Raw Frand zu Parschat Bereschit: Diese Raschi ist nicht für die Vereinten Nationen - sie ist für uns

Raw Frand zu Parschat Bereschit:

Diese Raschi ist nicht für die Vereinten Nationen - sie ist für uns


An diesem Shabbat lasen wir die Paraschat Bereschit aus der Torah. Raw Frand erläutert Aspekte dieser Parascha und ihrer Bedeutung. Heute lesen Sie den ersten Kommentar zur Paraschat.

Die erste Raschi in Bereschit sagt:
 
Raw Jizchak sagte, die Torah hätte mit "Dieser Monat sei euch..." [Schemot Kapitel 12] beginnen sollen (das erste Gebot, betreffend der Festsetzung der Festtage nach dem Mondjahr). Weshalb beginnt die Torah also mit der Schilderung der Schöpfung? Weil "Die Macht Seiner Werke verkündete Er Seinem Volk, indem Er ihnen das Erbe der Nationen gab" (Psalmen 111:6) Würden die Völker der Welt zu Israel sagen: "Ihr seid Räuber, denn ihr habt das Land der sieben Völker von Kena’an gewaltsam eingenommen", so könnte Israel ihnen sagen "Die ganze Welt gehört dem Allmächtigen, Er erschuf sie und gab sie jenem, den er für richtig befand. Nach seinem Willen hat Er sie jenen gegeben und nach seinem Willen sie ihnen genommen und uns gegeben.
 
Was bedeutet diese Raschi? Wir sind uns wohl bewusst, dass die "hypothetische Situation" (dass die Völker der Welt zu Israel sagen würden: "Ihr seid Räuber...") Tatsache geworden ist. Doch wird es den Völkern nicht einerlei sein, wenn wir die Begründung von Raw Jizchak anführen werden? Werden sie durch eine solche Logik beeindruckt sein? Gewiss nicht!
 
Sicherlich ist diese Lehre weder an die Araber noch an unsere Feinde in der UNO noch an die Feinde des jüdischen Volkes während der Jahrtausende gerichtet. Dieser Raschi betrifft uns! Um unseren Feinden mit Überzeugung sagen zu können, "Dies ist UNSER Land" müssen wir auch wirklich glauben, dass es UNSER Land ist! Wenn wir selbst nicht von unserem Recht, dass das Land Israel uns gehört, überzeugt sind, wie können wir dann unsere Feinde von dieser Tatsache überzeugen.
 
Im Innern werden wir von Revisionisten bedrängt, die unseren Anspruch auf das Land in Frage stellen. "Eigentlich waren SIE zuerst hier." "Es ist für SIE ebenso heilig wie für uns". Wenn man eine solche Einstellung hat und selbst nicht davon überzeugt ist, einen rechtsgültigen Anspruch zu haben, kann man andere gewiss nicht davon überzeugen.
 
Wir müssen Raw Jizchaks Lehre verinnerlichen: "Er erschuf sie und gab sie jenem, den er für richtig befand." Es ist G’ttes Universum. Er mag wohl andere Völker eine Weile das Land bewohnen lassen, doch nun will Er, dass wir es haben. Wenn wir selbst nicht von dieser Tatsache überzeugt sind, dann können wir unsern Anspruch auf das Land nicht geltend machen.
 
 
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Freitag, 13 Oktober 2017