AgitProp beim Öffentlich-rechtlichen: ARTE Intifada

AgitProp beim Öffentlich-rechtlichen:

ARTE Intifada


Wie jeden Monat, stand der deutsch-französische Sender ARTE auch im Juli wieder wegen bösartiger Demagogie gegen Israel in der Kritik. Und wie schon im Fall der von ihnen mit allen Mitteln bekämpften Antisemitismus-Dokumentation von Joachim Schroeder und Sophie Hafner reagierten die ARTE-Verantwortlichen, indem sie das taten, was sie am besten können: sich dumm stellen.

von Stefan Frank

In einem offenen Brief hatte u.a. der Zentralrat der Juden in Deutschland den von ARTE gezeigten Film „Gaza: Ist das ein Leben?“ gerügt. Er weise „eklatante journalistische Mängel auf“ und verbreite „ein stark verzerrtes und Israel dämonisierendes Bild“. Typisch ARTE also. Doch darüber hinaus übten die Unterzeichner Kritik daran, dass der Film von einer Aktivistin stammt, die das Schüren von Hass auf Israel zu ihrem Beruf gemacht hat:

 

„Die Autorin der Dokumentation, Anne Paq, sowie eine weitere Person ihres Regie-Teams schreiben auch für das Online-Portal ‚Electronic Intifada‘ Die ‚Electronic Intifada‘ verbreitet nach Kriterien der Arbeitsdefinition Antisemitismus des European Centre on Racism and Xenophobia vielfach antisemitische Propaganda. Bereits der Name ‚Electronic Intifada‘ suggeriert eine Unterstützung für die gezielte Tötung israelischer Zivilisten. Aus unserer Sicht diskreditiert eine solche Verbindung jegliche seriöse journalistische Arbeit.“

 

Der Blog „Friedensdemo-Watch“ hatte am 31. Juli als erster über dieses Outsourcing an Terrorunterstützer berichtet.

 

Wer ist „Electronic Intifada“?

 

Electronic Intifadasteht ideologisch den säkularen antiisraelischen Terrororganisationen wie der Volksfront zur Befeiung Palästinas (PFLP) nahe. Die Palästinensische Autonomiebehörde hingegen wird als nicht militant genug abgelehnt. Anne Paq selbst schreibt dazu: „Die Palästinensische Autonomiebehörde handelt mehr und mehr wie ein Handlanger der Israelis … Die Palästinensische Autonomiebehörde muss weg.“

 

Hoch im Kurs stehen bei Electronic Intifada hingegen Leute wie Gassan Khanafani, früherer PFLP-Chefideologe, Mitglied im PFLP-Politbüro und einer der mutmaßlichen Drahtzieher des Massakers, das Mitglieder der Japanischen Roten Armee im Auftrag der PFLP am 30. Mai 1972 auf dem Flughafen von Tel Aviv/Lod verübten. Erst im Juli schwärmte Electronic Intifada über Khanafani: „Seine Liebesbriefe werden überall in den sozialen Medien von arabischen Frauen zitiert und seine romantische Sehnsucht nach Samman ist heute der Stoff für Liebeslegenden, in derselben Liga wir Romeo und Julia.“

 

Weniger sentimental ist Electronic Intifada, wenn es um die Ermordung jüdischer Zivilisten geht. Ali Abunimah, Mitgründer von Electronic Intifada, kritisiert an der Hamas, dass sie den Kampf gegen Israel bislang zu sehr in „religiöse Begriffe“ gekleidet habe, statt eine „universellere Sprache“ zu wählen; keine Probleme hat er hingegen mit Mord: Das „Recht“ auf „bewaffneten Kampf“ sei „international anerkannt“, schreibt er.

