Die Tagesschau in Schräglage

Die Tagesschau in Schräglage


Von Jerzy Röder.

Regierungshandeln genießt Vorrang in der medialen Berichterstattung. Erst danach kommt die Opposition zu Wort. Das leuchtet ein. Doch im neuen Bundestag sitzt ein breit gefächertes Oppositionstableau von links bis rechtsaußen. Das eröffnet Spielräume für die Nachrichten- Redaktionen. Wie werden diese genutzt? Eine ganz private Untersuchung aus dem Fernsehsessel, am Beispiel Tagesschau.

 

Am Sonntagabend, den 25. März 2018 lasse ich mich müde in meinen Fernsehsessel fallen und schalte, wie seit Jahrzehnten schon, die Glotze ein: 20 Uhr – ARD – Die Tagesschau. Im Zeitalter von Fake-News ist ein Viertelstündchen Tagesschau sinnvoll investierte Lebenszeit. Laut einer „Hör zu“-Umfrage vom März dieses Jahres vertrauen 49 Prozent der Befragten dem Leitmedium „voll und ganz“ und 41 Prozent „eher“ als anderen. Interpretiert man die beiden Zahlen wohlwollend, so schenken 90 Prozent der Deutschen dem Glauben, was Tagesschau-Sprecher zu berichten haben.

 

 

Foto: Bildarchiv Pieterman


Sonntag, 13 Mai 2018