G9 - eine überfällige Korrektur zu mehr Bildungsgerechtigkeit

G9 - eine überfällige Korrektur zu mehr Bildungsgerechtigkeit


Die Kurdische Gemeinde Deutschland begrüßt den Gesetzentwurf der nordrhein-westfälischen Landesregierung zur Rückkehr zu G9 an Gymnasien.

Cahit Basar, Generalsekretär der Kurdischen Gemeinde Deutschland, verspricht sich von der Verlängerung der Schulzeit eine Verbesserung der Bildungsqualität, gezieltere individuelle Förderung sowie eine größere Bildungsgerechtigkeit. Basar: "Mit G9 kehrt wieder etwas Normalität in die Gymnasien ein."
Der Gymnasiallehrer sieht in dem Kabinettsbeschluss, eine notwendige Korrektur, die den Schulen nun die Chance gibt, ihre pädagogische Arbeit stärker ins Zentrum zu rücken.


Basar: "Die Landesregierung entspricht mit G9 dem Wunsch der großen Mehrheit der Schülerschaft, Elternschaft und Lehrerschaft."

Der erhebliche Leistungsdruck der sich mit G8 ergeben habe und die Stundentafeln die bis in den späten

Nachmittag hineinreichten, erschwerten eine individualisierte Freizeitgestaltung außerhalb der Schule. Große leidtragende waren Sportvereine und Musikschulen, die ihre Angebote zum Teil in die Abendstunden verlagern mussten. Auf der Strecke blieb auch das gemeinnützige Engagement, das für die Persönlichkeitsentwicklung sehr wichtig ist.


Der Boom der Reisebranche seit es G8 gibt, die organisierte Auslandsaufenthalte für Abiturienten anbietet, zeugt davon, dass viele Schülerinnen und Schüler nach der verkürzten Schulzeit sich für eine Nachreifzeit im Ausland entscheiden, da sie sich für eine Studien- und Berufswahl und die damit verbundene Tragweite ihrer Entscheidung als noch zu jung empfinden.


"Schule statt Schafe scheren in Neuseeland" findet Bildungsexperte Basar. "Für die Schüler ist das zusätzliche Jahr im pädagogischen Umfeld ihrer Schule für die Persönlichkeitsbildung außerordentlich wichtig."


Basar: "Wenn wir uns mehr Zeit für unsere Schüler nehmen, tragen wir zu einer größeren Bildungsgerechtigkeit bei denn gerade jene Schüler, die auf die Unterstützung der Schule angewiesen sind, konnten bei G8 ihr Potenzial nicht ausschöpfen.

 

 

Foto zur Illustration: Gymnasium in Köln/NRW (Foto: © Raimond Spekking / , via Wikimedia Commons)


Mittwoch, 07 März 2018