 

Als die Hamas im Juni 2014 drei jüdische Teenager entführte und – wie später bekannt wurde – kurz darauf ermordete, konnte Electronic Intifada-Autorin Rana Baker ihre Freude nicht im Zaum halten: „Wundervolle, wundervolle Nachrichten, dass drei Siedler entführt wurden“, twitterte sie. „Feiern, Feiern. Cheers an alle (außer den Zionisten)“. Und kurz darauf: „Drei. Drei. Drei. Drei Siedler entführt. Eins. Zwei. Drei.“ Einen „Vergleich zwischen israelischen und palästinensischen Jungen“ wies sie scharf zurück: „Mein Gott. Sind wir wirklich so weit, dass die Kinder der Unterdrücker den Kindern der Unterdrückten gleichgestellt werden?“

 

Volk ohne Raum

 

Anne Paq kommt aus Frankreichs linksextremem Milieu, das seit Stalins Zeiten tief vom Sowjetantisemitismus durchtränkt ist. Ihre Fotoausstellungen und Redeauftritte werden von Kommunisten, Anarchosyndikalisten und BDS-Gruppen organisiert. Anders als zumeist in Deutschland rückt der Kampf gegen Israel nicht die von Israel angeblich verletzten Menschenrechte in den Mittelpunkt, sondern hat einen dezidiert völkischen Charakter. Anne Paqs Werke werden etwa beim „Tag des Bodens“ gezeigt, und am „Nakba-Tag“ debattiert sie unter einem Plakat, das eine Landkarte Palästinas ohne Israel zeigt.

 

Über die Auslöschung jüdischer Familien wird man von Anne Paq nie ein Wort der Missbilligung hören. Nicht, weil sie dazu keine Zeit hätte; aus Prinzip will sie nicht, dass von ermordeten Juden gesprochen wird, wenn der Mord nicht gleichzeitig durch einen sinnstiftenden Zusammenhang rechtfertigt wird. Darüber, wie sie vor Ort die jüngste Welle von Terroranschlägen, die im September 2015 begann, erlebt hat, schreibt sie: „Ich war entrüstet über die Art, wie die großen Medien die Situation als ein ‚Wiederaufleben des Zyklus der Gewalt‘ beschrieben haben, mit einer starken Zunahme der palästinensischen Angriffe auf Israelis, ohne den übergreifenden Zusammenhang der kontinuierlich von Israel, dem Besatzer, im Lauf von Jahrzehnten der Besatzung verübten Gewalt und der Enteignung zu erwähnen.“ Sie selbst hingegen versuche stets, alles „aus der Perspektive des unterdrückten Volkes“ zu „dokumentieren“.

 

Vorbild: „Kampffotografie“

 

Anne Paq gehört seit 2006 der linksextremen Fotografengruppe „Activestills“ an, die sich als Teil eines Kampfes gegen Israel betrachtet und unter dem Schlagwort der „Anti-Normalisierung“ jegliche Verständigung zwischen Juden und Arabern ablehnt. Für Anti-Normalisierungsaktivisten kommen etwa gemeinsame Freizeitveranstaltung von Arabern und Juden nicht in Frage; wenn Angehörige beider Gruppen etwas gemeinsam unternehmen, dann nur, wenn dies die Abschaffung Israels zum Ziel hat und nur unter der Prämisse, dass alle Teilnehmer akzeptieren, dass die Juden die „Unterdrücker“ und die Araber die „Unterdrückten“ seien.

 

In der von dem kommunistischen VerlagPluto Press als Bildband veröffentlichten Selbstdarstellung „Activestills. Photography as Protest in Palestine/Israel“ beschreibt Ahmad Al-Bazz, ein arabisches Mitglied von „Activestills“, welche Skrupel er anfangs hatte, sich einer Gruppe anzuschließen, in der auch Juden sind – dass sein Gewissen aber dadurch beruhigt wurde, zu wissen, dass es ja keine Fraternisierung gibt, sondern bloß einen gemeinsamen Kampf gegen Israel:

 

„An einem kalten Tag im Jahr 2012 traf ich Anne Paq, ein Mitglied von Activestills, im Westbankdorf Nabi Saleh. Ich war begeistert, endlich jemanden von Activestills persönlich zu treffen. … Einige Wochen später wurde mein Studententraum war, ein Mitglied von Activestills zu werden. … Doch die Entscheidung war nicht einfach gewesen. … Aus einer Vielzahl von Gründen ist Zusammenarbeit von Palästinensern und Israelis in Palästina nicht gern gesehen. Viele Palästinenser haben sich entschieden, ‚Normalisierung mit Israelis’ zu vermeiden.“

