Medien und die Realität: `Willkommenskultur´ bis nichts mehr geht ...

Medien und die Realität:

`Willkommenskultur´ bis nichts mehr geht ...


Während die Zweifel am Endsieg der `Willkommenskultur´ politisch immer deutlicher zu Buche schlagen, intensiviert der deutsche Staatsfunk seine Bemühungen um eine politisch opportune `Verarbeitung´ der jüngsten deutschen Geschichte.

von Ramiro Fulano

 

Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen, meine Damen und Herren: Da produziert der WDR einen Fernsehfilm, in dem „Wir Europäer“ (vulgo: die Deutschen) vor dem bösen Rechtspopulismus fliehen – ausgerechnet nach Südafrika!

Das ist vor zweierlei Hintergrund zu sehen:

 

  1. Seit 2015 fliehen tatsächlich tausende von Menschen, weil sie sich in Germanistan nicht mehr sicher fühlen – aber sie fliehen nach Ungarn. Also zu genau jenen „Rechtspopulisten“, vor denen uns die ARD so selbstlos „warnen“ möchte.
    Und wie jeder weiß, ist die Warnung die freundliche Seite der Drohung.

 

  1. Im realexistierenden Südafrika – oder wie es bei der ARD in Anlehnung an die EU heißt: in der „Südafrikanischen Union“ (abgekürzt SU) – herrscht ein Alltag, der die Vorgänge in der Kölner Silvesternacht des Jahres 2015 (die es natürlich niemals nicht gegeben hat), wie einen Sonntagsspaziergang erscheinen lassen.

 

Südafrika entwickelt sich seit Jahren zu einem zweiten Zimbabwe – und im Gegensatz zu Kanada, Australien und New Zealand eben nicht zu einem massentauglichen Zufluchtsort.

Aber man kann dort offensichtlich wochenlang im Auftrag des WDR einen Fernsehfilm drehen, ohne auch nur das geringste davon zu bemerken - wenn man hermetisch genug gegen jede Anfechtung durch die Wirklichkeit abgeschottet ist.

 

Nun werden die öffentlich-rechtlichen FernsehmacherInnen jederlei Geschlechts angesichts ihrer völligen Selbstblamage sich natürlich mit der Schutzbehauptung herausreden wollen, es sei doch alles „fiktional“, also „gar nicht so gemeint gewesen“. Man ist es schließlich im linksalternativen Milieu auch sonst gewohnt, dass gar nichts mit irgendwem oder irgendwas zu tun hat, außer mit Trump, Islamophobie und Global Warming natürlich.

 

Und das mag sein, wie es will. Interessant sind die gebührenfinanzierten Fernsehträume des WDR bloß als freiwillig-unfreiwillige Selbstauskunft ihrer Produzenten. Aber dass man sich doch bitte aus Germany verpissen möge, wenn es einem in Stasi-Angies Neuem Deutschland nicht recht passt, hat man bereits von der CDU zur Genüge gehört. Das ist weder neu noch interessant.

 

Das wussten wir längst und das mussten uns Herr und Frau Zahn, die im Auftrag des WDR das Drehbuch zu „Aufbruch ins Ungewisse“ schrieben, nicht extra sagen. Aber musste es unbedingt Südafrika sein, lieber WDR, wo jedes Jahr etliche Farmer ermordet werden, weil sie die „falschen“ phänotypischen Merkmale aufweisen (blond, blass, blauäugig)?

Wenn es denn schon so ist, dass „Das Pack“ à la Vizekanzler Gabriel (SPD) sich gefälligst nach Afrika verpissen soll, ginge dann nicht auch Madagaskar? Oder Uganda? Wo man mit etwas Glück sogar am Leben bleiben kann? Asking for a friend…

 

Ich glaube nicht, dass Sie beim Staatsfunk wirklich den ganzen Tag auf Koks und Schampus sind, liebe Kollegen. Ich glaube auch nicht, dass Sie wirklich Aliens aus einem Paralleluniversum sind, die ihre fliegenden Untertassen im Neuschwabenland versteckt haben. Ich glaube, dass der Wahnsinn in Ihrem Fall Methode hat.

 

Wie aus der Filmgeschichte bekannt, kam die Propaganda-Sumpfblüte der letzten nationalen und sozialistischen Diktatur erst in den Jahren 1943 und 1944 zur vollen Entfaltung, als bereits feststand, dass der „Endsieg“ des Deutschen Reichs militärisch unmöglich war.

 

Damals entstanden so faszinierend eskapistische Machwerke wie „Münchhausen“ und „Kolberg“. Von diesem Rang ist die WDR/Degeto Produktion natürlich nicht.

 

Aber mit dem ästhetischen Niveau und der politischen Brisanz eines Márika-Röck-Films (interessanterweise ebenfalls aus Ungarn) lässt sich der eskapistische Schmachtfetzen über die gebührenfinanzierte Flucht in die „SU“ durchaus vergleichen: Je desolater die Realität, desto toller treibt es die Bewusstseinsindustrie – le plus ça change and all that.

Selbstverständlich spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, wenn man den Wunderwaffen der deutschen Propaganda noch immer ansieht, dass der Wunsch der Vater des Gedankens war. Nämlich: Wer an der „Willkommenskultur“ etwas auszusetzen hat, möge sich doch bitte in Südafrika abmarxen, pardon, abmurksen lassen.

Aber musste das „politische“ (sprich: wahnhafte) linksalternative Establishment den Tele-Volkssturm der ARD bereits jetzt aktivieren?

 

Ich kenne mich im Kopf des Möchtegern Diktators Maaß (SPD) nicht recht aus, aber er strebt mit seiner Politik offenbar einen Punkt an, der staatliche Repressionsmaßnahmen unterhalb von Internierungslagern für Dissidenten unmöglich macht.

 

So ist das wohl, wenn die Deutschinnen und Deutschen trotz „Willkommenskultur“ am Leben bleiben möchten. Ist ja auch schrecklich eigensinnig und rassistisch. Aber gehören die Leute deshalb wirklich gleich in Angies Gulag gesperrt, liebe GroKo?

 

Mangel an Idealismus ist im wahnhaften Milieu natürlich ein schweres Verbrechen. Auch wenn der normal gebliebene Teil der Menschheit weiß, dass idealistisch nur ein vornehmes Wort für bescheuert ist.

 

Aber man sollte im Interesse seiner gebührenfinanzierten Existenz damit rechnen, dass seine ZuschauerInnen jederlei Geschlechts mit ihrer freiwilligen Selbstabschaffung nicht ganz einverstanden sind.

 

Premiere von „Aufbruch ins Ungewisse“ ist im „Ersten“ am Mittwoch, den 14. Februar um 20:15, zur besten Sendezeit. Sophie Seitz beim WDR und Christine Strobl (die Tochter von Wolfgang Schäuble, CDU) bei der Degeto freuen sich bestimmt über Lob und Anregungen in dieser Angelegenheit.


Sonntag, 07 Januar 2018