`Wenn jemand einen Menschen tötet, so ist es, als töte er die ganze Menschheit´

`Wenn jemand einen Menschen tötet, so ist es, als töte er die ganze Menschheit´


Kritische Analyse eines Koran-Zitates der österreichischen Imame

von Giordano Brunello*

Am 14. Juni 2017 haben rund 300 Imame der Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreich (IGGÖ) in Wien-Floridsdorf medienwirksam eine “Deklaration gegen Extremismus und Terror” unterzeichnet, die zuvor vor laufender Kamera verlesen wurde. Die Erklärung, die hier abgerufen werden kann, fing mit einem Koranzitat an. Hier die ersten Sätze aus der viel beachteten Deklaration der österreichischen Imame :
 

“‘Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen! Wenn jemand einen Menschen tötet, so ist es, als habe er die ganze Menschheit getötet! Und wer einem Menschen das Leben rettet, so ist es, als habe er die ganze Menschheit gerettet!‘ (Koran 5 : 32)”

 

Ich habe diese von Islamapologeten immer wieder gerne zitierte Koranstelle aus der Sure 5 : 32, die insbesondere bei den Nichtmuslimen den Eindruck erwecken soll, dass der Islam eine Religion des Friedens sei, gemäss welcher angeblich jedes einzelne menschliche Lebewesen als so wertvoll wie die gesamte Menschheit betrachtet werde, in einem früheren Blog-Artikel schon einmal thematisiert. Da dieses Zitat bei dieser Deklaration eine besondere Rolle spielt, zumal sie immerhin damit beginnt, werde ich mich damit – auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen – nochmals aber dieses Mal etwas vertiefter auseinandersetzen.

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Zitat von Islamapologeten immer – das meine ich durchaus wörtlich – völlig aus dem Zusammenhang gerissen und unvollständig wiedergegeben wird, wie auch in der Deklaration der österreichischen Imame. Normalerweise müssen sich Islamkritiker wie ich uns immer wieder den Vorwurf anhören, wonach wir beispielsweise eine Gewaltpassage oder eine andere haarsträubende Unzulänglichkeit aus dem Koran “völlig aus dem Zusammenhang” zitiert hätten. Was hier diesen gegenüber uns vorgebrachten Vorwurf übertreffen dürfte, ist die Tatsache, dass diese Koranstelle von den Islamapologeten ihrerseits nicht nur immer völlig aus dem Zusammenhang zitiert sondern stets – das meine ich auch wörtlich – auch unvollständig wiedergegeben wird, übrigens auch von den österreichischen Imamen in ihrer Deklaration.

 

Bei der islamapologetischen Wiedergabe der Koranstelle wird regelmässig nicht nur der Anfang und der Schluss von Sure 5 : 32 nie zitiert. Vielmehr fehlt immer auch ein wichtiger Satz respektive Teilsatz dazwischen, der ganz offensichtlich bewusst weggelassen wird, damit Nichtmuslime, die mit diesem Slogan beschwichtigt und von der angeblichen Friedfertigkeit des Islam überzeugt werden sollen, bloss nicht auf falsche Gedanken kommen. Hier ist Sure 5 : 32 vollständig wiedergegeben, wobei die Stellen, die in der Deklaration der österreichischen Imame fehlen, in fetter Schrift festgehalten wurden :

 

Sure 5 : 32

 

“Aus diesem Grunde haben Wir den Kindern Isrāʾīls vorgeschrieben : Wer ein menschliches Wesen tötet, ohne (daß es) einen Mord (begangen) oder auf der Erde Unheil gestiftet (hat), so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte. Und wer es am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhält. Unsere Gesandten sind bereits mit klaren Beweisen zu ihnen gekommen. Danach aber sind viele von ihnen wahrlich maßlos auf der Erde geblieben.”

