Die Europäische Union applaudiert sich zurück ins Mittelalter

Die Europäische Union applaudiert sich zurück ins Mittelalter


Als im Mittelalter die Pest wütete und viele Christen daran starben, erhoben sie den Vorwurf der Brunnenvergiftung gegen Juden. Der Vorwurf fiel nicht zufällig auf Juden, denn lange zuvor waren in ganz Europa sogenannte Judenbilder verbreitet worden, die den sozial ausgegrenzten Juden Heimtücke, Schadenzauber und Verschwörungen gegen die Christenheit zugeschrieben hatten.

von Gerd Buurmann

 

Außerdem wurden Juden aufgrund ihrer religiös verankerten Hygienevorschriften oft weniger von Epidemien getroffen als die übrige Stadtbevölkerung. Statt aber die Schuld bei sich selbst zu suchen und dem Versäumnis, sauberes Wasser zu erschließen, verfolgten Christen Juden.

 

Das war das Mittelalter. Heute ist es nicht viel anders!

 

In Israel haben Juden ab der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts eine Vielzahl moderner Wasseranlagen gebaut. Statt das zu bewundern, wird Israel heute dafür kritisiert, weil Araber keine modernen Wasseranlagen gebaut haben, ganz so als sei es die Schuld der Juden, wenn Araber heute kein sauberes Wasser erschließen wie Christen im Mittelalter. Am 12. Februar 2014 sprach der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, vor dem israelischen Parlament diese Worte:

 

„Ich habe vor zwei Tagen mit jungen Menschen in Ramallah gesprochen, die wie junge Menschen überall auf der Welt eine Ausbildung machen, studieren, reisen, eine Arbeit finden und eine Familie gründen wollen. Sie haben aber auch einen Traum, der für die meisten jungen Menschen selbstverständlicher Alltag ist: frei in ihrem eigenen Land zu leben, frei von Gewalt, ohne Beschränkung ihrer Bewegungsfreiheit. […] Einer der Fragen dieser jungen Menschen, die mich am meisten bewegt hat – wobei ich die genauen Zahlen nicht nachschlagen konnte –, war: Wie kann es sein, dass Israelis 70 Liter Wasser am Tag benutzen dürfen und Palästinenser nur 17?“

 

Die Zahlen von Martin Schulz waren ein Gerücht, wie er später zugeben musste. Sie entsprangen wie im Mittelalter einer langen Tradition der Verbreitung von Judenbildern, die heute jedoch Israelbilder genannt werden müssen. Alex Feuerherdt zeigt in seinem Aufsatz „Israel, die Palästinenser und das Wasser“, dass Martin Schulz‘ Ausführungen reine Lügen und Gerüchte über Juden und Israel sind und beweist zudem, dass Israel nicht nur kein Wasser gestohlen hat, sondern vielmehr Wasser verschenkt hat – an Feinde, füge ich hinzu, Feinde, die die Vernichtung aller Juden weltweit fordern, wie die Hamas in ihrer Gründungscharta (Artikel 7).

 

Am 23. Juni 2016 war Mahmud Abbas zu Gast im Parlament der Europäischen Union. Er nutzte seine Rede, um zu schauen, wie sehr die abfälligen Juden- und Israelbilder bereits Früchte getragen haben, indem er offen und ganz direkt die mittelalterliche Lüge vom brunnenvergiftenden Juden verbreitete. Er behauptete, es gäbe gewisse Rabbiner, die beauftragt hätten, Brunnen zu vergiften.

 

 

Natürlich war das alles gelogen. Es gibt diese Rabbiner nicht und Juden vergiften heute so wenig die Brunnen wie im Mittelalter, aber Abbas wollte wissen, ob die Juden- und Israelbilder in Europa bereits so viel erreicht haben, dass diese Lüge wieder offen und schörkelos in Europa verbreitet werden können. Sie können! Abbas sollte nicht enttäuscht werden. Am Ende der Rede gab es sogar stehenden Applaus vom Parlament. Am 23. Juni 2016 applaudierte sich die Europäische Union zurück ins Mittelalter.​​

 

 

 

 

Der Brunnenvergiftervorwurf von Abbas war eine derart offensichtliche Lüge, dass selbst Abbas sie nicht lange aufrecht erhalten konnte. Nur zwei Tage später, am 25. Juni 2016, veröffentlichte die Presseabteilung von Mahmud Abbas folgendes Statement:

 

„Nachdem es offensichtlich geworden ist, dass es die angeblichen Aussagen eines Rabbiners, palästinensische Brunnen zu vergiften, wie es verschiedenen Medien berichtet haben, nicht gegeben hat, erklärt Präsident Mahmud Abbas, dass er damit keine schädlichen Auswirkungen auf das Judentum verursachen wollte und nicht die Absicht hatte, das jüdische Volk zu beleidigen.“

 

Er wollte vermutlich nur schauen, wie die Europäische Union darauf reagiert!

 

Es stellt sich daher die Frage, warum das Parlament der Europäischen Union diesen Judenhass nicht sofort erkannt hat und stattdessen sogar am Ende der Rede stehend applaudiert hat?

 

Das Israelbild innerhalb der Europäischen Union ist bereits so verkommen, dass die Union mehrheitlich jede noch so bösartige Lüge über Israel und jedes Gerücht über Juden glaubt und sogar Millionen Euro jährlich in NGOs pumpt, damit sie noch mehr schlechte Dinge über Israel herausfinden können – und mögen es auch nur Lügen sein!

 

 

 

Tapfer im Nirgendwo - Foto: Europaparlament (Foto: von me (Eigenes Werk) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons)


Sonntag, 26 Juni 2016





Es ist ganz überwiegend nicht so, dass die EU-Parlamentarier Abbas geglaubt hatten, sie hatten nur keinen Arsch in der Hose um eine Gegenposition einzunehmen. Hilfe man könnte ja negativ auffallen, hier gibt es so viele Gutmenschen, denen zu Widersprechen ist ungesund, 1933 läßt grüßen. Ich kann die Engländer verstehen, die mit diesem Haufen von moralischen Wracks nichts zu tun haben wollen.

Die "Palästinenser" sind nun mal Meister der Propaganda und leider fällt der Westen zusehends mehr auf sie herein. Erschreckend ist es, dass eine antiisraelische Haltung sowohl bei den Rechten als auch bei den Linken zu beobachten ist.

@2pp: moinpp. "keinen Arsch in der Hose" Ich würde eher sagen, die haben schon die Hosen" gestrichen voll wenn ein Muselmane das EU-Podium betritt. Ab dann heißt es nur nicken und huldigen.

schade sehr schade

@2Dieter Es ist ja nicht so, dass man nicht die Möglichkeit hat sich geschichtlich ein bisschen besser "in Form" zu bringen und intelligenzmäßig auf dem Stand einer Kaulquappe sind unserre EU-Politclowns ja nun auch nicht.

@6pp: moinpp. Biste Dir da sicher? ☺☺

@6 steve Moin Steve, manchmal bin ich am Zweifeln aber dann sage ich mir: Du irrst dich! Ich fand den Slovaken bei Anne Will gut, hat die Probleme an der richtigen Stelle benannt.

@8pp: Komisch, die, die Tassen noch einigermaßen im Schrank haben, scheinen immer aus Osteuropa zu kömmen. Kleine Buchempfehlung, Vàclav Klaus: https://www.amazon.de/V%C3%B6lkerwanderung-Erl%C3%A4uterung-Migrationskrise-Sonderwege-Manuscriptum/dp/3944872304/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1467009531&sr=1-1&keywords=vaclav+klaus+v%C3%B6lkerwanderung