Israel Lexikon - Leben in Israel (Folge 6): Gesundheitswesen in Israel: Uneingeschränkte Beteiligung und erstklassige Behandlung

Israel Lexikon - Leben in Israel (Folge 6):

Gesundheitswesen in Israel: Uneingeschränkte Beteiligung und erstklassige Behandlung




Abseits der einseitigen, oftmals verzerrenden und verfälschenden Berichterstattung über das Leben der Menschen in Israel, wollen wir mit der Rubrik "Leben in Israel" im "Israel Lexikon" von haOlam.de anhand von nachprüfbaren Fakten ein realistisches Bild über Israel zeigen. In loser Folge werden die einzelnen Beiträge aus der Rubrik "Leben in Israel" auch im Nachrichtenteil von haOlam.de veröffentlicht. Im heutigen 6. Teil geht es um das Gesundheitswesen in Israel.

 

Als Israel am 14. Mai 1948 als selbständiger Staat proklamiert wurde, war bereits die gesundheitliche Infrastruktur im Lande vorhanden. Das traditionelle zionistische Ethos betonte die solidarische Verantwortung der gesamten Gesellschaft für den Wohlstand des Einzelnen in der Gemeinde lebenden Menschen, worunter die öffentliche Gesundheit auch selbstverständlich mit inbegriffen ist. Die jüdische Bevölkerung des mandatorischen Palästina errichtete noch vor der Staatsgründung eine Vielzahl von Gesundheitsdienstleistungen, wie zum Beispiel Zentren für Mutter- und Kindbetreuung, wo Impfungen gemacht wurden und junge Mütter Beratung erhielten, wie mit ihren Kleinen umzugehen. [1]

 

While Das moderne Israel ist weltweit für die hohe Qualität der medizinischen Betreuung und für seine zahlreichen Beiträge zu den medizinischen und biologischen Wissensgebieten bekannt [2] und in dem hier funktionierenden Gesundheitssystem sind weiterhin die fundamentalen Prinzipien der solidarischen Verantwortung der Gesamtheit für die Gesundheit des Einzelnen erkennbar [3]. Im Jahre 1955 trat das Gesetz der obligatorischen Krankenversicherung für alle Staatsbürger in Kraft, aber auch vorher waren 96 % aller Einwohner krankenversichert. [4]

 

Gleichberechtigter Zugang zu den Gesundheitsdiensten

 

Heute sind 100 % der Einwohner Israels voll krankenversichert. Alle Staatsbürger – reich oder arm, Araber und Juden, Frauen und Männer – sind verpflichtet einer der 4 im Land tätigen Krankenkassen beizutreten. Darüber hinaus kann man noch andere zusätzliche Stufen der gehobenen Krankenversicherung erstehen. [5]

 

- Die „Klalit“-Gesundheitsdienste („Allgemeine“ auf Hebräisch) ist die größte und älteste Krankenkasse. Sie wurde im Jahre 1911 gegründet und versichert derzeit 54 % der

 

Gesamtbevölkerung.

 

- „Maccabi Gesundheitsdienste“ (der Name stammt vom Sportverband gleicher Benennung) entstand im Jahr 1941. Die Krankenkasse wurde von aus Deutschland immigrierten Ärzten gegründet. Maccabi versichert 23 % aller Israelis.

 

- „Meuchedet“ (auf Hebräisch „Vereinigt“) entstand aus der im Jahre 1974 zustande gekommenen Fusion zweier kleinerer Krankenkassen, die seit 1930 tätig gewesen sind. In der „Meuchedet“-Krankenkasse sind knapp über 12 % der Israelis versichert.

