Schülerinnen und Schüler aus Gera in Ma´alot

Schülerinnen und Schüler aus Gera in Ma´alot


Zwei Wochen hatte der Bau des Backofens gedauert, nun konnte er angefeuert werden: 13 Schülerinnen und Schüler, sowie zwei betreuende Lehrer waren nach einem Jahr der Vorbereitung und Organisation durch Zusammenspiel nach Israel gereist, um in der Schulfarm in Ma’alot ihr Bauprojekt zu realisieren. Der Ofen dient nun zum Brotbacken, konnten die Schüler vor Ort bisher zwar Getreide anbauen und die Körner zu Mehl mahlen, dieses jedoch noch nicht weiterverarbeiten.

Schülerinnen und Schüler aus Gera in Ma´alot

Neben dem Bauprojekt wollte man aber auch ausgiebig Land und Leute kennenlernen. Zur Vertiefung des Schwerpunktthemas Shoah besuchte die Gruppe der zwischen 15 und 18-Jährigen das Altenheim Beit Elieser in Ma’alot, in dem Shoah-Überlebende leben, und führte zudem ein langes Gespräch mit dem 87-jährigen Shoah-Überlebenden Zvi Cohen. Die Schülerinnen und Schüler waren von seiner Lebensgeschichte so beeindruckt, dass es auf der Rückfahrt im Bus nur noch Schweigen gab. Jeder war in seinen Gedanken, und jeder wollte mit sich sein.

Viel Spaß gab es allerdings bei einem dreitägigen Besuch Jerusalems, Qumrans und Massadas. In einem nur einstündigen Aufstieg über den Schlangenpfad war die Gruppe im ehemaligen Palast Herodes angekommen. Gespannt hörten sie der Geschichte vom Massenselbstmord zu – als Ausgleich war anschließend Schwimmen im Toten Meer angesagt. Emotionale Spannungen konnten so auch wieder etwas abgebaut werden.

Wohnte die Gruppe einen Teil der zwei Wochen im Schulgarten selbst, gab es allerdings an mehreren Tagen, so auch am Shabbat, für die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, in Gastfamilien zu übernachten und Israel auch „privat“ kennenzulernen. Von der in den Familien erfahrene Gastfreundschaft zeigten sich die Schüler nachdrücklich beeindruckt. Ausflüge wurden gemacht, Familienmitglieder und Freunde eingeladen, um mit den deutschen Gästen Shabbat zu feiern.

Ein Besuch auf den Golan-Höhen brachte einen Einblick in die aktuelle politische Situation, wobei ein australischer UNO-Soldat den Teilnehmerinnen und Teilnehmern spontan Rede und Antwort stand und sie umfassend informierte.

In einer dreistündigen (!) Präsentation nach ihrer Rückkehr informierte die Gruppe ihre daheimgebliebenen Mitschüler. Dabei wurde deutlich, welchen Wert ein selbstgewonnenes Bild von Israel hat, das nicht medial gefiltert ist.

Eines ist für Schüler und Lehrer klar: 2019 soll das nächste Projekt in Gottes Garten in Ma’alot stattfinden.

 


Zusammenspie - Foto: Die Gruppe vor dem fertigen Ofen (Foto: Zusammenspiel)


Sonntag, 15 April 2018






  Alle Felder müssen ausgefüllt werden
Name:
E-Mail:
Text:
Sicherheitsabfrage 3+ 6=
Ich versichere, nichts rechtlich und/oder moralisch Verwerfliches geäußert zu haben! Ich bin mir bewusst, das meine IP Adresse gespeichert wird!