Abkehr vom Islam: Ehemalige Muslime im haOlam.de-Exklusivinterview

Abkehr vom Islam:

Ehemalige Muslime im haOlam.de-Exklusivinterview




Es sind nicht nur, aber vor allem Intellektuelle - junge Akademiker, Wissenschaftler, Künstler - die entweder selber aus sogenannten "islamischen Ländern" kommen, oder deren Familien ihre Wurzeln dort haben; Sie wenden sich vom Islam ab. Obwohl ein Austritt nicht vorgesehen ist, und oftmals mit erheblichen Risiken verbunden ist. "Fatwas" gegen Abtrünnige, "Ehrenmorde", körperliche Angriffe - all das gehört zu dem, was jemanden droht, der entweder offen dem Islam den Rücken kehrt, oder sich nach Meinung radikaler "Glaubenswächter" unbotmäßig verhält. Die Entwicklung ist umso beachtlicher, wenn man bedenkt, wie massiv gerade auch militante, islamistische Fundamentalisten auch in Deutschland an Boden gewinnen.

Im haOlam.de-Interview spricht Atra Asadian, ein junger Akademiker, Exil-Iraner und ehemaliger Muslim erstmals über die Trennung vom Islam, pber den sogenannten "Arabischen Frühling", über Antisemitismus, Homophobie und Demokratiefeindlichkeit in einer Gemeinschaft, die vielen Ausenstehenden fremd ist. Er spricht aber auch über Versäumnisse der Politik, über Fehlentwicklungen im Umgang mit Islamisten, und über seine Sicht islamistische Geschichtsfälschungen durch Mythenbildung etwa in Bezug auf den Nahost-Konflikt. haOlam.de wird die weitere Entwicklung des in der Entstehung befindlichen Netzwerkes ehemaliger Muslime auch weiterhin begleiten und darüber berichten. Wer zu unserem Interviewpartner Kontakt aufnehmen möchte, kann sich an die haOlam.de-Redaktion wenden.

 

Interview mit Atra Asadian

 

Könnten Sie uns zunächst sagen, als was Sie sich definieren - sekularer Muslim, nicht-praktizierender Muslim oder ehemaliger Muslim?

Ehemaliger Muslim ist die treffende Antwort - denn ich habe, soweit ich mich erinnern kann, nicht an den Islam als etwas Gutes geglaubt.


Von jemanden zu hören, er ist ein ehemaliger Muslim, ist zunächst etwas verwirrend. Kann man denn aus dem Islam austreten, so wie etwa aus einem Verein?

Nein. Der Mensch kann und darf freiwillig den Islam als seine Religion annehmen, aber kann und darf nicht aus freien Willen aus dem Islam austreten. Der Ausgetretene kann nach dem Koranlehre getötet werden.


Gerade in der Integrationsdebatte treten fast nur Vertreter von Islamverbänden auf. Von ehemaligen Muslimen etwa hört man fast nichts. Gibt es so wenige davon?

Das ist bedauerlich, denn die säkulare Gesellschaftschichten in den so genannten islamischen Ländern sind beachtlich stark, die jedoch von den europäischen Medien fast ausgeschlossen sind. Die Gesprächspartner der europäischen Institutionen sind mehr oder weniger die Islam- Lobbyisten. Dadurch unterstützen sie in der Tat die fanatischen Islambewegungen in den öl- und erdgasreichen Ländern. Andererseits werden hier immer wieder gegen die öffentliche Stimmung neue Moscheen gebaut, in denen mehr Hass gepredigt wird als Akzeptanz der anderen Kultur und Religionen. Das ist ein strategischer politischer Fehler. Es werden die säkularen Prinzipien zu Gunsten der Profitgier der Wirtschaft aufgegeben. Die Moscheen, die immer wieder aufgebaut werden, sind keine geeigneten Orte für die Gestaltung des friedlichen Zusammenleben der unterschiedlichen Wahrnehmungen über Gott, Religionen und…
Ein Muslim, abgesehen davon, welchen Konfessionen er oder sie angehört, sieht den Islam als einzig wahre Religion, dass die Menschheit allein ihn zu unterwerfen verpflichtet sind. Es ist nicht von ungefähr, dass in allen islamischen Länder, wo die Muslime die politischen Macht ausüben, werden nicht nur das Praktizieren anderen Religionen schwer und fast unmöglich, sondern die Mitglieder der anderen Religionsgemeinschaften werden verfolgt und in vielen Fällen brutal ermordet.