 

- „Leumit“ (“National“) wurde im Jahre 1933 gegründet. Etwas unter 10 % der Israelis sind bei ihr versichert. [6]

 

Erstklassige medizinische Betreuung: Die Infrastruktur

 

Das breite Netzwerk von Spitälern, Ambulanzen und Zentren für vorbeugende Medizin sowie Rehabilitationszentren [7] enthält:

 

• 49 Krankenhäuser und medizinische Zentren; [8]

 

• Über 2.000 Polikliniken für primäre Behandlung, die in Gemeinden des ganzen Landes verstreut sind; [9]

 

• Vier auf Rehabilitation spezialisierte Krankenhäuser: das Lowenstein Hospital Rehabilitation Center in Tel-Aviv, das Chaim Sheba Medical Center in Tel-Hashomer in der Nähe von Tel-Aviv, das Tel-Aviver Nationalinstitute zur Rehabilitation von Gehirnverletzungen und das Alyn Pediatric and Adolescent Rehabilitation Hospital in Jerusalem; [10]

 

• Vier medizinische Fakultäten, zwei zahnärztliche Fakultäten, zwei Universitätsabteilungen für Pharmakologie und 15 Ausbildungszentren für Pflegepersonal. [11]

 

Wie das Gleichgewicht erreicht wird: Die Stabilität des öffentlichen Sektors und die Innovation der privaten Hand

 

Es wird oft behauptet, dass verstaatlichte Gesundheitssysteme wenig effizient sind und die von ihnen angebotenen Gesundheitsdienste werden oft als qualitätsmäßig schlecht kritisiert. [12] Hingegen wird das Gesundheitssystem in Israel als ein Musterbeispiel angesehen, welches von Gesundheitsökonomen als ein nachahmungswürdiges Modell empfohlen wird. Dies ist der Tatsache zu verdanken, dass hier zwei Verknüpfungen am Werk sind: zwischen der Regierung und den Marktkräften und zwischen Körperschaften, welche sowohl die Finanzierung als auch die ausführende Funktion vereinigen. [13]

 

Israels Gesundheitssystem basiert auf einem regulierten Wettbewerb der 4 von der Regierung unterstützten Anbietern der Gesundheitsdienste. Im israelischen Modell finanziert bzw. subventioniert die Regierung die selbstständigen und miteinander konkurrierenden Krankenkassen sowie die Initiativen der medizinischen Forschung. [14] Um diese Symbiose, die Innovationen und medizinische Qualitätsdienste im Rahmen eines sozialisierten Gesundheitsversorgungssystems noch weiter zu unterstreichen, tragen auch die Universitäten [15] und die Forschungsinstitutionen als primäre Quellen der medizinischen Forschung ihren wichtigen Teil bei. [16]

 

Die Erhaltung des Systems: Die Rolle der Regierung

 

Das israelische Gesundheitsministerium trägt die Verantwortung für die öffentliche Gesundheit und für das regelrechte Funktionieren des Gesundheitssystems. [17] Die Knesset (das israelische Parlament) hat durch weit reichende Legislaturarbeit die Gesundheitsdienste in Israel geprägt. Zwei sehr bedeutende Beispiele sind das Gesetz über die Nationale Gesundheitsversicherung und das Gesetz der Patientenrechte.

 

Das Gesetz über die Nationale Gesundheitsversicherung (1995) verfügt, dass umfassende Gesundheitsdienste universell jedem israelischen Einwohner gebühren. Jeder Staatsbürger ist verpflichtet, einer der vier Krankenkassen beizutreten. Es ist den Krankenkassen gesetzlich verboten, Antragstellern aus Altersgründen oder wegen seines Gesundheitszustandes den Beitritt zu verweigern. [18]

 

Das Nationale Gesundheitsversicherungsgesetz stellt fest, dass es in der Verantwortung des Staates liegt, den Bewohnern eine breite Palette von Gesundheitsdiensten zu sichern, darunter (Fortsetzung nach dem Kasten):

 

Zwei Jungs, die Terroropfer sind – ein Palästinenser und ein Israeli – werden zusammen behandelt

 

Oscher Twito, ein 8-jähriger Junge aus der im Süden des Landes gelegenen Kleinstadt Sderot, wurde von einem Schrapnell schwer verletzt. Die Rakete wurde von der vom Iran unterstützten und den Gazastreifen kontrollierenden Terrorbewegung Hamas abgefeuert.