 

Mit anderen Worten unterlassen die österreichischen Imame geflissentlich, dass Gott  hier mit dieser Vorschrift nicht etwa die Muslime anspricht, wobei für den unkundigen Leser noch zu erwähnen ist, dass der Sprechende im Koran aus islamischer Sicht Gott höchstpersönlich ist. Vielmehr habe dieser Gott den Juden (Gott spricht hier in der Vergangenheitsform!) diese Dinge vorgeschrieben. Nachdem er dies den Juden befohlen habe, hätten sich diese gemäss Angaben dieses Gottes allerdings masslos verhalten, obwohl mehrere seiner Gesandten mit klaren Beweisen zu ihnen gekommen seien. Diese antisemitischen Inhalte der Sure 5 : 32 bleiben von den österreichischen Imamen völlig unerwähnt.

 

Was die österreichischen Imame ebenfalls nicht ansprechen ist, dass in der Sure 5 : 32 offenkundig die Todesstrafe gerechtfertigt wird, wobei diese Stelle wohl deshalb nicht zitiert wird, um den Eindruck, den man erwecken will, nicht zu trüben. Die Todesstrafe ist einerseits für Mörder vorgeschrieben, was in einem so alten Buch nicht erstaunlich ist und deshalb nicht wirklich schockieren sollte. Andererseits sei sie aber auch für Menschen vorgeschrieben, die auf der Erde Unheil angestiftet hätten. Unter “auf der Erde Unheil angestiftet haben” kann man sich natürlich vieles vorstellen. Wer aber im Koran damit gemeint ist, geht aus derselben Sure 5 klar hervor, indem sie dort namentlich genannt werden.

 

Sure 5 : 64

 

“Und die Juden sagen : „Allahs Hand ist gefesselt.“ Ihre (eigenen) Hände seien gefesselt und sie seien verflucht für das, was sie sagen. Nein! Vielmehr sind Seine Hände (weit) ausgestreckt; Er gibt aus, wie Er will. Was zu dir (als Offenbarung) von deinem Herrn herabgesandt worden ist, wird sicherlich bei vielen von ihnen die Auflehnung und den Unglauben noch mehren. Und Wir haben unter ihnen Feindschaft und Haß erregt bis zum Tag der Auferstehung. Jedesmal, wenn sie ein Feuer zum Krieg anzünden, löscht Allah es aus. Und sie bemühen sich, auf der Erde Unheil zu stiften. Aber Allah liebt nicht die Unheilstifter.”

 

Ich werde später noch weitere antisemitische aber auch christenfeindliche Inhalte aus der Sure 5 (al-Maida) wiedergeben. Bleiben wir aber noch bei der Koranstelle, die von den österreichischen Imamen offensichtlich aus ganz bestimmten Gründen unvollständig wiedergegeben wird. Einerseits unterschlagen sie damit die Tötungsbefehle von Sure 5 : 32 und andererseits die Tatsache, dass die Gebote, keine Menschen zu töten und Menschen zu retten gemäss Koran gegenüber den Juden und nicht etwa gegenüber den Muslimen ausgesprochen worden seien, wobei die Juden diese Vorschriften allerdings missachtet hätten.

 

Jetzt fehlt nur noch der weitere Zusammenhang im Text. Nach dem letzten Satz von Sure 5 : 32 (“Unsere Gesandten sind bereits mit klaren Beweisen zu ihnen gekommen. Danach aber sind viele von ihnen wahrlich maßlos auf der Erde geblieben “), wo klar die Juden gemeint sind, geht es in Sure 5 : 33-34 nämlich wie folgt weiter :

 

“Der Lohn derjenigen, die Krieg führen gegen Allah und Seinen Gesandten und sich bemühen, auf der Erde Unheil zu stiften, ist indessen (der), daß sie allesamt getötet oder gekreuzigt werden, oder daß ihnen Hände und Füße wechselseitig abgehackt werden, oder daß sie aus dem Land verbannt werden. Das ist für sie eine Schande im Diesseits, und im Jenseits gibt es für sie gewaltige Strafe,– außer denjenigen, die bereuen, bevor ihr Macht über sie habt. So wisset, daß Allah Allvergebend und Barmherzig ist.”