 

Gemäß den Anti-Normalisierungsprinzipien der BDS-Bewegung, der er sich verpflichtet fühle, sei nur „gemeinsamer Widerstand“ erlaubt, nicht hingegen „Koexistenz“. „Beziehungen zwischen den Unterdrückern und den Unterdrückten“, so Al-Bazz, könnten zu einer „Kolonisierung des Geistes“ führen; bei Activestills aber sei dies „nicht der Fall“, da die Gruppe ein klares Freund-Feind-Denken hat.

 

Im Vorwort zu dem Bildband wird die von „Activestills“ ihrem eigenen Selbstverständnis nach praktizierte Art der „aktivistischen oder Kampffotografie“ dem traditionellen Fotojournalisten gegenübergestellt, der „Komplize der liberalen Politik“ sei, während die „Kampffotografen“ „Teilnehmer am Kampf“ seien. „Die vom Kollektiv produzierten Bilder sind daher dazu bestimmt, die existierenden Machtverhältnisse zu unterminieren und zu stören.“ Bild und Wort in den Dienst von politischen Kämpfen zu stellen, ist freilich keineswegs so neu, wie die Kollektivisten von „Activestills“ glauben machen wollen; der Fachbegriff dafür lautet: Propaganda.

 

Anne Paq: ARTE-Film ein „Tribut an Gaza“

 

Die Reportage „Gaza: Ist das ein Leben?“ war von Anfang an als Propaganda geplant, mutmaßlich lange bevor ARTEauf die Idee kam, Anne Paq dafür zu bezahlen. Der Film ist eine Episode aus Anne Paqs Projekt „Ausgelöschte Familien“, in der das Leid von Bewohnern des Gazastreifens, die während des Krieges zwischen der Hamas und Israel im Sommer 2014 Verwandte verloren haben, dazu benutzt wird, Israel zu dämonisieren. Israel löscht nach Meinung von ARTE Familien aus – verübt also eine Art Holocaust. Wörtlich heißt es auf der Website Obliterated Families: Erzählt würden „die Geschichten von Familien, deren Leben während der israelischen Offensive auf den Gazastreifen im Jahr 2014 zerstört wurden.“ Unter diesem ungeheuerlichen Satz prangt das Logo von „ARTE-Reportage“.

 

Das Wort „Krieg“ benutzt Anne Paq nicht; die Hamas erwähnt sie nie. In dem Film, den ARTE ausgestrahlt hat, ist immer nur von der „israelischen Offensive“ sowie von Israels „Angriff“ die Rede. Die Kampffotografin Anne Paq will so den Eindruck erzeugen, Israel habe unterschiedslos eine unbewaffnete Bevölkerung bombardiert, mit dem Ziel, möglichst viele Familien „auszulöschen“ – das genaue Gegenteil der Wahrheit. Für Anne Paq sind alle Toten des Kriegs grundsätzlich Zivilisten, die von Israel getötet wurden; von all den anderen, etwa denen, die als Hamas-Kämpfer im Gefecht ums Leben kamen oder die von den Bomben und Sprengfallen der Hamas getötet wurden, will Paq nichts wissen, sie existieren für sie einfach nicht. Sie ist schließlich in einem Kampfauftrag unterwegs: Auf der Facebookseite von „Obliterated Families“ bezeichnet Anne Paq den von ARTE gezeigten Film als „unseren Tribut an Gaza“.