 

Wie waren die Reaktionen in ihrem Familien- und Freundeskreis, als Sie sich vom Islam abwandten - und was waren die Gründe für Ihre Abwendung?

Meine Feststellung ist, daß die Iraner diesbezüglich eine tolerante Nation sind. Es stellt sich diese Frage überhaupt nicht. Zurzeit hebt sich im Iran eine Nation, insbesondere die Frauen gegen den Islam auf und kehrt zu seinen iranischen Kulturwurzeln zurück, die die Menschenwürde garantiert, die Gleichberechtigung der Geschlechter anerkannt und vor allem für die Iraner keine menschenverachtende Fremdkultur wie der Islam darstellt. Paradox ist, daß im Iran eine islamische Regierung in einer Gesellschaft regiert, die weder islamisch geprägt ist noch sich deren Ideologie je verpflichtet hatte.


Manche Vertreter von Islamverbänden betonen, der Islam sei eigentlich der Aufklärung, der Wissenschaft, dem Fortschritt und den Menschenrechten zugewandt - ähnlich wie beispielsweise das Judentum. Wo ist das Problem, ist das nur eine Schutzbehauptung?

Das ist keine Schutzbehauptung, das ist eine pure Lüge; sogenannte islamischen Taghiye: Tricks, Lüge, List. Ich kann für Sie die großartigen Namen im Bereich der Wissenschaft, Kultur, Kunst, Literatur auflisten, die aufgrund ihrer wissenschaftlichen Überzeugungen verfolgt, gefoltert und ermordet worden sind. Komischer Weise werden sie, je nach Bedarf und wo es aus der Bedrängnis heraus notwendig scheint, als muslimische Aufklärer, muslimische Wissenschaftler usw. deklamiert. Auf jeden Fall: Wissenschaft und Islam sind nicht vereinbar!
Wir wissen alle, daß die Wissenschaft sich nicht monopolisieren lässt. Jeder kann unter bestimmten Voraussetzungen an Wissenschaft in all seinen Bereichen gelungen, aber schauen Sie auf die islamischen Länder, die Besitzer des Öl- und Erdgasreichtum. Was wir da vorfinden, ist einer Katastrophe gleichzusetzen. Es ist absurd, nur den Westen für diesen menschenunwürdigen Zustand schuldig zu sprechen.


Glauben Sie es wäre notwendig, daß sich ehemalige Muslime mehr und stärker zu Wort melden?

Notwendig ist das jedenfalls. Jedoch je lauter sie werden, werden die Eingangstüren dicker. Die Europäer bemühen sich zurzeit mit allen verfügbaren Mitteln, den Muslim-Organisationen in den so genannten islamischen Ländern bei der Machtergreifung Hilfe zu leisten. Es ist dann logisch, daß über all die Islamlobbyisten Zugang zu einflussreichen öffentlichen Institutionen haben.


Was können Sie Menschen raten, die sich vom Islam lossagen wollen? Gibt es Hilfs- oder Beratungsangebote, an die man sich wenden kann?

Jeder, der den Islam abschwören will, muss dieses nach Möglichkeit, insbesondere im Westen, wo seine Sicherheit einiger Maße gewährleistet ist, ganz offen verkünden. Trotz aller Gefahren und Benachteiligungen verkünden auch viele Iraner das Abtreten vom Islam. Jedoch existieren keine Hilfs- oder Beratungsangebote zurzeit. Erst wenn die Iraner einen Regimeswechsel herbeiführen würden, können die Beratungsstellen aufgebaut und nötige Hilfe geleistet werden.


Aber die Bundesregierung bietet doch Bundesprogramme an, mit denen Projekte gegen Extremismus auf- und ausgebaut werden sollen. Wäre das nicht eine Möglichkeit, sowohl die Präventions-, als auch die Austeigerarbeit zu profisionalisieren?