 

Nachdem in Sure 5 : 32 von Juden die Rede ist, welche Gebote Gottes angeblich missachtet hätten, werden Muslime in Sure 5 : 33 zu deren Tötung, Kreuzigung, Verstümmelung und Verbannung aufgerufen. Das sei ihre “Schande im Diesseits, und “im Jenseits” gebe es “für sie gewaltige Strafe”, ausser sie würden bereuen (5 : 34), was so viel heisst wie, sie würden den Islam annehmen. Die Tatsache, dass damit durchaus die Juden gemeint sind, ist einmal mehr aus der Sure 5 selbst zu entnehmen, zumal das vorgenannte Motiv dort wiederholt wird und zwar ganz am Schluss, was ich in fetter Schrift hervorgehoben habe.

 

Sure 5 : 41

 

O du Gesandter, lasse dich nicht durch jene traurig machen, die im Unglauben dahineilen, unter denen, die mit ihren Mündern sagen : „Wir glauben“, während ihre Herzen nicht glauben. Und unter denjenigen, die dem Judentum angehören, unter ihnen gibt es manche, die auf Lügen horchen, die auf andere Leute horchen, die nicht zu dir gekommen sind. Sie verdrehen den Sinn der Worte, nach(dem sie an) ihrer (richtigen) Stelle (waren), und sagen : „Wenn euch dies gegeben wird, dann nehmt es an. Wenn euch dies aber nicht gegeben wird, dann seht euch vor.“ Wen Allah der Versuchung aussetzen will, für den wirst du gegen Allah nichts (auszurichten) vermögen. Das sind diejenigen, deren Herzen Allah nicht rein machen wollte. Schande gibt es für sie im Diesseits, und im Jenseits gibt es für sie gewaltige Strafe;

 

Zu erwähnen bleibt, dass die Angabe in Sure 5 : 32, wonach Gott gegenüber Juden diesen Befehl erteilt habe, inhaltlich falsch ist, womit einmal mehr die angeblich göttliche Herkunft des Korans widerlegt wird, sofern man überhaupt an solche Dinge glaubt. Wenn der Sprechende, der aus islamischer Sicht Gott selbst ist, angibt, er habe den Kindern Israels etwas verordnet, würde dies bedeuten, dass er dies im Rahmen der Offenbarung der Tora gegenüber Moses getan habe. Nach islamischem Verständnis habe Gott nämlich den Juden die Tora (Tawrat) über Moses und den Christen die Bibel (Indschil) über Jesus offenbart, so ähnlich in der Form, wie der Koran über Mohammed den Muslimen offenbart worden sei. Jedenfalls steht der von den österreichischen Imamen zitierte Satz nicht etwa in der Tora sondern im Jerusalemer Talmud, im älteren der beiden Talmud. Es handelt sich um eine rabbinische Weisheit und nicht um ein Gottesbefehl aus der Tora, wie dies der Autor dieser Koranstelle fälschlicherweise annimmt. Hier ist die Stelle vollständig :

 

Jerusalem Talmud, Sanhedrin 4 : 1 (22a) :

 

 

“Whoever destroys a soul, it is considered as if he destroyed an entire world. And whoever saves a life, it is considered as if he saved an entire world.”

