Kulturpolitik für eine Kultur der Verständigung

Kulturpolitik für eine Kultur der Verständigung


Kulturstaatsministerin Grütters eröffnet 9. Kulturpolitischen Bundeskongress

Kulturpolitik für eine Kultur der Verständigung

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, hat in Berlin den 9. Kulturpolitischen Bundeskongress zum Thema „WELT.KULTUR.POLITIK. Kulturpolitik und Globalisierung“ eröffnet. Dabei unterstrich sie die Bedeutung der Kulturpolitik für eine weltoffene, pluralistische Gesellschaft: „Anliegen der Kultur- und Medienpolitik der Bundesregierung ist es, eine Kultur der Verständigung zu fördern – in der Erinnerungspolitik ebenso wie beim Schutz des kulturellen Erbes oder in der Förderung der künstlerischen Avantgarde. Verständigung erfordert einerseits ein Bewusstsein der eigenen Identität - Klarheit darüber, was uns ausmacht als Deutsche und als Europäer. Denn nur wer das Eigene kennt und wertschätzt, kann auch dem Fremden Raum geben, ohne sich dadurch bedroht zu fühlen, und nur, wer sich begründet abgrenzen kann, ist imstande, unsere demokratischen Werte zu verteidigen. Verständigung erfordert andererseits aber auch, das Verbindende über das Trennende stellen zu können, das Menschliche über die Unterscheidung zwischen gläubig und ungläubig, zwischen deutsch und nicht-deutsch, zwischen weiblich und männlich, zwischen muslimisch und christlich.“

 

Monika Grütters erklärte weiter: „Kunst, Kultur und auch die Medien ermöglichen uns Lernerfahrungen, die ein friedliches Miteinander unterschiedlicher Lebensweisen, Traditionen und Weltanschauungen immer wieder aufs Neue erfordern. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Selbstvergewisserung und zur Auseinandersetzung mit der eigenen Identität. Nicht umsonst hat Deutschland, das sich diese zivilisatorischen Errungenschaften nach der nationalsozialistischen Barbarei mühsam wieder erarbeiten musste, die Freiheit der Kunst und der Presse in den Verfassungsrang erhoben.“

 

Der Kulturpolitische Bundeskongress wird alle zwei Jahre von der Kulturpolitischen Gesellschaft veranstaltet. Der Kongress, der sich jeweils einem aktuell relevanten kulturpolitischen Thema widmet, wird mit 45.000 Euro aus dem Haushalt der Staatsministerin für Kultur und Medien gefördert.


Donnerstag, 15 Juni 2017






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