Alle Projekte gegen Extremismus müssen gefördert werden. Was wir aber bis jetzt beobachten können, ist die Schutzmaßnahmen gegen Zwangsheirat, Kinderprostitution und Maßnahmen gegen die linke und rechte Szenen. Was den Islam und islamischen Extremismus anbetrifft, sehen wir kaum präventive Maßnahmen, die zur Aufklärung der islamischen Jugendlichen und deren Familien beitragen können. Es wird immer verdrängt, daß die islamistischen Prediger, wo sie die Gelegenheit finden, nur Hass und Verachtung gegen Moderne und Zivilisation verkünden. Sie polarisieren die Gesellschaft. Wir akzeptieren, daß die Religion eine private Angelegenheit ist. Jedoch etwas privates darf die Allgemeinheit nicht missbrauchen. Islamische Gebetausführungen in der Öffentlichkeit, auf der Straßen und Plätzen, das ist Missbrauch der Religionsfreiheit und verdrängt die Rechte der Allgemeinheit. Meine Meinung nach können nur auf Vernunft und Aufklärung basierende Projekte die Verbreitung des islamischen Dogmas unter den Jugendlichen noch verhindern. Die Schwachstelle viele der geförderten Projekte ist, daß sie aus der Situation heraus entstanden sind und deshalb mehr oder wenige charakteristische Züge der Schutzmaßnahmen haben. Was aber nötig ist, sind die präventiv vorbeugenden Maßnahmen, die zur Aufklärung und zum Säkularismus in den islamischen Szenen beitragen können. Der in Deutschland lebende iranische Popsänger Shahin Jajafi, der von den Mullas als Abtrünniger zum Tode frei erklärt wurde und Salman Rushdi sind die bekanntesten Beispiele, die verdeutlichen, daß die Politik gegenüber der religiösen Gewaltverbreitung keine umfassenden Programme entwickelt hat. Es muss aber erst entschieden werden ob wir im Europa im Rahmen des Säkularismus für Religionsfreiheit eintreten oder im Rahmen der Religionsfreiheit die säkularen Prinzipien aufgeben wollen? Die Antwort einer beachtlichen Zahl europäischer und amerikanischer Intellektueller auf diese Frage ist mehr als beschämend.


Welchen Stellenwert nehmen nach ihrer Einschätzung antidemokratische, antisemitische, frauenfeindliche und homophobe Elemente im Islam und bei seinen Anhängern ein?

Für den Muslim ist der gerechte Pfad des Lebens nur die Lehre des Islams. Hier muss ich ganz offen sagen, daß die Lehre des Islam, d.h. Ausübung der Scharia, antidemokratisch ist, weil der Islam keinen Platz für Dialog, für die Anwendung der Vernunft als Basis eines Daseinsvertags vorsieht. Er ist zutiefst antisemitisch, begleitet mit religiösen Überzeugungen. Seit Muhammads Zeit bis heute werden die Juden stets diskriminiert, verfolgt, getötet und vertrieben. Niemand redet heute darüber, daß lange Zeit vor Gründung Israel, fast alle Juden unter Genozid gleichzusetzenden Situation aus allen heutigen islamischen Länder, Iran ausgenommen, vertrieben worden sind, so daß aus zigtausend großen Gemeinden nur noch ein paar vereinzelte übrig geblieben sind. Er ist offenbar frauenfeindlich, denn die Ungleichbehandlung der Geschlechter ist im Koran fest verankert.

Homosexualität wird oft mit dem Todesurteil bekämpft. Obwohl seit der Machtergreifung der Mullas die Hinrichtung von Homosexuellen auf der Tagesordnung steht, predigen die Mullas die sexuelle Verhältnisse mit den Säuglingen. Es ist für einen ganz normalen Mensch unvorstellbar, was Khomeini, Gründer der islamischen Republik darüber als Fatwa schrieb: „Andere sexuelle Genüsse wie lustvoller Berührung, Umarmung und das Glied an den Beine abzureiben sind mit der Ehefrau vor ihre neunten Lebensalter erlaubt. Ähnliche Praktiken dürfen mit den weiblichen Säuglingen auch stattfinden.“ (Khomeini, Tahrirol Wasile)

Das Problem liegt darin, daß die gewaltige Mehrheit der Muslime über keine ausreichenden Kenntnisse über das wahre Wesen des Islam verfügen. Meine Betrachtungen über die iranische Gesellschaft führen mich zu der Feststellung, daß sie ihre eigene Wahrnehmung über religiösen Überzeugungen, die in iranischer Kultur verwurzelt sind, auf dem Islam projizierten. Die islamische Republik, die nicht anderes als Ausübung der Scharia ist, versetzte die Gesellschaft in eine tiefen Schockzustand, aus dem sie jedoch rasch erwachte. Die Herrschaft der Mullas und die iranischen Gesellschaft sind Antagonisten.