 

Auf die Kritik an dieser propagandistischen Verfälschung erwidert ARTE in einer Pressemitteilung:

 

„Den Eindruck, Israel werde in der Sendung für den Konflikt verantwortlich gemacht, kann ARTE dabei nicht nachvollziehen. Der Off-Kommentar stellt den Protagonisten des Beitrags vor und berichtet über einen ‚Angriff auf das Haus seines Onkels bei der israelischen Offensive auf den Gazastreifen im Jahr 2014‘. Hierbei handelt es sich um die Wiedergabe der militärischen Vorgänge, die keine Aussage zu den Verantwortlichkeiten macht.“

 

Der Leser möge sich selbst ein Bild machen, ob das wahr ist. Im Film heißt es:

 

„Nach der Offensive von 2014 waren die Friedhöfe im Gazastreifen überfüllt. Durch die israelischen Bomben verloren 142 Familien drei oder mehr ihrer Mitglieder. Es war der brutalste Angriff auf das palästinensische Volk seit 1967, als Israel den Gazastreifen besetzte.“

 

Grob wahrheitswidrig behauptet ARTE im ersten Satz der Presseerklärung zudem: „ARTEReportage ist eine Sendung, die sich bewusst – dem Reportage-Format entsprechend – mit den Lebensumständen der Protagonisten aus deren Perspektive befasst …“ Was an „Gaza: Ist das ein Leben?“ aber vor allem auffällt, ist, dass die Verdammungen Israels keineswegs aus dem Mund von einem der Bewohner des Gazastreifens kommen – nicht einmal von Allah Balata, der im Krieg seine Familie verlor –, sondern immer von Anne Paq selbst. So schon im ersten Satz des Films. Allah Balata geht oft an den Strand und sagt dazu: „Immer, wenn mir die Decke auf den Kopf fällt, bin ich hier.“ Für Anne Paq freilich ist der Strand nicht bloß ein Strand, sondern eminent politisch: „Der weite Horizont an Gazas Meer bringt einen leicht zum Träumen, der jahrzehntelangen Belagerung zu entfliehen.“

 

Keiner der im Film gezeigten Personen redet über Politik oder klagt Israel an. Womöglich weiß niemand von ihnen, dass Kampffotografin Anne Paq gar kein Interesse an ihrem Alltag hat, sondern bloß nach Gaza gereist ist, um ihren Monolog über den „brutalsten Angriff Israels auf das palästinensische Volk seit 1967“ zu halten. So geht es den ganzen Film hindurch. Wenn Allah Batala sagt: „An jedem Ramadan gedenke ich meiner Familie. Ich bringe immer Schalen voller Reis mit. Jeden Ramadan“, dann schließt Anne Paq daran an: „An diesem Ramadan werden die Feierlichkeiten durch das Gedenken an die 2.251 Palästinenser unterbrochen, die beim Angriff Israels auf den Gazastreifen vor drei Jahren starben. Und auch, weil Gaza nach dem Willen der israelischen Politik nur an drei bis vier Stunden pro Tag Strom hat.“

 

Würde sie die Wahrheit über die Stromausfälle berichten – dass diese das Resultat der Strategie von PA-Präsident Mahmud Abbas in seinem Machtkampf mit der Hamas sind –, würde Paq sich wohl ihrem Selbstbild nach zu einer Komplizin der liberalen Politik und der unterdrückerischen Juden machen. Gänzlich grotesk und unfreiwillig humoristisch wird der Film am Ende, wo es heißt:

 

„Bei unserer Ankunft im Camp Jabalya kommt ein Mann auf unser Auto zu. Er will, dass wir ihn aus dem Gazastreifen rausbringen. ‚Ich hab die Schnauze voll, ich will raus hier.’ Warum? ‚Wir haben die Schnauze gestrichen voll. Hier gibt es nichts.’ Kein Geld meinst Du? ‚Nein, ich arbeite für die Autonomiebehörde ich verdiene fast 2000 NIS.’ Was ist dann das Problem? ‚Hier gibt es keine Parks, nirgendwo kann man tanzen!’“

 

Hieran würde ein liberalerer Reporter die Betrachtung knüpfen, dass zumindest einige Bewohner des Gazastreifens ganz andere Probleme haben, als sich Anti-Israel-Hetzer das ausmalen. Doch eine Person, die nicht gezeigt wird – vielleicht jemand aus Paqs Team? – souffliert dem Mann das Stichwort „kein Strom“. Darauf erst sagt er: „Und keinen Strom. Die Belagerung schnürt uns die Luft ab!“ Da erst hat Anne Paq das, worum es ihr allein geht. Auch die Lüge, wonach der Gazastreifen „einer der am stärksten überbevölkerten Orte weltweit“ sei, taucht natürlich auf. Demnach wäre Tel Aviv ebenso „überbevölkert“ – und offenbar war sie noch nie in Paris.