 

Yakoub Natil, ein 7-jähriger palästinensischer Junge aus Gaza wurde bei der Bombardierung des Hamas-Gebäudes gegen die andauernden Raketensalven verletzt.

 

Beide Jungs wurden im Jahr 2008 zusammen in einem hochmodernen israelischen Krankenhaus, dem Medizinischen Zentrum Chaim Sheba in Tel-Hashomer behandelt. Prof. Zeev Rotstein, Krankenhausdirektor: „Wir haben hier israelische Militärärzte und palästinensische Ärzte, die bei uns ausgebildet werden, alle in weißen Kitteln, und sie behandeln gemeinsam sowohl die Opfer des palästinensischen Terrors als auch die Opfer der Anti-Terroraktionen der israelischen Armee.“

 

Oscher, ein passionierter Fußballspieler, musste einer Beinamputation ab dem Knie unterzogen werden; Yakoub, dessen beide Beine und Wirbelsäule verletzt wurden, litt an einem Nierenversagen. Glücklicherweise bessert sich jedoch allmählich der Zustand der beiden Jungen. Yakoubs Behandlungskosten wurden weder der Palästinensischen Autonomiebehörde noch irgendjemand anderen in Rechnung gestellt.

 

Kershner, Isabel, “2 Boys, 2 Sides, 2 Beds in an Israeli Hospital Ward,” The New York Times, 13. Feb. 2008

 

Vorbeugende Medizin und Gesundheitserziehung;

 

Krankenhausaufenthalt (Hospitalisierung bei allgemeinen Erkrankungen, Geburtshilfe, psychiatrischen und chronischen Erkrankungen);

 

Chirurgie und Transplantate (falls in Israel nicht verfügbar, Kostendeckung auch im Ausland);

 

Vorbeugende Zahnbehandlung für Kinder;

 

Erste Hilfe und Krankentransport in ein Krankenhaus oder in eine Ambulanz;

 

Ärztliche Dienste am Arbeitsplatz;

 

Ärztliche Behandlung bei Drogensucht und Alkoholismus;

 

Medizinisches Zubehör und Geräte;

 

Geburtshilfe, Schwangerschaftsberatung und Behandlung bei Unfruchtbarkeit;

 

Behandlung von Verletzungen durch Unfälle und Gewalttaten;

 

Versorgung mit Arzneimitteln im Umfang laut der Anordnung des Gesundheitsministeriums;

 

Behandlung chronischer Erkrankungen;

 

Paramedizinische Dienste, wie Krankengymnastik und Beschäftigungstherapie. [19]

 

Das Patientenrecht-Gesetz (1996) schreibt „die Berechtigung jeder Person auf medizinische Hilfe und zum Schutz der Privatsphäre und der Würde jeder Person beim Erhalt ärztliche Hilfe“ vor. Dabei werden zwölf Grundprinzipien aufgezählt: [20]

 

1. Das Recht auf ärztliche Hilfe

 

2. Das Recht auf angemessene ärztliche Behandlung

 

3. Auskunft über die Identität des Arztes

 

4. Einholung einer zusätzlichen Meinung

 

5. Das Recht zum Erhalt einer fortwährenden angemessenen ärztlichen Hilfe

 

6. Die Würde des Patienten

 

7. Die Privatsphäre des Patienten

 

8. Behandlung in Not oder in großer Gefahr

 

9. Einverständnis nach Aufklärung

 

10. Zugang zu ärztlicher Information

 

11. Ärztliche Schweigepflicht

 

12. Enthüllung der Information an Dritte

 

Patientenbehandlung: Medizinische Berufe in Israel

 