Sie sagen, die Juden sind vertrieben und massakriert worden. Kaum bekannt sind beispielsweise die Pogrome in Hebron. Gleichwohl behauptet die islamistische Mythologie, die Juden, bzw. die Israelis hätten systematisch vertrieben und würden "illegal Land besetzen". Auch im Westen wird dieser Mythos sehr gerne geglaubt. Ist die PR so gut oder ist der Westen so leichtgläubig - oder ist es eine Mischung aus beidem?

Wenn die Islamisten alles verdrehen und absolut anders darstellen, so ist dies nicht neu. Seit der Entstehung des Islams wurde auf Grund des islamischen Fanatismus die Geschichte im Rahmen des Islam verarabisiert. Sie verneinen sogar ihre eigene Geschichte vor dem Islam, in dem dieser Zeitraum als Ära der Unwissenheit und Dunkelheit dargestellt wird. Die Gefahr solcher Zwangsislamisierung und Verarabisierung der Geschichte liegt darin, daß die Geschichte durch die Mythologie versetzt wird. Es scheint, daß Fanatismus im Laufe der Zeit eine breite Akzeptanz finden kann, daß sowohl die politischen Interessen beliebig dienen kann, als auch genügenden Spielraum für Unfug anbietet. Die Pogrome in Hebron und später im Bagdad und Ägypten und in vielen heutigen arabischen Staaten vor der Gründung Israel und die tatsächlichen Maßnahmen zur Vernichtung der Juden nach der Gründung Israel verdeutlichen vor allem, daß für die Mehrzahl der Araber die Frage eine rein religiöse Natur hat und solange die Religiosität den politischen Willen der arabische Konfliktpartei bestimmt, kann keine Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben der Juden und Araber in der Region aufgebaut werden. Es müssen alle Möglichkeiten und alle Mitteln genutzt werden, damit die demokratischen, säkularen Kräfte mehr politischen Einfluss erlangen, damit die jüdisch-palästinensische Frage, basierend auf Vernunft und gegenseitigem Vorteile eine Lösung finden kann. Bedauerliche Weise die Reislamisierung der arabischen Länder mahnt uns und verwehrt uns optimistisch zu sein.


Viele Muslime scheinen ihre Religion nicht täglich zu praktizieren - zumindest in Deutschland, gleichzeitig scheinen radikal-islamistische Gruppen immer mehr Zulauf zu bekommen. Wie sieht ihre Prognose aus? Kommt es zu einer weiteren Radikalisierung?

Islam ist nicht nur das Praktizieren der täglichen Rituale. Es ist mehr eine Art blinde Weltanschauung, die gegen alles andere gerichtet ist. Dort wo anstatt die säkularen Werte zu instruieren, wird der Islam gefördert und werden Moscheen gebaut. Es entsteht eine Subkultur mit all seiner Anziehungskraft und den dazu gehörenden Gefahren. Wenn die Politik sich wie bisher verhält, muss mit der Verstärkung von Extremismus gerechnet werden.

 

Welche Rolle spielt dabei der politische Islamismus, wie er vor allem durch das iranische Gewaltregime vertreten wird?

Was ist politischer Islamismus? Wo die Muslime die Macht haben, sind sie verpflichtet, die islamischen Gesetze als Maßstab der Dinge auszuführen. Das können wir sogar in der islamischen Familien betrachten, wo das Oberhaupt der Familie alles was er islamisch findet, allen anderen Mitglieder der Familie aufzwingen darf und kann.
Das Regime im Iran macht nichts anderes. Die Mullas sind gegen alles, was in ihren Augen nicht islamisch ist. Dafür haben Sie Macht, Waffen, Lobbyisten, Verbündeten und eines der reichsten Länder der Welt unter ihre Herrschaft. Und das ist gefährlich genug.


Welche Rolle spielt der sogenannte "Arabische Frühling" und die Erfolge radikaler Islamisten etwa in Ägypten?

