Verständigung ist möglich: Islamischer Gelehrter unterstützt den Zionismus

Verständigung ist möglich:

Islamischer Gelehrter unterstützt den Zionismus




Ein islamischer Gelehrter ist der antisemitischen Agitation radikaler Extremisten öffentlich entgegentreten und hat erklärt, das die Rückkehr der Juden nach Israel im Koran, dem heiligen Buch des Islam, explizit angekündigt ist. Damit stellt sich der Gelehrte gegen Versuche von Terroristen, den Islam bzw. den Koran als Begründung für ihren Terrorismus zu instrumentalisieren.

Der italienische Imam Abdul Hadi Palazzi (Rom) beruft sich dabei auf den Koran. Dort sei die Rückkehr des jüdischen Volkes in das Heilige Land angekündigt. Wer sich gegen den Zionismus stelle, lehne sich folglich gegen den Willen Allahs auf, so der renomierte Gelehrte.

In einem Interview mit der in Berlin erscheinenden "Jüdischen Allgemeinen Wochenzeitung" betont er:

Zionist zu sein, hat etwas mit Gerechtigkeit zu tun. Es ist doch ungerecht, dass dem einen Volk jene Rechte abgesprochen werden, die man allen anderen Völkern auf der Welt zugesteht

Palazzi hat unter anderem an der berühmten Kairoer Al-Azhar-Universität studiert und ist seit 1987 Imam für die muslimische Gemeinschaft in Italien. Wie die "Jüdische Allgemeine" weiter berichtet, wurde gegen ihn, trotz seines engagierten Eintretens für den Staat Israel und das Judentum, nie eine "Fatwa" ausgesprochen. Als Grund wir genannt, das der Gelehrte stets streng auf der Grundlage des Korans argumentiert.

Palazzi wird der "Jüdischen Allgemeinen" zufolge immer wieder zu Vorträgen nach Israel eingeladen. Er bedauer die Räumung der jüdischen Siedlungen im Gaza-Streifen, lehne eint Preisgabe des "Westjordanlandes" (Judäa und Samaeria) ab und tritt dafür ein, dass Jerusalem die ungeteilte Hauptstadt Israels bleiben soll. Den Anspruch der Palästinenser, ein eigenes Volk zu sein, hält er für fragwürdig. Sie würden erst seit 1967 als Volk betrachtet, und die meisten besäßen die jordanische Staatsbürgerschaft.

 

zbe

 

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Donnerstag, 28 Juli 2011





Eine wahre Freude das zu lesen! Danke für den Artikel.





Abdul Hadi Palaszzi (ein Italiener?) hat Recht! Auch ich habe schon mehrfach in Kommentaren auf die Suren 5, 21 und 7, 137 hingewiesen, in denen das Land Israel den "Kindern Israel" zugesprochen wird - allerdings von der islamischen "Gottheit" Allah. Aber die strenge Auslegung des Koran, wie sie auch die Salafisten fordern und die auch der wohl wichtigste und einflussreichste deutsche Konvertit, der frühere deutsche Botschafter in Algerien und Marokko, der promovierte Jurist Dr. Wilfried "Murad" Hofmann, in seinem Buch "Der Islam als Alternative" bestätigt, lässt keine andere Sichtweise zu: Das Land am Jordan - und zwar östlich und westlich - wird von Mohammed den Juden dauerhaft zugesprochen!

In der älteren mekkanischen Sure 7,137 heißt es: "Und Wir (Allah, A.d.Verf.) gaben dem Volk, das für schwach galt, die östlichen Teile des Landes (vom Jordan aus gesehen, A.d.Verf.) zum Erbe und die westlichen Teile (also bis zum Meer, A.d.Verf.) dazu, die wir gesegnet hatten. Und das gadenvolle Wort deines Herrn ward erfüllt an den Kindern Israel, weil sie standhaft waren; und Wir (Allah) zerstörten alles, was Pharao und sein Volk geschaffen und was an hohen Bauten sie erbaut hatten."

In der späteren medinischen Sure 5,21 heißt es: "O mein Volk, betretet das heilige Land, das Allah für euch bestimmt hat; und kehret nicht den Rücken, denn dann werdet ihr als Verlorene umkehren." (Beide Übersetzungen nach Ahmadiyya Muslim Jamaat)

Dazu noch einmal der ehemalige hohe Diplomat Hofmann, der den Koran ausdrücklich über unser Grundgesetz stellt: "Die gesamte Rechtsordnung wird am Koran als oberstem Grundgesetz (= Scharia A,d.Verf.) ausgerichtet. Der Muslim hat das Wort Allahs so, wie er es vorfindet, anzunehmen, ohne in philosophischer Hybris nach dem Wie zu fragen ..." ("Islam als Alternative"). In "Islam" betont er, dass nach seiner Auffassung islamischer Glaube, der nicht den Koran in seiner arabische Ursprache für die wortwörtlich offenbarte Botschaft Allahs hält, unmöglich sei: "Satz für Satz, Wort für Wort Sein (Allahs) herabgekommenes Wort, Seine unmittelbare, Sprache gewordene Mitteilung. ... Die Anerkennung des Koran als Allahs Wort ist für den Muslim konstitutiv. Wer dies nicht glaubt, ist kein Muslim."