 

Sure 5 beinhaltet noch weitere antisemitischen Inhalte, aber auch Christenfeindlichkeit. Ich möchte beispielhaft einige wiedergeben :

 

Sure 5 : 12-14

 

“Allah hatte ja mit den Kinder Isrāʾīls ein Abkommen getroffen. (…) Dafür, daß sie ihr Abkommen brachen, haben Wir sie verflucht und ihre Herzen hart gemacht. Sie verdrehen den Sinn der Worte, und sie haben einen Teil von dem vergessen, womit sie ermahnt worden waren. Und du wirst immer wieder Verrat von ihnen erfahren – bis auf wenige von ihnen. (…) Und (auch) mit denen, die sagen : „Wir sind Christen“, haben Wir ihr Abkommen getroffen. Aber dann vergaßen sie einen Teil von dem, womit sie ermahnt worden waren. So erregten Wir unter ihnen Feindschaft und Haß bis zum Tag der Auferstehung. (…)”

 

Das lasse ich umkommentiert.

 

Sure 5 : 17

 

“Ungläubig sind ja diejenigen, die sagen : „Allah ist ja al-Masīḥ, der Sohn Maryams“ (…)”

 

Damit sind  die Christen gemeint. Al-Masih ist der Messias, d.h. Jesus; Sohn Maryams bedeutet Sohn Marias.

Jesus wird im Koran übrigens immer wieder als Sohn Marias bezeichnet, um damit die Gottessohneigenschaft Jesu, woran die Christen glauben, zu bestreiten. Gleichzeitig wird die Gleichsetzung des Messias mit Gott bestritten. Das ist der Grund, weshalb Christen hier als Ungläubige bezeichnet werden. Anders ausgedrückt ist Jesus aus islamischer Sicht nicht Gottes Sohn und auch nicht Gott sondern Marias Sohn und durchaus ein Messias, was durch ständige Wiederholung im Koran betont wird. Diese gewollte Bestreitung des christlichen Jesusglaubens ist im Übrigen einer der zentralen Glaubenssätzen des Islam. Sie ist sogar im islamischen Glaubensbekenntnis, der Schahada, enthalten, was die erste der fünf Säulen des Islam darstellt :

 

“Es gibt keinen Gott ausser Gott, Mohammed ist sein Gesandter”

 

Die meisten Christen, die sich trotz der Trinitätslehre durchaus als Monotheisten betrachten, missverstehen die genaue Bedeutung des islamischen Glaubensbekenntnisses, wenn sie es vernehmen. Es stellt nichts anderes als eine islamische Empörung gegenüber der angeblichen Vielgötterei der Christen dar, welche der Trinitätslehre folgen. Der Teil “Es gibt keinen Gott ausser Gott” ist als eine Art von islamischer Protestslogan gegen die Trinitätslehre (Vater, Sohn und heiliger Geist) zu verstehen. Anders ausgedrückt bedeutet “Es gibt keinen Gott ausser Gott”, dass es nicht drei Götter, wie die Christen dies angeblich annehmen, sondern nur einen Gott gibt. Das ist die antitrinitarische Kernbotschaft des Islam und wohl auch die Ursache, weshalb es den Islam überhaupt gibt.

 

Ich werde nun eine letzte Stelle aus der Sure 5 zitieren, die in der Zwischenzeit berühmt geworden ist und den Muslimen klare Vorgaben macht, wie sie mit den Juden und mit den Christen, die in derselben Sure so negativ umschrieben werden, umzugehen hätten :

 

Sure 5 : 51

 

„Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht die Juden und die Christen zu Freunden! Sie sind untereinander Freunde (aber nicht mit euch). Wenn einer von euch sich ihnen anschließt, gehört er zu ihnen (und nicht mehr zu der Gemeinschaft der Gläubigen). Gott leitet das Volk der Frevler nicht recht.“

 

Wenn ich meine bisherigen Ausführungen zusammenfasse, bedeutet dies zunächst, dass die Koranstelle, aus der die österreichischen Imame zu Beginn ihrer Deklaration zitieren, einen zutiefst antisemitischen Zusammenhang hat. Was die Imame ferner als Gottesgebot gegenüber Muslimen darstellen wollen, um die angebliche Friedfertigkeit des Islam zu beweisen, ist aus islamischer Sicht in Tat und Wahrheit ein vermeintliches Gottesgebot gegenüber den Juden aus der Tora, welche dieses gemäss dieser Koranstelle trotz Gotteszeichen missachtet hätten. Muslime müssten gemäss dieser angeblich friedfertigen Koranstelle Krieg gegen die Juden führen, sie kreuzigen, verstümmeln, verbannen, weil sie Unheil auf der Welt stiften würden, ausser sie würden sich zum Islam bekennen. Schande gebe es für die Juden im Diesseits und im Jenseits erwarte sie eine gewaltige Strafe.