In Israel sind 32.000 praktizierende Ärzte und ungefähr 9.000 Zahnärzte zugelassen. Es gibt 6.000 Apotheker. Die Gesamtbevölkerung des Staates zählt weniger als 7 Millionen Einwohner. [21] In früheren Zeiten hatte Israel die welthöchste Proportion der Ärzte per capitam. [22] Die Ausbildung der medizinischen Fachkräfte kann in einer der vier medizinischen Fakultäten, zwei Fakultäten der Zahnheilkunde, zwei Fakultäten für Pharmazie und 15 Schulen für Schwestern und Pflegepersonal stattfinden. [23]

 

Medizinische Organisationen in Israel

 

Außer den eigentlichen medizinischen Versorgungsanstalten sind in Israel freiwillige, gemeinnützige und von der Regierung unterstützte Organisationen tätig. Darunter sind zu nennen:

 

Yad Sarah, die größte freiwillige Gesundheitsorganisation im Land, bietet eine Reihe von Diensten gratis oder zu

 

„Israel hat sich schon immer für egalitäre ärztliche Behandlung für alle engagiert. Wenn jemand in Israel eine Transplantation braucht, wird dafür Geld in der Gemeinde gesammelt, um niemanden mangels finanzieller Mittel sterben zu lassen. Obwohl wir uns vom Sozialismus mehr und mehr entfernen und die Marktwirtschaft amerikanischen Stils langsam adoptieren, lebt dieses Ethos in Israel in einem viel stärkeren Maße fort als in dem Modellstaat USA.“

 

„Und auch die Qualität der medizinischen Betreuung: außer Israel gibt es keinen Ort auf der Welt, wo sie besser ist als in Amerika. Der Wettbewerb trug dazu bei, dass die Krankenkassen ihre Patienten jetzt viel besser betreuen, weil sie sie nicht an andere Krankenkassen verlieren wollen.“

 

Bemerkungen des früheren Ombudsman im israelischen Gesundheitsministerium, aus einem Interview mit Physician’s News Digest

 

Quelle: Barg Jeffrey, ”Comparing U.S. and Israel Health Care Systems,” Physician’s News Digest, Juni 1998

 

Selbstkostenpreisen für kranke, alte oder behinderte Personen bzw. deren Familien

 

„Israel hat sich schon immer für egalitäre ärztliche Behandlung für alle engagiert. Wenn jemand in Israel eine Transplantation braucht, wird dafür Geld in der Gemeinde gesammelt, um niemanden mangels finanzieller Mittel sterben zu lassen. Obwohl wir uns vom Sozialismus mehr und mehr entfernen und die Marktwirtschaft amerikanischen Stils langsam adoptieren, lebt dieses Ethos in Israel in einem viel stärkeren Maße fort als in dem Modellstaat USA.“

„Und auch die Qualität der medizinischen Betreuung: außer Israel gibt es keinen Ort auf der Welt, wo sie besser ist als in Amerika. Der Wettbewerb trug dazu bei, dass die Krankenkassen ihre Patienten jetzt viel besser betreuen, weil sie sie nicht an andere Krankenkassen verlieren wollen.“

 

Bemerkungen des früheren Ombudsman im israelischen Gesundheitsministerium, aus einem Interview mit Physician’s News Digest

 

Quelle: Barg Jeffrey, ”Comparing U.S. and Israel Health Care Systems,” Physician’s News Digest, Juni 1998. [24]

 

ZAKA (ein hebräisches Akronym für „Identifizierung von Katastrophenopfern“) ist eine freiwillige Organisation, die fast 1.000 Mitglieder umfasst, die zur Verfügung stehen wann immer Katastrophen oder Terrorattanschläge passieren. ZAKA hat sich dadurch einen Namen gemacht, dass sie besonderen Wert auf die Wahrung menschlicher Würde der Opfer sowie auf die Ehre der Toten legt, wie es die jüdischen Tradition und der jüdische Glaube verlangen. [25]

 