Meiner Meinung nach ist der „ Arabische Frühling“ ein Trugbild, das mit Eifer in den europäischen Ländern nachgemalt wird. Die Menschen, die auf die Straßen gingen und die Diktaturen umstürzten, haben bestimmt nicht für einen Gottesstaat gekämpft, sondern für eine bessere Zukunft, demokratischen Verhältnisse und säkulare Prinzipien. Daß die Muslime die politische Macht an sich reißen konnten, hing von vielen Faktoren ab. Tatsache ist, daß die islamische Staatsform unter den arabischen Völkern keine große Akzeptanz gefunden hat. Dazu hören wir jedoch in den Massenmedien kaum etwas. Das brutale und blutrünstige Beispiel der islamischen Republik im Iran ist die größte negative Erfahrung, daß sich die Menschen in die arabischen Länder von einem weiteren Gottesstaat abwenden.

 

Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute Ihnen und ihren Freunden.

 

Das Interview führte Jörg Fischer-Aharon

 

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Dienstag, 19 März 2013






Vielen Dank für dieses spannende und aufschlußreiche Interview! Vor allem aber bewundere ich den Mut dieser Leute, das sie die Abkehr gewagt haben - auch noch sich dazu bekennen, trotz der Gefahren, die sie sich damit ausetzen. Besonders beeindruckt mich auch der interviewte ehemalige Muslim, der mit seinem Namen dazu steht. Das verdient höchsten Respekt!



Auch ich sage "Danke" für dieses informative Interview. Insbesondere die linken Terroristen- und Islamismus-Versteher sollten es sich genau durchlesen. Endlich auch, das hier jemand, der die Materie vom Innenleben kennt, die Frauenfeindlichkeit, die Homophobie, den Judenhass und die Ablehnung unserer demokratischen Gesellschaft beim Namen nennt, die von den Islamisten ausgeht und gepredigt wird.



Danke für dieses sehr gute Interview. Würde gerne Auszüge für unser HFI-Anschreiben übernhemen.





Danke auch für die klaren Worte, wohltuend anders als das übliche BlaBla von man müsse doch "Verständnis" haben und "die meinen das doch nicht so".



Ich denke, hier werden sehr wichtige Aspekte angesprochen. Als Lehrer würde ich mir mehr Material und Unterstützung hinsichtlich der Präventionsarbeit wünschen, aber auch Hilfe hinsichtlich von Angeboten an Jugendliche, die da raus wollen. Ich sehe das in meiner Klasse sehr deutlich, das hier einige sich eher wie Gefangene fühlen, aber alleine nicht die Kraft aufbringen, dem sozialen und evtl. auch körperlichen Druck standzuhalten, wenn sie sich vom Islam abwenden wollen.



Es sind die Rassisten und die Islamisten die sagen: "Die Muslime" sind "halt so". Ich weiß, das viele "Muslime" so denken, wie der Mann in dem Interview hier sagt. Ich finde es schade, das jeder immer denkt, ich sei ein Muslim, nur weil meine Familie aus einem "islamischen Land" kommt und ich so aussehe, wie sich alle einen Muslim vorstellen. Aber ich bin kein Muslim, vielleicht auf irgendeinem Papier und ich weiß leider nicht, wie ich das wegbekomme. Ich habe auch nichts gegen Schwule oder gegen Juden oder gegen Israel. Ganz im Gegenteil, ich bewundere Israel und die Menschen dort für das, was die geleistet haben und noch immer leisten.

Ich bin einfach ein konfessionsloser Deutscher - und ich möchte auch so gesehen, behandelt und "gelistet" werden.

Das Intervie macht mir auf jeden Fall Mut und vielen, die ich kenne, wird es auch Mut machen, ich werde den Link allen meinen Freunden schicken.

Ich bin echt froh, das ich diese Website gefunden haben.



Ich bin Palästinenser und ich bin in einer muslimischen Familie aufgewachsen. Wie viele in meinem Umfeld habe ich, obwohl ich hier in Deutschland aufgewachsen bin, Juden und Israel gehasst. Wirklich gehasst. Ich habe gelesen und in den Sendern gesehen, die Israelis hätten unsere Leute vertrieben, unsere Dörfer zerstört und würden uns unsere Rechte vorenthalten und unser Land besetzen.