 

Was beim Zitat in der Deklaration der österreichischen Imame auffällt ist, dass sie im Grunde genommen wortwörtlich aus dem jüdischen Talmud zitieren und nicht etwa aus dem Koran, welche die Angaben über die Juden, die durch und durch antisemitisch sind, aber auch die koranischen Vorgaben zur Todesstrafe sowie die übrigen islamischen Gewaltexzesse insbesondere gegenüber den Juden freilich nicht enthält. Vielmehr fehlen die originär islamischen Inhalte vollständig.

 

Ich bitte den Leser, sich dies noch einmal auf der Zunge zergehen zu lassen : Die österreichischen Imame zitieren wortwörtlich den Talmud und nicht den Koran und behaupten, es handle sich hier um ein Koranzitat!  Ausgerechnet damit wollen sie die angebliche Friedfertigkeit des Islam gleich zu Beginn ihrer Deklaration betonen. Gleichzeitig enthält die Koranstelle, aus der sie nur den talmudischen und damit jüdischen Teil entnehmen und dabei die islamischen Teile vollständig weglassen, eine tiefe Feindschaft gegenüber den Juden. In der Sure 5, aus der sie zitiert haben wollen, ist zudem an weiteren Stellen Antisemitismus aber auch Christenverachtung vorzufinden sowie den ausdrücklichen Gottesbefehl, sich mit diesen nicht anzufreunden. Ansonsten werde man so wie sie, sprich Frevler.

 

Es gibt sicherlich Muslime, welche die genauen Zusammenhänge, die ich oben dargelegt habe, nicht kennen und den Spruch in der unvollständigen Form irgendwo aufgeschnappt und diesen in derselben unvollständigen Form wiedergeben, wenn sie das Gefühl haben, sie müssten nachweisen, dass Islam Frieden bedeute und diese Koranstelle der Beweis dafür sei. Diesen unwissenden Muslimen, die wenig bis gar keine Ahnung vom Islam haben, mache ich keine Vorwürfe. Diese Deklaration stammt allerdings von Imamen, die den Koran kennen sollten, womit dieses bewusste falsche Zitieren aus meiner Sicht reinste Taqiya ist. Hier wird bewusst gelogen und unvollständig zitiert, wobei das Zitat in dieser Form sogar aus dem Talmud stammt und nicht aus dem Koran, wie die Imame dies wahrheitswidrig angeben. Der Zweck dieser Lüge ist die Ehrenrettung des Islam, wobei beim Zitat just die originär islamischen Inhalte unterschlagen werden.

Jetzt könnten vielleicht einige Leser einwenden, dass die Deklaration selbst sich vom Antisemitismus distanziere. Wenn man sich den Teilnehmerkreis dieser Deklaration jedoch etwas aus der Nähe betrachtet, wird man feststellen können, dass dies nicht wirklich ernst gemeint ist. Florian Markl von Mena-Watch hat etwas näher hingesehen. Er schreibt :

 

“In der Mitte des Fotos ist IGGiÖ-Chef Ibrahim Olgun zu sehen. Etwas daneben, am rechten Bildrand, steht Erich Waldmann, Imam der schiitischen Imam-Ali-Moschee in Wien – und Mitorganisator der hiesigen Al-Quds-Tage, also jener vom islamistischen Regime in Teheran ins Leben gerufenen Aufmärsche, auf denen alljährlich die Vernichtung Israels propagiert wird. Der Kampf gegen Antisemitismus, zu dem sich die Imame der IGGiÖ bekennen, steht offenbar nicht im Widerspruch zur Agitation für die Beseitigung des jüdischen Staates – obwohl das nach der unlängst von der Bundesregierung angenommenen Definition nichts anderes als Antisemitismus ist.”

