Israel: Hoffnung für Zuckerkranke Wird Diabetes heilbar?

Israel: Hoffnung für Zuckerkranke

Wird Diabetes heilbar?


Weltweit leiden Millionen Menschen an der Stoffwechselerkrankung Diabetes, der sogenannten Zuckerkrankheit, und müssen, teilweise mehrmals täglich, Insulin spritzen oder Tabletten schlucken. Seit Jahrzehnten wird auf der ganzen Welt nach besseren Behandlungsmöglichkeiten und Heilungsmöglichkeiten geforscht. Sensationelle Meldungen in diesem Bereich kamen in letzter Zeit verstärkt aus Israel.



Einem israelisches Team am Chaim Weizman Institut für Wissenschaft ist es gelungen, bei Primaten Diabetes Typ 1 zu heilen. Sie haben hierzu pankreatisches Gewebe von Schweineembryos in Affen transplantiert, worauf die Bauchspeicheldrüse des affektierten Tieres seine eigene Insulinproduktion wieder aufnehmen konnte. Die Studie ist noch in ihren ersten Stadien, aber die Ergebnisse sind mehr als bahnbrechend. Sie könnten, wenn beim Menschen angewendet, für die Heilung einer bisher chronischen Krankheit sorgen, die Erkrankte ein Lebenlang Abhängig von Insulinspritzen und mehren Blutzuckerkontrollen täglich macht. Die Studie des Teams um Professor Yair Reisner wurde bei der Nationalen Akademie der Wissenschaften in den USA veröffentlicht.

Universität Haifa entwickelte neue Diabetes-Behandlung

Bereits Ende 2007 meldete die Universität Haife die Entwicklung einer neuen Methode bei der Behandlung von Diabetis. 

Am biologischen Institut der Universität Haifa wurde schon vor 2 Jahren eine neue Substanz zur Behandlung von Diabetes entdeckt, die – anders als bei den sonst üblichen Insulin-Spritzen - oral eingenommen werden kann. Die „Glucose Tolerance Factor“ genannte Substanz wird aus Hefefextrakt hergestellt. Gefunden wurde sie bei Versuchen mit zuckerkranken Ratten. Die Übertragung auf den Menschen wurde bisher noch nicht ausprobiert.

 

Dr. Nitza Mirsky, die das Forschungsprojekt leitet, teilt mit, dass die Substanz für die Behandlung sowohl von Typ I als auch Typ II der Zuckerkrankheit eingesetzt werden kann. Der Vorteil liege neben der oralen Verabreichung darin, dass die Behandlung natürlich sei.

Weltweit sind nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation bis zu 200 Millionen Menschen an Diabetis erkrankt, wobei in den letzten Jahren eine deutliche Zunahme zu verzeichnen ist.

jfa / ili / inn 20.10.2009


Dienstag, 20 Oktober 2009