Israel hilft anderen Ländern bei der Bekämpfung der Wüstenbildung

Israel hilft anderen Ländern bei der Bekämpfung der Wüstenbildung


Unter Wüstenbildung oder Versteppung versteht man die Degeneration zu trockenen, halbtrockenen und subhumiden Gebieten als Folge menschlicher Einwirkung, des Klimawandels und verschiedener weiterer Faktoren.

Israel hilft anderen Ländern bei der Bekämpfung der Wüstenbildung

Dadurch verschlechtern sich auch die Ernten und, damit einhergehend nimmt die wirtschaftliche Situation der Bauern ab. Besonders in den ärmeren Gegenden von Entwicklungsländern führt dies häufig zu Hunger, Konflikten und Massenemigration.

Im Jahre 1994 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 17. Juni zum „Weltweiten Tag zur Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre“, um das öffentliche Bewusstsein für die Problematik zu steigern. Der Tag wird seit 1995 begangen. Der Weltweite Tag zur Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre stellt eine einmalige Gelegenheit dar, jedem und jeder in Erinnerung zu rufen, dass der Wüstenbildung effektiv entgegengetreten werden kann, dass Lösungen möglich sind, und dass die wichtigsten Instrumente, um dieses Ziel zu erreichen, in der Stärkung von Community-Teilhabe und Kooperation auf allen Ebenen liegen.

In ihrem Schreiben zum diesjährigen Tag zur Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre erklärte die Leiterin des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD): „… in diesem Jahr ruft die Konvention dazu auf, den Fokus darauf zu legen, das Leben in ländlichen Gemeinden für junge Menschen lebenswert zu machen. Nun, da die Weltbevölkerung auf neun Milliarden zusteuert, werden in Afrika 200 der 300 Millionen jungen Menschen, die in den kommenden 15 Jahren ins Berufsleben einsteigen, in ländlichen Gegenden wohnen. Lassen Sie uns dafür sorgen, dass junge, ländliche Bevölkerungsgruppen bessere Wahlmöglichkeiten haben. Wir brauchen Richtlinien, die es jungen Menschen ermöglichen, degradiertes Land zu besitzen und zu rehabilitieren. Es gibt beinahe 500 Millionen Hektar früher fruchtbaren Ackerlands, das aufgegeben wurde. Lassen Sie uns jungen Menschen die Möglichkeiten geben, diese natürlichen Schätze zu neuem Leben zu erwecken und in die Produktion mit einzubinden. Wenn wir Zugang zu neuen Technologien und zum benötigten Wissen bereitstellen, können sie ihre Widerstandsfähigkeit gegen extreme Wetterkonditionen, wie etwa Trockenheit, erhöhen. Stehen ihnen die richtigen Mittel zur Verfügung, können sie die Hungrigen sattmachen und neue grüne Wirtschaftssektoren entwickeln. Des Weiteren können sie einen Markt für ländliche Produkte entwickeln und Gemeinden revitalisieren. Wenn auf die richtige Weise in Boden, rurale Infrastruktur und Kompetenzweiterbildung investiert wird, könnte die Zukunft glänzend aussehen. Wir müssen ein klares Signal senden, dass richtig verwaltetes Land nicht nur genügend abwerfen wird um über die Runden zu kommen, sondern gar ein Ort sein kann, an dem Individuen und Gemeinden eine Zukunft aufbauen können.“

Israel kümmert sich besonders um die so wichtigen Punkte der internationalen Entwicklungszusammenarbeit im Kampf gegen Wüstenbildung und Entwicklungen in trockenen Gebieten, indem es internationale Kooperationsprogramme in den Bereichen Fortbildung, Projektentwicklung und Forschung durchführt. Dies ist mit einigem Aufwand in den Gebieten verbunden, wie etwa Anpassung an Klimaveränderungen, Bodenerosion, Versalzung, Grundwasserhandhabung und Bewaldung.

Als Unterzeichner des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) stellt Israel den betroffenen Ländern in Afrika, Zentralasien und Lateinamerika Technologien zur Verfügung, die unter den extremen Bedingungen der Negev-Wüste getestet wurden. Mit diesem Prozess der Wissensweitergabe hat Israel bereits in den späten Fünfzigerjahren des vorigen Jahrhunderts begonnen. Der größte Teil der israelischen Entwicklungszusammenarbeit beruht auf technischer Hilfestellung und der Weitergabe von israelischer Fachkenntnisse, Technologien und Kompetenzen durch Beratungsleistungen, dem Aufbau von Fähigkeiten und Ausbildungstätigkeiten, sowohl in Israel wie auch in Partnerländern. Zu Israels ausgewiesenen Fachkompetenzen zählen Wasseraufbereitung und -verwaltung, Bewässerung, Landwirtschaft unter dürren Bedingungen, Bodenerosion und Versalzung, Abschwächung von und Anpassung an Klimawandel und Neuaufforstung. Umfangreiche Forschung und Entwicklung, sowie jahrzehntelange praktische Erfahrung im Umgang mit Trockengebieten ermöglichen es Israel, anderen Ländern zu helfen.

MASHAV, Israels Agentur für internationale Entwicklungszusammenarbeit, hat sich seit 1957 aktiv an der Organisation von Schulungen und Wissensübermittlung beteiligt. Im Jahre 2016 führte die Agentur mehr als 20 Lehrgänge für Experten zahlreicher Länder zu Themen wie Bekämpfung von Wüstenbildung, Wasserhandhabung, Auswirkungen von Klimaveränderungen auf Landwirtschaft, Aufforstung und Bewässerungstechniken durch.

Außerdem hat MASHAV insgesamt 40 „Vor-Ort“ Fortbildungsveranstaltungen in China, der Mongolei, Vietnam, Laos, Indien, den Philippinen, Bosnien und Herzegowina, Honduras, Kolumbien, Äthiopien, Kamerun, Togo, Süd-Sudan, Kenia, Nigeria und Ghana mit mehr als 700 Teilnehmern durchgeführt. Besonderer Nachdruck liegt hierbei auf der Bereitstellung von Lösungen für Kleinbauern in ländlichen Gegenden.

MASHAV schließt sich anderen Akteuren und Institutionen bei der Mobilisierung der israelischen Gesellschaft, besonders in großen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, an, um internationale Entwicklung und ausländische Hilfe weiter voranzutreiben.

Ein wichtiger Partner ist das Jacob Blaustein Institut für Wüstenforschung (BIDR), welches in seiner internationalen Graduiertenschule eine Vielzahl an Schulungen anbietet, die Wüstenbildung, Landdegeneration und Dürreprobleme (DLDD) konkret behandeln. Ungefähr die Hälfte der Studenten kommt aus dem Ausland, davon mehr als zwei Drittel aus betroffenen Ländern.

Israel arbeitet eng mit dem Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung und seinem Ständigen Sekretariat zusammen, um seine Bemühungen in der Region den Zielen, Plänen und Rahmenbedingungen des Übereinkommens anzupassen.
 

 

 

Botschaft des Staates Israel - Foto: Im Negev (Foto: Botschaf


Sonntag, 18 Juni 2017






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