 

Ganz zum Schluss möchte ich noch folgendes klarstellen. Es ist natürlich klar, dass mein Vorwurf der Taqiya gegenüber den österreichischen Imamen, die zwecks Ehrenrettung des Islam den Talmud zitieren und dabei behaupten, es handle sich um eine Koranstelle, welche die Wichtigkeit eines jeden menschlichen Lebens im Islam betone, etwas böswillig ist, weil viele Inhalte der Deklaration selbst von jedem Europäer unterschrieben werden könnte. Das Problem dabei ist, dass eine Deklaration, die mit einem solchen angeblichen Koranzitat beginnt, das im Grunde genommen ein Talmudzitat ist, einzig den Zweck verfolgt, um das islamische Leben in Österreich und den Islam im Allgemeinen vor Vorwürfen zu schützen.

 

Ich hatte in meinem letzten Blog-Artikel sinngemäss ausgeführt, dass Muslime sich von dschihadistischen Anschlägen nicht distanzieren müssten, weil sie zu den Dschihadisten von Vornherein keine Nähe hätten und die entsprechende Forderung aus meiner Sicht implizit eine Sippenhaft darstelle. Distanzieren bedeutet Abstand nehmen und man kann nur von einer Sache oder von einer Person Abstand nehmen, zu der man eine Nähe hat. Genau eine solche Nähe zu solchen antisemitischen und antichristlichen Inhalten des Islam besteht allerdings bei den Muslimen, sofern sie sich nicht ausdrücklich von diesen distanzieren. Ich denke, dass ich hier den Begriff “distanzieren” korrekt verwende. Es gibt sowohl im Koran als auch in den Hadithen haarsträubende Inhalte, von denen Muslime, die in Europa leben, klar Abstand nehmen müssen. Diese Distanzierung muss von den Muslimen ausgesprochen werden. Mit Unterschlagungen von Koraninhalten, wie dies die österreichischen Imame in ihrer Deklaration tun, ist dies natürlich nicht getan.

 

Wenn die Muslime Abstand von koranischen Inhalten nehmen wollen, könnten sie insbesondere bei den zeitlich später entstandenen medinischen Suren beginnen, zu denen auch die Sure 5 gehört, die ich in der vorliegenden Abhandlung thematisiert habe. Sie ist sogar gemäss islamischer Doktrin in zeitlicher Hinsicht die 114. und somit die letzte Sure des Koran. Ohne ein kritisches Hinterfragen insbesondere der medinischen Suren des Koran und der Hadithe und ohne eine ausdrückliche Distanzierung von zivilisationsfeindlichen Inhalten, die darin zu finden sind, wird auch das künftige Zusammenleben mit Muslimen, die dies nicht tun, schwierig werden.

 

 

 

* Autorenangabe ist das Pseudonym eines aus der Türkei stammenden, in Europa lebenden Aktivisten und Bloggers.

 

Freiheit oder Scharia - Foto : Koran-Cover (Foto :  von ~crystalina~ (Flickr) [CC BY 2.0 (http : //creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons)


Montag, 19 Juni 2017





"...völlig aus dem Zusammenhang gerissen und unvollständig wiedergegeben wird..." Nix Neues unter der Sonne. Alltägliche Praxis bei den MSM.

Am Donnerstag war darüber ein Bericht in der österr. Kronenzeitung - anscheinend ohne das geringste Wissen über den Koran als Wahrheit hingenommen. Bitte an den Verfasser dieses Berichtes: Kronenzeitung anschreiben und aufklären! Danke