Magen David Adom ist für den medizinischen Notdienst zuständig. Er betreibt Erste-Hilfe-Stationen, ein landweites Blutspendenprogramm und Blutbanken, organisiert Kurse für Erste Hilfe und unterhält einen Ambulanzwagendienst, teilweise mit Intensivpflege-Ausstattung. Etwa 10.000 Freiwillige, manche von ihnen sind Gymnasiasten, bilden die Mannschaften der 120 im ganzen Land verstreuten Rettungsstationen. [26]

 

Magen David Adom, der ein alternatives Symbol anstatt des üblichen roten Kreuzes verwendet, hat Jahrzehnte lang für die Anerkennung des David-Sterns gekämpft, um in die internationale humanitäre Organisation neben dem Roten Kreuz und dem Roten Halbmond aufgenommen zu werden, was erst im Jahre 2006 gelang. [27] Der rote Halbmond ist in vielen muslimischen Staaten anstelle des roten Kreuzes üblich. [28]

 

The Hadassah Medical Organization (HMO) - Der medizinische Verband hat schon immer eine entscheidende Rolle in der Entwicklung des israelischen Systems der Gesundheitsdienste gespielt, und das ist bis heute noch so. HMO ist eine der führenden Gesundheitsorganisationen weltweit. Hadassah betreibt zwei medizinische Anstalten in Israel: die Universitätskrankenhäuser und medizinische Zentren in Ein-Karem und am Scopus-Berg [29] sowie zwei Schulen, Polikliniken, Forschungszentren und Gesundheitszentren. Insgesamt behandeln die Hadassah-Anstalten mehr als eine Million Patienten im Jahr. [30]

 

Die Medizinische Vereinigung Hadassah ist führend in der klinischen und wissenschaftlichen Forschung und hat sich zur Aufgabe gemacht, medizinische Fachkräfte ohne Rücksicht auf Rasse, Religion oder ethnische Herkunft auszubilden. Etwa die Hälfte der gesamten medizinischen Forschung im Land wird in den Hadassah-Anstalten betrieben. [31] Für nähere Information über die Geschichte von Hadassah seit 1912, besuchen Sie Hadassah’s history.

 

Die statistische Auswertungen des öffentlichen Gesundheitswesens: Lebenserwartung und Bevölkerungszuwachs in Israel

 

Die mittlere Lebenserwartung aller Israelis ist 79.7 Jahre [32], höher als in den Vereinigten Staaten (78.7) [33], in Großbritannien (78.7) [34] und in Deutschland (78.9). [35]. Die Lebenserwartung der arabischen Bevölkerung ist etwas niedriger: 76; [36], aber immerhin bedeutend höher als die der Bevölkerung anderer Länder in der Region: die Bewohner Syriens [37] und des Iran [38] leben in Durchschnitt 70.6 Jahre.

 

Laut dem von den Vereinten Nationen im Jahre 2006 veröffentlichten Bericht über die Entwicklung der Menschheit, befand sich Israel unter den 10 führenden Staaten der Welt im Bezug auf die Lebenserwartung zur Zeit ihrer Geburt. [39]

 

Im Jahr 2005 war die Zuwachsrate der jüdischen Bevölkerung Israels 1.5 %, während die muslimische Bevölkerung die Zuwachsrate von

 

3 % aufwies. [40]

 

Die grenzüberschreitenden Hilfeleistungen der israelischen Medizin

 

Es war schon immer Israels Überzeugung, dass medizinische Betreuung ein uneingeschränktes universales Recht sei, ohne Rücksicht auf ideologische Schranken oder geografische Grenzen. Israels Krankenhäuser sind für jeden offen, der hoch qualifizierte Hilfe braucht. [45]

 

Im Dezember 1994 übernahm die Palästinensische Autonomiebehörde die Verantwortung für alle Aspekte des Zivillebens der Palästinenser, einschließlich der Gesundheitsdienste und der medizinischen Betreuung. [46] Nichtsdestotrotz und sogar inmitten des andauernden bewaffneten Konflikts, gewährt Israel den Palästinensern weiterhin medizinische Hilfe im Rahmen des israelischen Gesundheitssystems. [47]