Ich erinnere mich noch, wie meine Großmutter uns immer besuchte, sie war mit meinen Eltern nach Deutschland gekommen. Sie brachte uns Kindern immer Süßes mit und erzählte uns Geschichten. Ich habe meine Großmutter sehr geliebt. Bis zu einem Tag. Da erzählte sie uns von Hebron. Sie war noch ein junge Frau als in den 20er Jahren die Pogrome gegen die Juden begannen. Sie erzählte, wie die jüdischen Familien aus ihren Wohnungen getrieben wurden, ihre Wohnungen verwüstet wurden und Juden ermordet wurden. Sie erzählte uns, wie sie einen großen Stein auf eine Wiege schleuderte, in dem das Baby einer jüdischen Familie war. Ich werde nie das Leuchten in ihren Augen vergessen, als sie uns erzählte davon. Ich habe mich an diesen Abend in den Schlaf geweint, so erschrocken war ich über die Frau, die meine Großmutter war. Und es war fast überall so, nicht erst bei der Gründung Israels. Schon in den 20er und 30er Jahren kam es fast überall zu Pogromen, so wurden die Orte nämlich erst zu "arabischen Städten".

Das Israel und die Juden es nicht mit gleicher Münze heimzahlten, sondern die Hans reichten, ist eine große Leistung. Viele Arber in Israel wissen das auch und schätzen Israel. Hier werden immer nur die Islamisten, die sich in Szene setzen, hofiert und ihnen geglaubt - aber sie sprechen nicht für die Mehrheit!Viele Araber in den Autonomiegebieten sehen sich die Zeit zurück, in der Israel die Gebiete noch verwaltete. Mein Bruder würde sofort nach Israel gehen, wäre nicht seine Frau und die Kinder in Ramallah. In Israel könnte er frei seine Meinung sagen, eine Zeitung machen oder eine Partei gründen. Er hätte seine Würde. In den Autonomiegebieten ist er der Willkür korrupter Beamter oder den Schickanen religiöser Fanatiker ausgesetzt, ohne rechtliche Hilfe. Mit kotzen diese europäischen Besserwisser so an, die besser als wir wissen wollen, das wir "unterdrückt" werden. Sollen sie doch nach Ramallah und Hebron gehen und sich alles anschauen und dann mit den arabischen Israelis reden, vielleicht halten sie dann ihren dummen Mund und denken erst einmal nach. Ich würde sofort auf die Straße gehen mit einer Israelfahne und Israel unterstützen, wenn es den Spuk endlich beendet und das gesamte Westjordanland und Gaza annektiert und so den Menschen dort endlich Freiheit und Lebensperspektive, Wachstum und Fortschritt bringt und endlich aus der Geiselhaft befreit, in der sie von den Islamisten gehalten werden.

 

تحيا إسرائيل



Sehr gutes Interview. Und, wenn ich das sagen darf: Ebenso gute, weil bewegende Kommentare.



Hoffentlich melden sich jetzt noch mehr zu Wort! Ein Anfang ist gemacht.



Danke für die offenen Worte!



Auch vielen Dank für diesen Bericht und alle Kommentare dazu. Das ist eine so enorm wichtige und wunderbare Sache. 

@ Abu Zacher  Das berührt einem sehr, diese schreckliche Erfahrung die sie machen mussten.



Ich finde es gut, wenn die Verantwortlichen mit Bildungs- und Aussteigerprogrammen den Gefahren durch Rechts- und Linksextremismus entgegentreten. Aber es fehlen die entsprechenden Programme gegen den Islamismus und eine kritische Auseinandersetzung mit dem Islam als solches.



@ Abu Zacher:

Auch ich möchte Ihnen sagen, wie sehr mich ihre Worte berührt haben. Es muss sehr viel Kraft gekostet haben, die Erzählungen aus der eigenen Familie zu hinterfragen - und es zeugt von sehr viel Liebe zur Wahrheit.

Eine Frage: Am Ende des Posts haben Sie etwas geschrieben, wohl auf arabisch. Was heisst das?



@Rambs:

Ja, es ist arabisch. Es heisst: Lang lebe Israel.



8 Abu Zacher Abu Zacher:Ganz große Klasse.Man muß Sie einfach lieben.

6 Carlo Carlo:"Als Lehrer würde ich mir mehr Material und Unterstützung hinsichtlich der Präventionsarbeit wünschen,...."  Sehr mutig.Viel Erfolg!!

 

 

 



@carlo, material für lehrer bietet Ellen Nieswiodek (vorbehaltlich richtiger schreibweise) über "israel heute" an.

hotline für (vorzugsweise) muslime, die aus gewalttätigem/-bereitem umfeld aussteigen möchten 022177923366. nicht bekant, ob nr noch aktuell, vor ca 6 j. war sie`s, weiß ich aus 1. hand. viel glück