte jetzt Rex Tillerson erfahren, Außenminister in der Regierung Donald J. Trumps. Unter Berufung auf die »Regierung« in Ramallah überraschte er in einer öffentlichen Anhörung des Senatskomitees für Auswärtige Angelegenheiten über die Finanzen seines Ministeriums mit einer frohen Botschaft.

 

»[Die Palästinenser] haben ihre Praxis geändert«, inhaftierten Terroristen oder »Märtyrerfamilien« regelmäßig »Löhne« zu bezahlen, so der Politiker, »wir haben ihnen deutlich zu verstehen gegeben, daß das für uns nicht akzeptabel ist«. Präsident Donald J. Trump und er selbst hätten in Gesprächen mit »Präsident« Abu Mazen diese Botschaft vermittelt und entsprechende Zusagen erhalten.

 

Was wohl einer kleinen Sensation gleichgekommen wäre, währte nur kurz: Neben der Regierung in Jerusalem, die am Wahrheitsgehalt »palästinensischer« Versprechen zweifelte, wies Ramallah den Gedanken an ein Ende der Belohnungen zurück. »Ich weiß«, erklärte Funktionär Issa Qaraqe, »daß die Löhne in diesem Monat gezahlt wurden, und ich weiß, daß sie nächsten Monat gezahlt werden«.

 

Früher »Gefangenenminister«, steht Issa Qaraqe heute dem »Gefangenenkomitee« der PLO vor, einer Art Tarnorganisation, die die tatsächliche Beteiligung der »Regierung« in Ramallah an der Finanzierung und Glorifizierung von Terroristen verschleiern soll. Ähnlich wie er äußerte sich nach Angaben der Zeitung Haaretz Qadura Fares, Direktor des »Clubs palästinensischer Gefangener«.

 

Und so bleibt es also wohl dabei: Sofern das Regime in Ramallah, das übrigens keine Skrupel zu haben scheint, für die medizinische Versorgung von »Palästinensern« vorgesehene Gelder zu streichen, nicht spürbar unter Druck gesetzt wird, unterstützt es die, die es als »Vorbilder« ansieht. Auf gutes – oder auch: lautes – Zureden allein, so seine Botschaft, will und wird es nicht reagieren.

 

 

tw_24


Donnerstag, 15 Juni 2017






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