 

Many Viele große Krankenhäuser in Israel behandeln täglich Palästinenser. 2007 erhielten 50 % mehr Palästinenser eine Einreisebewilligung nach Israel für Behandlungszwecke als im Jahr zuvor: allein aus dem Gazastreifen reisten mehr als 7.000 Patienten und fast 8.000 Angehörige nach Israel ein, um hier ärztliche Hilfe zu finden. [48]

 

Während Israels einmonatiger Verteidigungsoperation im Gazastreifen zwischen Dezember 2008 und Januar 2009 wurden mindestens 20 Palästinenser zur medizinischen Behandlung nach Israel evakuiert. [49]

 

Das Medizinische Zentrum Barzilai in Ashkelon (http://www.doctor.co.il/cgi-bin/ipgnewframe.pl?www.doctor.co.il/Hospitals/Barzilai.htm) pflegt sogar die Verwundeten der innerpalästinensischen Kämpfe der verschiedenen Fraktionen in Gaza. „Jeder wird auf genau die gleiche Art gepflegt, in denselben Krankenzimmern, ohne Rücksicht auf ethnische Herkunft oder Nationalität“ – sagt Dr. Ron Lobel, der medizinische Krankenhausdirektor. „Unsere Leistungen sind für alle gleich, egal ob [Patienten] aus Gaza oder aus … Sderot.“ [50]

 

Israel bemüht sich ständig darum, dass alle palästinensischen und andere arabische Kinder und Babies in den Genuss der modernsten medizinischen Betreuung kommen. [51]

 

Außerdem exportiert Israel unablässig medizinisches, humanitäres und technologisches Wissen in alle Welt, und zwar aus einfachen humanitären Gründen. Nur um ein Beispiel zu nennen, finanzierte und organisierte das israelische Außenministerium seit 1998 56 Kurse, in denen israelische Ärzte Schulungen durchführten, an denen medizinische Fachkräfte aus mehr als 100 Ländern aus Zentral- und Südamerika, Asien, Afrika und Osteuropa teil genommen haben. Es waren mehr als 1.200 Ärzte, die von diesen Schulungen profitierten. Der nächste Kurs, mit Fokus auf Not- und Katastrophenbehandlung, ist für April 2008 geplant und wird in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation durchgeführt. [52]

 

Israels Grenzen sind offen und ärztliche Dienste sind weit und breit für internationale Opfer zugänglich, insbesondere wenn es um behandlungsbedürftige Kinder geht. Unlängst waren zwei Kinder aus dem Irak, 5 aus Ruanda und 4 aus Kenia in israelischen Krankenhäusern zu Gast und wurden hier komplizierten ärztlichen Behandlungen unterzogen. [53] Israelische Ärzte fliegen oft in die entferntesten Ecken der Welt, was der dortigen Bevölkerung ermöglicht, von ihrem fachlichen medizinischen Können zu profitieren. Israelische Ärzte errichteten Intensivpflegestationen in Eritrea, Turkmenistan, in der Ukraine und in der Türkei. Neulich begann Israel mit dem Bau eines Krebszentrums in Mauretanien. [54] Einer Delegation israelischer Augenärzte gelang es im Januar 2008, 61 Bewohnern der Elfenbeinküste das Augenlicht wieder zu geben. [55]

 

Israelische medizinische Innovationen

 

Israel ist weltweit für seine zahlreichen innovativen Beiträge und medizinisch-technologischen Neuerungen bekannt und anerkannt. Diese Fortschritte sind teilweise dank der engen Zusammenarbeit zwischen den Forschungsinstituten und der Industrie möglich geworden.