 

ARTE stellt sich dumm

 

Angesichts all dessen bat Mena Watch die Verantwortlichen beiARTE, einige Fragen zu beantworten. Der Sender wurde damit konfrontiert,

 

  • dass der Krieg zwischen der Hamas und Israel als „Offensive“ Israels und als dessen schonungsloseste Aggression gegen die Palästinenser seit dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 bezeichnet wird. Die andere Kriegspartei – Hamas und Islamischer Dschihad – wird mit keinem Wort erwähnt, so dass der Eindruck vermittelt wird, Israel habe einen Krieg gegen Zivilisten geführt. Ist das das Bild, das ARTE vermitteln will?
  • dass ARTE mit Anne Paq ausgerechnet eine langjährige, bekannte Anti-Israel-Aktivistin, die auch für die Website Electronic Intifada schreibt, damit betraut hat, über den Gazastreifen zu berichten. Tatsächlich machen Anne Paq und die linksradikale Fotografengruppe „Activestills“, der sie angehört, keinen Hehl daraus, dass sie sich nicht als Beobachter verstehen, sondern als Teilnehmer eines „Kampfes“. Ist das für ARTE ein Problem?
  • dass auf der von Anne Paq für ihr Projekt „Obliterated Families“ betriebenen Website beide Punkte zusammenkommen: Die Agitation und das Einspannen von ARTE für diesen Zweck. Dort heißt es: „Ausgelöschte Familien: Die Geschichten von Familien, deren Leben während der israelischen Offensive auf den Gazastreifen im Jahr 2014 zerstört wurden.“ Darunter ist das Emblem von ARTE-Reportage zu sehen. Ist dies ARTE bekannt? Sieht ARTE sich ebenfalls als Teil eines Kampfes gegen das, was Anne Paq als „israelische Aggression“ bezeichnet?

 

Alles, was Mena Watch als Antwort erhielt, war die o.g. Presseerklärung, in der mit keinem Wort auf die Fragen eingegangen wird. Mena Watch bat daher Pressesprecherin Gabriele Dasch, die Fragen doch bitte zu beantworten: „Ist das Ihr letztes Wort, oder kann ich noch mit einer Antwort auf meine Fragen rechnen? Ich möchte insbesondere wissen, warum sie die bekannte Anti-Israel-Aktivistin Anne Paq eine Reportage zu Israel machen lassen. Bitte erklären Sie mir, in welchem Verhältnis ARTE zu Anne Paq steht. Ich verspreche, Sie ungekürzt und unverfälscht zu zitieren.“

 

Die Antwort der Pressestelle:

 

„Anne Paq ist eine freie Journalistin und Fotografin, die im Rahmen von ARTE Reportage erstmalig für ARTE gearbeitet hat. Freie Journalistinnen und Journalisten können unabhängig von ihrer Berichterstattung für ARTE anderen Tätigkeiten nachgehen.“

Daraus kann man schließen: Würde Anne Paq für die Nationalzeitung schreiben oder für die Pressestelle der Hamas arbeiten, wäre auch das kein Problem. Da ARTE sich von dem Inhalt des Films nicht distanziert hat – und wir wissen seit Mai, wie sehr sich ARTEdistanziert, wenn es einen Film nicht gutheißt –, heißt das, dass ARTE ihn billigt. Entweder erkennen die Verantwortlichen bei ARTE nicht, dass der Film Propaganda ist, weil ihr eigener Blick so stark von Ideologie und Hass getrübt ist – oder aber sie wissen, dass es Propaganda ist und finden sie gut.

