Iranische Waffenlieferungen in den Jemen

Iranische Waffenlieferungen in den Jemen


Der oberste amerikanische Admiral im Nahen Osten erklärte am Montag, der Iran sei weiterhin dabei, illegal Waffen und Technologie in den Jemen zu schmuggeln, schüre dort den Bürgerkrieg und ermögliche es den von ihm unterstützten Aufständischen, das benachbarte Saudi-Arabien mit Raketen von zunehmender Präzision und Reichweite zu beschießen.

Dem Iran ist wiederholt vorgeworfen worden, dass er eine Partei in dem Krieg im Jemen durch Waffenlieferungen fördert. Die Huthi-Rebellen aus dem Norden des Landes vertrieben die Regierung 2014 aus der Hauptstadt Sana’a.

Vizeadmiral Kevin M. Donegan zufolge unterstützt der Iran die Huthis mit einem immer leistungsfähigeren Arsenal an Anti-Schiff-Raketen und ballistischen Raketen, tödlichen Seeminen und Sprengbooten. Mit diesen Waffen haben sie alliierte Schiffe im Roten Meer und saudisches Territorium nördlich der jemenitisch-saudischen Grenze angegriffen. Die Vereinigten Staaten, die jemenitische Regierung und ihre Verbündeten haben das mit Vergeltungsschlägen beantwortet und Gebiete entlang der Küste von den Huthis zurück erobert, um so die Auswirkungen auf die internationale Schifffahrt zu begrenzen. Das Problem besteht aber weiter fort, so der Admiral.

 

‚Vor dem Konflikt gab es diese Waffentypen im Jemen nicht’, erklärte Admiral Donegan. ‚Man muss kein Genie sein, um drauf zu kommen, dass die Huthis nicht nur diese Waffensysteme, sondern vermutlich auch die dazugehörige Ausbildung und Beratung [von außen] erhalten haben.

 

 

New York Times / Übersetzt von MENA Watch


Freitag, 22 September 2017