Primitivität hat eine Abkürzung - BDS: Warum dieser europäische Boykott von „Siedlungsprodukten“ eine richtig dumme Idee ist

Primitivität hat eine Abkürzung - BDS:

Warum dieser europäische Boykott von „Siedlungsprodukten“ eine richtig dumme Idee ist




von Israel Matzav, June 4, 2013

In einem früheren Eintrag berichtete ich, dass Deutschland im Gleichschritt mit dem Rest Europas marschiert und einen Boykot von „Siedlungsprodukten“ aus Judäa und Samaria stützt. Für diejenigen, die es vergessen haben, hier eine Erinnerung daran, warum ein europäischer Boykott in Wirklichkeit den „Palästinensern“ schadet:

In Judäa und Samaria produzierte Güter sind nicht berechtigt für dieselben Vorzugstarife, die israelische Exporte in die EU genießen. Nach Angaben von Zahlen der Weltbank von 2012 importiert die EU jährlich Waren im Wert von $300 Millionen aus israelischen Siedlungen, grob geschätzt fünfzehnmal so viel wie von den Palästinensern. Doch hier fängt es erst an interessant zu werden.

Es stellt sich heraus, dass die aus jüdischen Siedlungen kommenden Waren örtlichen Arabern Löhne bieten, die mehr verdienen, indem sie für die „abscheulichen“ Juden arbeiten, als sie durchschnittlich bei der Arbeit für einen arabischen Betrieb arbeiteten.

Die Firma SodaStream mit Sitz in Israel, die ein Getränke-Sprudelsystem produziert, hat weltweit 13 Produktionsstätten, von denen sich drei in Israel und der gefürchteten „Westbank“ befinden und (Stand 2012) 1.100 Menschen beschäftigt.

SodaStreams Haupt-Produktionsstätte befindet sich in Mishor Adumim – dem Industriegebiet der judäischen Stadt Maale Adumim. In dieser Fabrik sind rund 900 Araber beschäftigt, von denen die Hälfte von Jericho bis Ramallah in der PA leben; die andere Hälfte sind Einwohner des annektierten Ostjerusalem.

Wenn also die EU in ihrem Versuch den in der PA lebenden Arabern zu helfen, es SodaStream erschwert seine Produkte in Europa zu verkaufen – wer leidet dann? Richtig: Die in der PA lebenden Araber.

Das israelische Außenministerium ergänzt mit Zahlen:

Das Außenministerium kündigte Mittwoch an, dass der derzeitige internationale Trend zum Boykott von Produkten aus Yescha sich nachteilig auf die Wirtschaft der PA auswirken könnte. Nach Angaben der Bekanntmachung sind 22.500 PA-Araber regelmäßig in Fabriken in Yescha beschäftigt; für den Fall, dass die Folgen des Boykotts Entlassungen nötig machen sollte, werden viele PA-Araber arbeitslos und ohne Unterstützung wiederfinden. „9% des jährlichen PA-Einkommens entstammt der Beschäftigung in israelischen Fabriken in Yescha. Der ‚pro-PA‘-Boykott wird als Bumerang gegen diese Araber wirken“, sagt das Ministerium.

 

Übersetzung unseres Partnerblogs Heplev

 

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Sonntag, 09 Juni 2013