 

„Radikale sind bei ARTE willkommen“

 

ARTE ist ein Weltanschauungssender, von dem man keine Berichterstattung erwartet. Doch dass eine Aktivistin aus dem militanten Anti-Israel-Milieu für einen Film bezahlt wird, der von Anfang an als Propaganda konzipiert war, zeigt: Bei ARTE verschwimmen die Grenzen zwischen Kommentar und Intifada. Auch bei den öffentlich-rechtlichen deutschen Nachrichtensendungen ist es zwar gang und gäbe, Anti-Israel-Aktivisten als Experten zu befragen – man denke etwa an den „Hydrologen“ Clemens Messerschmid oder die „Linguistikprofessorin“ Nurit Peled.

 

Doch niemand ging dort bislang so weit, die Produktion einer Sendung an jemanden von Electronic Intifada zu delegieren. ARTE ist in seiner ideologischen Ausrichtung deutlich extremistischer. Einer der französischen Journalisten, die ARTE wegen des Skandals um die unterdrückte Antisemitismus-Dokumentation kritisiert haben, ist Jean Patrick Grumberg, der heute in Israel lebt. „Frankreich“, sagte er im Juni gegenüber dem Autor, „ist ein Land, in dem kommunistische Bürgermeister die palästinensischen Mörder von Juden als Ehrenbürger feiern. Die Direktoren von ARTE France wären niemals eingestellt worden, wenn sie verdächtigt worden wären, proisraelisch oder Konservative zu sein. Radikal zu sein hingegen wird begrüßt.“

 

Davon, dass ARTE den Kampffilm um 18:50 Uhr, also zur besten Sendezeit, zeigte, war wohl kaum jemand mehr überrascht als Anne Paq selbst: „ein kleines Wunder“, nanntesie das auf Facebook. Ein großes Wunder ist es nicht. War der Kontakt zwischen ARTEund ihr vielleicht auf einem „Nakba-Tag“, dem „Tag des Bodens“ oder irgendeiner anderen antisemitischen Blut-und-Boden-Veranstaltung geknüpft worden? In jedem Fall müssen die Seilschaften zwischen ARTE und dem Milieu der Terrorunterstützer bei Electronic Intifada, die das ermöglicht haben, beleuchtet werden. Fake News und Hetze bedrohten die Demokratie, heißt es immer wieder. Wer unternimmt etwas dagegen?

 

 

 

 

MENA Watch 


Dienstag, 08 August 2017





Jemand der Israel als Aggressor und Abbas als Opfer darstellt, der muss sich nicht "Dumm stellen", der ist einfach DUMM.

Nichts für ungut. Aber das ist logisch. In Frankreich und in Deutschland machen moslemische Wähler einen nicht kleinen Anteil der Wähler aus, jüdische Wähler sind dagegen wesentlich weniger. Außerdem gibt es sehr viele zum Teil sehr reiche islamische Staaten. Jüdischen Staat gibt es dagegen nur einen Einzigen. Politiker, Medien, ... reagieren auf diese Machtverteilung und biedern sich diesen Mächten an. (Ekelhaft finde ich, dass sie es moralisch verkaufen. Aber selbst das ist leider normal.) Und die große Masse der Rest-Wähler in Deutschland besteht vor allem aus Mitläufer-Schafen. Hier hat sich der Nationalcharakter nicht wesentlich geändert. (Ich denke nicht, dass die Deutschen böser waren oder sind als andere. Ich denke aber, dass die Deutschen besser "funktionieren" als andere, lieber mitlaufen, sich lieber in der Masse geborgen fühlen, lieber Befehlen gehorchen, ... Und am allerliebsten machen sie das, wenn es ihnen als großes "Ideal", als "große Sache" verkauft wird.).

Wenn es eine Alternative zu den vorprogrammierten Geschehnissen gäbe wäre das "Normale" verständlich, allerdings reicht ein Blick in die Welt (Heutige) um zu sehen, dass es keine "Normale" Situation mit Moslems gibt und daher ist das "Dummheit", hört sich bei den Moslems ziemlich ähnlich an "Dimmi", das können wir werden, wie erstrebenswert.

8.8.17 Wegen jedem Mist gibt es Internet - Petitionen.Sollte doch auch in so einem Falle möglich sein.Wo kann man sonst seinen Protest formolieren ?