Hinsichtlich des Nahost-Konflikts stellt sich die Frage, warum die zahllosen Islamexperten in den Parteien, Kirchen und Orientinstituten der Universitäten diese wichtigen Surenverse des Koran entweder verschweigen oder nicht kennen. Würden diese Passagen endlich auch von den Muslimen ernst genommen, würde sich die Forderung nach einem Staat der "Palästinenser" in Judäa und Samaria endgültig erledigen!



Das unterscheidet reale Muslime von Extremisten, die den Islam vergewaltigen und mißbrauchen: Wahre Muslime unterstützen den Staat Israel und bejahren das Recht der Juden, in ihre Heimat heimzukehren, dort in Sicherheit zu leben in einem eigenen Staat. Vielen Dank an haOlam für diesen wichtigen Text, Ihr habt damit mehr zur Verständigung und zur Freundschaft beigetragen, als 100 unwissende "Nahost-Experten"!



Schade das diese vernünftigen Stimmen (noch) die Ausnahme sind ....



Jean, normalerweise ist es schon so, aber.......es war und ist immer wieder...... POLITIK und Abrogation.

Peinlich für den heutigen Konflikt um Jerusalem ist die Tatsache, dass die 17. Sure nicht nur die Bezeichnung „Die Nachtfahrt“ trägt, sondern in manchen Koran-Ausgaben unter der Überschrift „Die Kinder Israel“ steht. In den Abschnitten 103 und 104 erzählt der Koran, wie der Pharao die Kinder Israel „aus dem Land verscheuchen“ wollte. „Da ließen wir ihn und alle, die mit ihm waren, ertrinken“, fährt der „heilige“ islamische Text fort: „Und nachdem er nicht mehr da war, sagten wir zu den Kindern Israels: ‚Nehmt nun im Land Wohnung! Wenn dann das Versprechen mit dem Jenseits in Erfüllung geht, bringen wir euch alle miteinander herbei.“ Einige wenige populäre, „islamische Zionisten“ berufen sich auf diesen Text, um zu beweisen, dass auch der Koran das Recht der Juden auf das Land Israel bestätigt.

http://tangsir2569.wordpress.com/2010/11/10/wem-gehort-die-stadt-jerusalem/

http://www.koransuren.de/koran/sure17.html

 



an Zahal:

Die beiden von mir erwähnten Surenverse sind meines Wissens die einzigen, die sich auf Erez Israel beziehen, während die von Ihnen erwähnten das Land Ägypten meinen.

 

Diese beiden Verse sind auch nicht abrogiert, weil der medinische Vers den mekkanischen bestätigt.

Was mehr erstaunt, ist die Tatsache, dass die so genannten Islam-Experten diese Verse nicht kennen bzw. bewusst darüber hinweggehen bzw. sich damit nicht befassen. Das hat vor allem etwas mit dem Antisemitismus der meisten "Experten" zu tun. Spontan fällt mir dazu der frühere Leiter des Orient-Instituts der Uni Hamburg, Udo Steinberg, ein. Ein völlig unfähiger "Wissenschaftler".



An Jean,

ich bin natürlich kein "Islamexperte", lerne noch, aber ich denke, die Surenverse muss man gesamt lesen, und dann sieht das Ganze nicht mehr so gut aus, wie im Christentum hat sich der Islam eine "Ersatztheologie" zurechtgezimmert, also sich anstelle der Juden gesetzt, daher auch der Antisemitismus von Apologeten wie Steinberg und Co.

Krass ausgedrückt, sie haben den Juden die Religion geklaut und sich selbst an ihrer Stelle gesetzt, das Profane daran ist aber, daß der Islam auch das Christentum nicht anerkennt, sich also über alle erhebt, gerechte Strafe?



an Zahal,

"wie im Christentum hat sich der Islam eine "Ersatztheologie" zurechtgezimmert"

Das sogenannte Judentum und das Christentum ist untrennbar. Lesen Sie ganz Jesaja, dann sehen sie, dass Christus die Gesetze erfüllt hat. 



@ Margarete:

Nicht ganz. Dass das Christentum eine Erfüllung von Jesaja sei, liegt daran, wie das Christentum Jesaja nterpretiert - und zum Teil auch sehr eigentümlich übersetzt, ich denke da nur an die "junge Frau" in Jesaja, die die Christen plötzlich zur "Jungfrau" gemacht haben in ihren Übersetzungen.



@magarede

noch eine Ergänzung zu Samuel, der schon einiges richtig erklärt hat.

Das Christentum kann vielleicht ohne das Judentum nicht auskommen, umgekehrt aber sehr wohl. In Jesaja erkennen vielleicht Christen ihren Messias, wir aber ganz bestimmt nicht. Christliche Interpretationen sind keine jüdischen, die haben damit in keiner Weise etwas zu tun.