 

Die israelischen Universitäten [56] und Forschungsinstitute [57] sind größtenteils von der Regierung subventioniert, aber jede dieser Institutionen hat ihre unabhängigen Forschungsabteilungen und kommerziellen Zweigstellen. Zum Beispiel wurde eine handschuhartige Vorrichtung, welche Bewegungen in einer gelähmten Extremität zu stimulieren vermag, in der Ben-Gurion-Negev-Universität in Beer-Sheva zusammen mit NESS (Neuromedical Electrical Stimulation Systems Ltd.) entwickelt. [58]

 

Im Laufe mehrerer Jahrzehnte sind in Israel viele medizinische Technologien entstanden, die Leben retten oder erleichtern können. Eine kleine Auswahl davon:

 

Given Imaging Eine Einweg-Videokamera mit winzigen Ausmaßen, die ohne Schwierigkeit vom Patienten geschluckt werden kann. Die PillCam revolutioniert die Art der Diagnostizierung gastrointestinaler Erkrankungen; [59];

 

MediGuide: Dies ist eine neuartige darstellende Technologie, welche den Ärzten das Fortschreiten winziger medizinischer Vorgänge im Körper während des chirurgischen Angriffs ermöglicht; [60]

 

LifeMel Honey: Ein Honig, der von Bienen produziert wird, die mit einem besonderen therapeutischen Nektar ernährt werden. Der Honig kann Anämie korrigieren und das Immunsystem chemotherapeutisch behandelter Krebspatienten stärken; [61]

 

Arbel Medical: Dabei handelt es sich um eine neue IceSense-Technologie, die mittels Cryotherapie (eine chirurgische Methode, die mithilfe sehr niedriger Temperaturen krankes Gewebe tötet) Brustknoten oder Tumore heilen kann. [62]

 

Experten (U.S.A. und Israel)

 

U.S.A.:

 

Nancy Falchuk, National President, Hadassah

 

Tel.: +1 212-355-7900 (New York)

 

E-mail: nfalchuk@hadassah.org

 

Helene Feldman, Chairperson, American Friends of Tel Hashomer

 

Tel.: +1 212-586-4034 (New York)

 

E-mail: helenefeldman123@earthlink.net

 

Adele Goldberg, Executive Director, Friends of Yad Sarah

 

Tel.: +1 866-923-72724 (New York)

 

E-mail: adele@friendsofyadsarah.org

 

Jennifer Laszlo Mizrahi, Founder and President, The Israel Project

 

Tel.: +1 202-857-6644 (Washington, D.C.)

 

E-mail: jenniferm@theisraelproject.org

 

Web site: www.theisraelproject.org

 

Israel:

 

Dr. Gabriel I. Barbash, M.D., MPH, Director General, Tel Aviv Sourasky Medical Center

 

Tel.: +972-3-697-4212

 

Fax: +972-3-697-4433

 

E-mail: gabi@tasmc.health.gov.il

 

Dr. Barbash war früher Generaldirektor des Gesundheitsministeriums und doziert oft vor internationalen Gremien über das israelische Gesundheitswesen

 

Randi Garber, Director, JDC-Middle East Program

 

Tel.: +972-2-295-2767

 

E-mail: randig@jdc.org.il

 

Web sites: http://www.ashalim.org.il und http://brookdale.pionet.com/

 

David Rothner, Spokesman, Yad Sarah

 

Tel.: +972-2-644-4430

 

E-mail: davidr@yadsarah.org.il

 

Dr. Danny Shanit, Deputy Director General and Director of Medicine & Healthcare Department, The Peres Center for Peace

 

Tel.: +972-3-568-0680

 

E-mail: info@peres-center.org

 

Web site: http://www.peres-center.org/SectionProject.asp?cc=01140201

 

Spokesperson, Israel Ministry of Health

 

Tel.: +972-2-670-5705

 

E-mail: dover@moh.health.gov.il

 

Web site: www.health.gov.il/english

 

David Weinberg, Spokesman, The Chaim Sheba Medical Center at Tel Hashomer

 

Tel.: +972-3-530-2473

 

E-mail: David.Weinberg@sheba.health.gov.il

 

The Israel Project (TIP)

 

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Samstag, 08 Januar 2011